Scanner-Test: ATARI scannt und scannt ...

Bildbearbeitung macht wieder Spaß, seit einige neue Scannermodelle für diese Rechner verfügbar sind. Die Firmen Hard-& Soft, Crazy Bits sowie Computerinsel bieten seit geraumer Zeit entsprechende Komplettlösungen.

Bisher galt die EPSON GT-Reihe als die einzige Flachbett-Scannerfamilie, die auch an ATARI-Computer Anschluss fand. Nun kommt für alle, die sich privat oder geschäftlich mit elektronischer Bildverarbeitung befassen, eine gute Nachricht aus dem Süden Deutschlands. Die Firma Computerinsel, Bad Gögging, die sich bisher mit HighEnd Grafikkarten und Grafiktabletts für die ATARI-Rechner einen Namen gemacht hat, ergänzt die Palette der "ATARI fähigen" Flachbettscanner um vier Modelle: die beiden MUSTEK-Scanner MFS-6000CX und MFS12000CX, den HP ScanJet IIcx. und das brandneue Topmodell von HP, den ScanJet 3c. Ein MUSTEK6000CX und ein HP Ilcx standen mir an einem MEGA ST mit 50 MHz-PAK und 16 MB Fastram, einem TT und einem Falcon zum Testen zur Verfügung.

Anschluss gesucht

Die beiden Scanner-Modelle sind reine SCSI-Geräte. Daher stellt sich beim Anschluss an den TT und den Falcon höchstens das Problem eines nicht passenden Steckers. Die Scanner haben jeweils 25- und 50-polige SCSI Anschlüsse nebeneinander. Auf der Rechnerseite kann je nach Modell ein Adapterstecker erforderlich sein. HP liefert zu seinem Kabel gleich eine passende Bus-Terminierung (steckbare Kupplung mit Abschlußwiderständen) mit, beim MUSTEK sollte man sich diese tunlichst extra besorgen. (Dazu weiter unten.)
Etwas schwerer haben es die Besitzer etwa eines ST(e) oder MEGA ST(e). Sind solche Rechner nachträglich mit einer internen SCSI-Festpfatte ausgerüstet worden, muss man den SCSI-Bus vom bereits vorhandenen Hostadapter weg nach draußen über eine passende Buchse führen. Hierzu sollte man etwas mechanisches Geschick beim Anquetschen von 50-poligem Flachbandkabel und beim Aussparen einer Öffnung für den SCSI Connector mitbringen. Wer noch kein SCSI-Gerät im oder am Rechner hat, dem sei ein SCSI-Interface empfohlen, bei dem der Hostadapter im Steckergehäuse untergebracht ist, wie etwa beim Link II von Hard & Soft. Solche Adapterkabel braucht man nur zwischen DMA-Anschluss des ST und externem SCSI-Gerät (also Scanner) zu stecken. Bastelarbeiten sind nicht erforderlich, die Stromversorgung für den Adapter erfolgt über den Bus. Am wenigsten Probleme bereitete im Test die SCSI-Schnittstelle des TT. Falcon-Besitzer klagen hin und wieder generell über Probleme mit dem SCSI-Baustein. Hierfür existieren unterschiedliche Hardware-Patches, die man sich, falls nötig, aus diversen Mailboxen herunterladen kann.
Beim mir vorliegenden Falcon waren diese Patches nicht eingebaut, und trotzdem funktionierten beide Scanner auf Anhieb. ST-Benutzer, die einen Vantage-SCSI-Adapter ihr Eigen nennen, bleiben mit dem MUSTEK-Scanner im Regen stehen. Er war trotz guten Zuredens nicht zur Zusammenarbeit zu bewegen. Der HP ScanJet, offensichtlich sehr "bustolerant", arbeitete hier ohne jedes Murren. Der oben erwähnte Link-II-Adapter wurde dagegen mit beiden Scannermodellen fertig. Derzeit testet der Treiberlieferant in Bad Gögging Hostadapter verschiedener Hersteller an ST-Rechnern. Eine Anfrage bei der Computerinsel bezüglich der Kompatibilität Scanner/Hostadapter rentiert sich also.

Kein Anschluss unter dieser Nummer?

Hat man nun endlich beide, Scanner und Rechner, per SCSI glücklich vereint, am Scanner und in der Treibersoftware die SCSI-Gerätenummer korrekt eingestellt (defaultmäßig werden übrigens viele Scanner mit Target-Nummer 6 ausgeliefert), kann es trotzdem noch zu Überraschungen kommen. Es ist allgemein bekannt, dass der SCSI-Bus mit einer korrekten Terminierung steht und fällt. Wem dies bisher nicht so auffiel, weil er nur ein oder zwei interne SCSI-Geräte am Rechner hatte, der wird möglicherweise beim zusätzlichen Anschlug des Scanners eines besseren belehrt.
Bild 1 zeigt, wie die Terminierung aussehen sollte. Hierbei stellte sich im Test heraus, wen wundert es noch, dass der HP-Scanner mit und ohne Terminierung einwandfrei lief. Der MUSTEK war etwas pingelig. An einem Rechner lief er mit externer Terminierung, am anderen ohne. Ausprobieren ist angesagt! Aber Vorsicht: Unbedingt vorher Daten der Festplatte sichern! Bei falscher Terminierung kann schon mal ein SCSI-Plattenzugriff danebengehen!

Für die einen ist es TWAIN, für die anderen GDPS

Die Treiber-Software ist auf allen ATARI-Rechnern einsetzbar: ST(e), Mega-ST(e), TT und Falcon. Natürlich arbeiten die Programme in jeder Auflösung und Farbtiefe, das sind die NOVA-Leute schon ihren Grafikkarten schuldig. Die Programmierung des DMA-Zugriffs bei den ST-Modellen muss nicht ganz einfach gewesen sein. Deren DMA-Bausteine sind auf Blöcke und Sektoren von Platten ausgelegt und eigentlich nicht auf eine willkürliche Anzahl von Bytes vorbereitet. (Man kann ja schlecht ein Bild vom Scanner in Sektoren einteilen!) Soviel kann gesagt werden: den Leuten von der Computerinsel ist es gelungen, diese Hürde zu meistern. Am Testrechner, einem Mega ST4 (mit und ohne PAK 3/FRAK), liefen die Treiber sehr stabil - einen entsprechenden SCSI-Hostadapter vorausgesetzt (siehe oben).
Beide Treiber sind GDPS-fähig. Diese universelle, standardisierte Schnittstelle wird von vielen Softwarehäusern unterstützt und ermöglicht das direkte Scannen des Bildes in ein Bildbearbeitungsprogramm. Folgende Programme besitzen z.B. eine GDPS-Schnittstelle (kein Anspruch auf Vollständigkeit): Scan lt, Cranach, Chagall, PixArt und Calamus SL. Alle arbeiten mit den beiden NOVA-Treibern zusammen, wobei mancher Hersteller noch etwas an der korrekten Übergabe der GDPS-Parameter arbeiten muss. Um die Vorzüge des GDPS nutzen zu können, müssen die NOVA-Treiber lediglich in .ACC umbenannt und zusammen mit der RSC-Datei auf das Bootlaufwerk kopiert werden. Ein Accessory-Platz sollte also mindestens noch frei sein. Die NOVA-Treiber sind auf dreierlei Weise verwendbar: als GDPS-Treiber, als Accessory oder als eigenständige Anwendung.

Reicht der Speicher?

Wer sich schon mit Bildbearbeitung auseinandergesetzt hat, wird diese Frage mit "Nie!" beantworten. In der Tat benötigen eingescannte Bilder je nach Auflösung und Farbtiefe immens Speicher. Begnügt sich ein 200 dpi Schwarzweißbild noch mit ca. 480 kB, müssen für ein 256-Graustufen-Bild gleicher Auflösung schon ca. 3,6 MB und für ein entsprechendes True-Color-Bild gar an die 11,5 MB im Rechner frei sein. Hinzu kommt, dass der NOVA Treiber selbst gut und gern schon an die 400 kB "wegfrißt". Nach Auskunft des Herstellers geht der Speicher vorwiegend für den DMA-Buffer und den Cache für die Bildanzeige drauf. Wer einen knapp bemessenen Speicherausbau im Rechner hat, sollte sich nach mehr RAM oder einem virtuellen Speichertool für die Festplatte, wie etwa OUTSIDE oder VRAM, umsehen. ST-Benutzern, die auch Farbbilder scannen wollen, sei eine Speichererweiterung, wie sie etwa das Multiboard von Heyer & Neumann oder der PAK-Beschleuniger mit der FRAK-Karte bieten, wärmstens empfohlen.

Bild 1: Korrekter Anschluss des Paragon-Scanners.

Mit Lasso und Maus

Nach einem Start als eigenständige Anwendung (.PRG) stellt sich eine "Scanner-Sitzung" mit den NOVA-Treibern etwa so dar: Zunächst wählt man einen der vier Scanmodi Schwarzweiß-Zeichnung, gerastertes Schwarzweiß-Bild, Graustufenbild oder Farbbild aus. Wenn man wünscht, kann man bereits beim Vorscannen den Kontrast und die Helligkeit mit zwei Schiebereglern einstellen. Nach einem Klick auf den Button VORSCAN liefert der Scanner zunächst ein Rohbild in einem Vorschaufenster. Mit der Maus wird nun ein in der Größe veränderbares Lasso über den gewünschten Bildausschnitt gelegt. Nun braucht man nur noch die Auflösung in dpi und ggf. einen Skalierungsfaktor einzustellen und den Hauptscan einzuleiten. Danach speichert man das Bild als IMG-, TIF- oder ESM-Datei. Beim Aufruf aus einem GDPS Programm heraus steht das Scanergebnis direkt in diesem zur Weiterbearbeitung zur Verfügung. Über zusätzliche Dialoge hat der Benutzer die Kontrolle über einige spezielle Scan-Parameter (z.B. das Dithermuster) und die Art der hardwaremäßigen Scanneranbindung (ACSI oder SCSI). Hierfür haben die NOVA-Programmierer sogar eine Suchroutine eingebaut, die den Scanner selbständig als SCSIGerät an der richtigen Schnittstelle ermittelt. Wie sich beim Test herausstellte, hängt die Treffsicherheit dieser Routine am DMA-Port des ST wieder vom verwendeten Hostadapter ab. Am Vantage-Adapter, der sonst problemlos mit dem HP IIcx zusammenarbeitete, langte.das Programm gehörig daneben und wies dem HP-Scanner eine falsche Geräte Nummer zu. Mit dem Link 11-Adapter am Mega ST-Testrechner, dem Falcon und dem TT gab es auch in dieser Hinsicht keinerlei Probleme.

Harte Tatsachen

Alle von den Treibern unterstützten Scannermodelle können Vorlagen bis hin zum amerikanischen LegalFormat (215 x 357 mm) verarbeiten. Sie sind mit jeweils einem 25und einem 50-poligen SCSI-Connector ausgestattet und ermöglichen den Anschluss eines separat erhältlichen Durchlicht-Aufsatzes.

Der MUSTEK MFS6000CX ist wegen seines günstigen Preises (ca. 700 DM) in der Welt der PCs weit verbreitet. Es handelt sich um einen sogenannten Three-Pass-Scanner, der Farbbilder mit 16,7 Millionen Farben durch dreimaliges Abtasten mit jeweils verschiedenen Filtern (rot, grün, blau) digitalisiert. Prinzipbedingt ergibt sich daraus ein Nachteil: Farbscans bei großen Vorlagen können den .Benutzer schon mal veranlassen, die Kaffeemaschine anzuheizen. Sie dauern nämlich recht lange (siehe: Tabelle 1)!" Scans mit 256 Graustufen und Schwarzweiß-Bilder werden in einem einzigen Durchgang erfaßt. Die optische Auflösung beträgt 300 x 600 dpi, softwaremäßig kann bis 1200 dpi interpoliert werden. Der größere Bruder MFS 12000CX schafft die doppelte Auflösung, ist aber ansonsten baugleich.

Gleich 18 fertige Gammakurven, 12 Halbton- und sechs Dithermuster hat der MUSTEK in seinen elektronischen Eingeweiden gespeichert. Die NOVA-Software benutzt allerdings nur diejenigen, die in der Praxis auch einen Sinn machen. Bei dem relativ niedrigen Preis ist es kein Wunder, dass man beim MUSTEK-Scanner hinsichtlich der Verarbeitungsqualität leichte Abstriche machen muss. Kurz gesagt: Man hat viel Plastik auf dem Tisch stehen. Das tut aber der Scanqualität keinen Abbruch. Die Farbscans weisen einen guten Kontrast und eine relativ hohe Farbtreue auf. Graue Stellen erscheinen etwas blaustichig. Helle Stellen treten leicht überstrahlt in den Vordergrund. Insgesamt liefert der MUSTEK recht kräftige Bilder mit (fast zu) satten Farben.

Der HP-Scanner ist im Vergleich zum MUSTEK ein Schwerathlet. Sein doppelt so großes Gewicht (14 kg) und die reichliche Verwendung von metallischen Abschirmungen um Trafo und Elektronik lassen eine solide Verarbeitung erahnen. Und die hat natürlich ihren Preis. Etwa 1800 DM müssen einem die mechanischen Qualitäten -des HP schon wert sein. Dafür bekommt man einen präzise skalierenden und auflösenden Scanner, der nahezu perfekte Scans ermöglicht. Hervorragende Testergebnisse in der MAC- und PC-Szene machten den HP Scanjet IIcx zum Verkaufsrenner.

SW-Bild Graustufenbild Farbbild 24 bit Vorscan (Farbe)
MUSTEK MFS 6000CX, TT-SCSI-Port, NOVA-Scannertreiber für MUSTEK 21s 21s 2min 10s 2min 10s
HP ScanJet IIcx MegaST mit PAK 50 MHz + 16 MB Fastram, Vantage-Hostadapter, NOVA-Scannertreiber für HP 14s 17s 22s 10s
HP ScanJet IIcx, 486DX2 mi 24 MB RAM und SCSI-Hostadapter am PCI-Buß Original HP-Treibersoftware unter Windows 16s 17s 35s 10s

Tabelle 1:
Scanzeiten für ein DIN A4-Bild, jeweils mit 200 dpi, 100% Skalierung, einschließlich jeweiliger Lampen Vorwärmzeit beim HP-Scanner (Beim MUSTEK bleibt die Lampe immer angeschaltet.)

MUSTEK MFS 6000CX HP ScanJet IIcx
Scannertyp Drei-Pass-Scanner, Flachbett Ein-Pass-Scanner, Flachbett
optische Auflösung 300 x 600 dpi 400 x 400 dpi
interpoliert bis 1200 dpi 1600 dpi
Vorlagengröße 215 x 357 mm 215 x 357 mm
Lichtquelle Leuchtstofflampe zwei Leuchtstofflampen
Bildelement CCD CCD
Anschluss 25/50-pol. SCSI 25/50-pol. SCSI
Leistungsaufnahme 55 W 100 W
Abmessungen 551 x 340 x 135 mm 585 x 367 x 145 mm
Gewicht 7 kg 13,8 kg
Preis ca. 700 DM 1800 DM
Bemerkungen an TT-SCSI und Falcon-SCSI problemlos, ebenso am Link II-Adapter;Probleme an einigen Hostadaptern für den DMA-Port des ST sehr "gutmütiges" SCSI-Geräts; keine Probleme mit Hostadaptern am DMA-Port des ST
NOVA-Treiber ST(e), TT, Falcon, alle Auflösungen, unter stützt GDPS, Vorschaufenster Helligkeits- und . Kontrastregelung, Gammakurven, Dithermuster, Bereich scannen, invertieren, Scanmodi: SW, Raster, Graustufen, True Color, u.v.a. Preis jeweils DM 199,

Tabelle 2: Scanner und Treiber im Überblick

Leider liegt auch das Scangeräusch hörbar im oberen Dezibelbereich. Die physikalische Auflösung des Scanners beträgt 400 x 400 dpi, softwaremäßig kann bis 1600 dpi interpoliert werden. Der ScanJet läuft in allen Modi im One-Pass-Verfahren, auch bei 24 bit Truecolor. Somit ist er im Vergleich zum MUSTEK ein regelrechter Sprinter. Ein automatischer Vorlageneinzug ist separat erhältlich, wird aber derzeit vom NOVA-Treiber nicht unterstützt. Das Kapitel Bildbeeinflussung verlagern die HP-Leute stärker auf die Seite der Software. Der Scanner hat nur vier recht mittelmäßige Dithermodi eingebaut. Wer viel rastern muss, verwendet aber ohnehin Programme mit flexiblen Dithermatrizen. Gammakurven muss man dem Scanner per Download "beibringen", was die NOVA-Software auch recht wirkungsvoll bewerkstelligt. Recht gutmütig verhält sich der Scanner am SCSI-Bus. Er hält das Übertragungsprotokoll sehr genau ein und arbeitet daher auch mit dem "Problemadapter" Vantage am DMA-Port des ST tadellos zusammen. Mit dem HP Ilcx eingelesene Farbbilder wirken etwas weniger kräftig als die des MUSTEK, weisen aber eine gleichmäßigere Helligkeitsverteilung und eine höhere Detailtreue auf. An dunklen Bildstellen tritt auch hier ein leichter Blaustich zutage, wenngleich viel weniger störend als beim MUSTEK. Bilder von beiden Scannern wurden einem Werbegrafiker zur Begutachtung vorgelegt. Nach dessen Meinung hatten die HP-Bilder etwas mehr Reserven für eine professionelle Bildnachbearbeitung als die des MUSTEK (siehe auch Bild 2 und 3). Während des Tests konnte ich für kurze Zeit den neuen HP ScanJet 3c eines Bekannten mit dem NOVA-Treiber ausprobieren. Das Gerät bringt wesentlich weniger Gewicht auf die Waage als sein Vorgänger, arbeitet flüsterleise und mindestens genau so schnell wie sein "kleinerer" Bruder. Die 10-Bit-Wandler, die HP seinem Spitzenmodell spendiert hat, machen sich rein subjektiv durch eine brillantere, schärfere Bilddarstellung bemerkbar. Auch in der Auflösung hat HP mit physikalisch 600 dpi und interpoliert 2400 dpi noch zugelegt. Ich kann nicht verleugnen, dass sich der HP ScanJet 3c schnell zu meinem Traumscanner entwickelte. Leider musste ich das Gerät nach kurzer Zeit wieder seinem Besitzer zurückgeben.

Welcher Scanner für wen?

Die beiden NOVA-Treiber bereichern die bislang noch schmale Palette der für ATARI-Rechner geeigneten Scannermodelle. Die Kombination MUSTEK-Scanner und NOVA-Treibersoftware stellt eine der preiswertesten Flachbettscanner-Lösungen für den ATARI dar. Für knapp 900 DM erhält der engagierte Homeanwender ein Bilderfassungssystem, dessen Qualität sich sehen lassen kann. Allerdings muss der Anwender bei Farbscans sehr lange Scanzeiten in Kauf nehmen, und der Scanner verlangt an den ST-Modellen einen Hostadapter, der "hart im Nehmen" ist.

Die Interessenten für die HP-Scanner werden dagegen eher im professionellen Grafik-Business (Werbeagenturen, Druckereien) oder unter den anspruchsvollen Homeanwendern zu suchen sein. Erstere sind mit dem 3c-Modell sicher am besten bedient. Für eine hohe Scangeschwindigkeit bei sehr guter Bildqualität muss man zusammen mit dem NOVA-Treiber an die 2000.- DM für den IIcx berappen. Nach der Einführung des HP 3c werden die Preise für den IIcx sicher etwas fallen. Mit dem NOVA-Scannertreiber findet der in der PCund MAC-Welt gerühmte HP ScanJet nun auch Eingang in die ATARI-Szene.

Ein Hinweis für Experimentierfreudige, die ihren bereits vorhandenen Scanner mit der NOVA-Software ausprobieren wollen: Jeder Scannerhersteller kocht hinsichtlich der Kommandosprache sein eigenes Süppchen. Das bedeutet leider, dass Modelle verschiedener Fabrikanten praktisch nicht kompatibel sind. Die Treibersoftware muss exakt auf den jeweiligen Scanner abgestimmt sein. Die Firma Computerinsel ist nach eigenen Aussagen bereit, bei einer entsprechenden Anzahl von Kundenwünschen ihre Software auf andere Scanner anzupassen.
Heinrich Emmerl



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