Softwaretest - MagicEye

Zur Zeit sind Stereogramme in aller Munde. Dass man auch mit dem ATARI professionelle 3D-Bilder erzeugen kann, zeigt MagicEye.

Stereogramme

Diese Pseudo-Stereobilder machen zur Zeit in Form von Postkarten und Bildbänden von sich reden und beinahe zeitgleich erschienen die ersten Programme zum Berechnen dieser Grafiken auf dem PC-Softwaremarkt.

Die Firma cybercom hat nun mit dem Programm MagicEye auch für Atari-Anwender diese faszinierende Weit der Stereografiken verfügbar gemacht. Dieses kleine Utility erzeugt aus einem vorher erstelltem Graustufenbild sowie einem beliebigen Muster ein Stereogramm, welches dann in DTP- oder Grafik-Programmen weiterverarbeitet werden kann.

Bildformate

MagicEye verarbeitet Bilddateien sowohl im ESM-, TIFF-als auch im BMP-Format, so dass auch ein Austausch zwischen den Systemwelten möglich ist. Allerdings können die Bilddaten nur unkomprimiert gespeichert werden.

Bedienung

Die Bedienung von MagicEye erweist sich als relativ einfach.

Alle zur Berechnung notwendigen Parameter werden in modalen Dialogboxen eingestellt. Für die Ausgabe sind z.B. die Parameter Farbtiefe, Art des Hintergrundmusters sowie Bildhöhe und -breite anzugeben. Die Eingabe der Bildgröße ist sowohl in Pixel als auch in cm möglich. Wichtig ist auch die Angabe der gewünschten Bildauflösung, welche von der Art der Ausgabe abhängig ist. Möchte man die Stereografiken lediglich auf dem Bildschirm betrachten, so genügt eine Auflösung von z.B. 72dpi. Sollte man nicht genau wissen welche Bildauflösung der gerade verwendete Monitor hat, kann man den in der Dialogbox angezeigten Meßpfeil mit einem Lineal ausmessen und den Wert in das Editierfeld links daneben eintragen. Ein Mausklick auf den kleinen Taschenrechner verrät dann die aktuelle Monitorauflösung in dpi. Die Bildauflösung ist deshalb so wichtig, weil der bei der Berechnung verwendete Wert für den Augenabstand direkt von der Bildauflösung abhängig ist. Das bedeutet, dass z.B. für einen 1:1 Ausdruck auf einem 300dpi Laserdrucker das Stereogramm auch mit einer Auflösung von 300dpi berechnet werden muß. Vergrößert man das Bild beim Ausdruck auf 200% so genügen logischerweise bereits 150dpi Bildauflösung. Zum Berechnen eines Stereogramms im Postkartenformat (DIN A6, 10.5cm x 14.85cm) benötigt MagicEye auf einem TT etwa 15 Minuten. Optional wird während der Berechnung die voraussichtlich benötigte Zeit angezeigt. Besitzer von Magix bzw. MultiTOS können die Berechnung auch im Hintergrund arbeiten lassen.

Die Ausgabegröße ist auf 10000 x 10000 Pixel beschränkt, was aber in der Regel ausreichen dürfte. Interessant ist, dass man auch mit wenig Arbeitsspeicher sehr große Stereogramme erzeugen kann, da die Stereografiken in Streifen zu je 128 KByte berechnet werden. Das Tiefenbild sowie das Muster müssen allerdings in den Arbeitsspeicher passen.

Fazit

Das Programm machte beim Testen einen stabilen Eindruck. Auch auf dem Falcon lief MagicEye ohne Probleme. Allerdings könnte unserer Meinung nach das Programm beim Berechnen gerne etwas schneller sein. Auch eine Preview-Funktion ist für eine Update-Version ein dringendes Muß. Ansonsten ist MagicEye seinen Preis von 98,-DM inkl. MwSt. durchaus wert.



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