Spiele-Test: Killing Impact

...oder „The return of Joust! 2000“? Erleben Sie mit „Killing Impact“ ein neues Spielprinzip mit guter Grafik und über 70 Minuten Musik.

Vor einigen Tagen erreichte uns aus Frankreich ein neues Falcon-Spiel namens „Killing Impact“ Zu unserer Überraschung erwartete uns nach dem Auspacken eine farbige Verpackung, die wiederum drei HD-Disketten sowie ein deutschsprachiges Handbüchlein enthielt. Nun, worum geht es denn bei „Killing Impact“? Eingangs (in der Titelzeile) wurde ja bereits erwähnt, dass sich in diesem Spiel einige Elemente des Hühner-Spieles „Joust!“ verbergen – aber auch Elemente des guten Jump’n Run kommen nicht zu kurz.

Als Fahrer oder auch Reiter eines Drahtrosses bewegen Sie sich in einem riesigen Labyrinth. Die Steuerung erfolgt wahlweise per Tastatur, Joystick oder Joypad. wobei man mit Hilfe des Feuerknopfes Düsen-Schübe gibt. Das Ganze gleicht einem „Pumpen“, da ein Düsenschub schnell nachlässt und der Held kurzfristig wieder an Höhe verliert. Eure Aufgabe ist es nun. das Labyrinth zu erkunden und Gegner auszuschalten, indem Ihr auf Monster springt bzw. landet. Je härter der Druck von oben, desto mehr Energie verliert der Gegner. Bei diesen Aktionen können Waffen wie z.B. Laser, Bomben, Leben usw. hinzugewonnen werden. Zerstört man einen Torwäcnter, öffnen sich neue Pforten, die Euch dem Ende eines Levels näher bringen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Level, die jeweils wieder in drei Spielebenen unterteilt sind. Pro Spielebene gibt es jeweils eine neue Hintergrundgrafik und Gegner. So befindet man sich anfangs im Dschungel, gelangt anschließend in die Wasserwelt und kann im weiteren Verlauf des Spieles sogar ins alte Rom zurück versetzt werden.

Bezüglich der technischen Daten hat das Spiel so einiges zu bieten:

Erfreulicherweise werden sowohl VGA- als auch RGB-Monitore unterstützt. Das Spiel bietet 256-Farben und ein butterweiches Scrolling in alle Richtungen. Erstaunlicherweise können manuell auch Kontrast sowie Farbwerte variiert werden, so dass jeder Spieler seiner Systemkonfiguration angemessen die optimale Grafik erreicht. Ein besonders herausragendes Feature von „Killing Impact“ ist die Musik, für die der DSP des Falcon bestens ausgereizt wird. D.h., dass er einerseits als Abspieleinheit für sog. MOD-Files (Musikstücke mit gesampleten Sounds) verwendet wird, andererseits aber in Echtzeit-Synthese Sounds erzeugt. Das Ergebnis ist relativ beeindruckend: Komplexe Musikstücke mit teilweise bis zu 20 Stimmen gleichzeitig und einer Gesamtlänge von über 70 Monitoren. Hinzu kommen die Soundeffekte wie z.B. Monstergeräusche usw. die dem Spiel entsprechend im Stereo-Raum verteilt werden.

Fazit

„Killing Impact“ ist mit Sicherheit ein interessantes Spiel mit einer interessanten Konzept- Komposition. Die Steuerung ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Besonders erfreulich ist, dass bis zu vier Spieler gleichzeitig spielen können, wobei die Düsen-Ritter sich dann gleichzeitig auf einer Bildschirmfläche befinden (müssen). Darüber hinaus stellt die automatische Landes-Spracherkennung der Software ein Novum auf dem ATARI-Sektor dar, wenngleich es ganz klar zu erkennen ist, dass die Programmierer alle Textpassagen ohne deutschsprachige Hilfestellung unter Verwendung eines Wörterbuches übersetzt haben. So kommt es gelegentlich zu erheiternden Wortverwechslungen. Alles in allem ist dieses Spiel für Fans dieses Genres durchaus empfehlenswert, gehört jedoch nicht zu den „...das darf in keiner Spielesammlung fehlen“-Games.
Helge Bollinger



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