Multiterm: T-Online-Software (ehem. BTX) von TKR

Mit dem Heranreifen von BTX über Datex-J zu T-Online hat sich in diesem Dienst der Deutschen Telekom nicht nur geschwindigkeitsmäßig etwas getan. Mit der Erhöhung der Datenübertragungsrate ist nun auch der Bezug von Telesoftware und ansehnlichen Grafiken in einem vernünftigen Zeitrahmen möglich. Ein Zugang zum Internet bietet den Teilnehmern die Möglichkeit einer weltweiten Kommunikation. (Siehe Bild 2) Das zumindest ist die Aussage des Betreibers und sicherlich nicht von er Hand zu weisen. Wer sich mit einem PC und Windows in den weltweiten Datenverkehr begibt, wird an dieser Stelle sicher mehr der weniger wissend mit dem Kopf nicken. Atari-Benutzer bewegen sich, was die Datenautobahn angeht, meist auf der Kriechspur. Grund genug, einmal zu schauen, ob die aktuelle Version des T-Online Decoders Multiterm Pro 3.0 der Firma TKR den zweiten Gang einlegt.

Installation

Für Neuerwerber das übliche Verfahren: Man erstelle einen Ordner mit klangvollem Namen und kopiere sämtliche Dateien hinein. Die Verzeichnisstruktur für ein sinnvolles Ablegen der empfangenen Daten wird mitgeliefert, so dass nur noch das Programm gestartet und konfiguriert werden muss. Bei der Modemkonfiguration stehen eine Reihe sinnvoller Werte für diverse Moderne in einem entsprechenden Verzeichnis bereit. Sollte das Eigene nicht dabei sein, legt man am Besten mit der Defaulteinstellung los, sollte eigentlich mit jedem Modem funktionieren. Die Einträge für den Login, wie Anschlußkennung und Passwort, müssen selbst eingetragen werden (logisch). Damit ist die Installation durchgeführt und es kann losgehen. Für Updater ist es noch einfacher. Hier müssen nur die alte Programmversion und die RSC-Files durch die neuen ersetzt werden. Außerdem muß man die Abschaltung von Datenkompression und Fehlerkorrektur aus dem Anwahlstring entfernen.

Was ist neu?

Nicht neu ist schon ‘mal das Erscheinungsbild. Den Aufsteiger von einer kleineren Version erwartet eine vertraute Umgebung. Doch die Schätze liegen im Verborgenen. Im Gegensatz zu früheren Versionen, bei denen eine maximale Datenübertragungsrate von 19200 Bit/s möglich war, sind nun sogar 115200 Bit/s drin. Bedingungen für die Datenflut: ein passendes Modern und HSMODEM ab Version 4 im AUTO-Ordner (HSMODEM ist ein Programm von Harun Scheutzow und bewirkt eine optimale Funktion der seriellen Schnittstellen). Damit ist auch eine 28800er-Verbindung mit T-Online kein Problem. Weiterhin ist es nun möglich auch Software im FIF-Format zu laden. Es handelt sich dabei um ein Format, das von einigen Anbietern für Telesoftware und Foto-BTX benutzt wird. Dabei sind wir auch schon beim nächsten Stichwort: Foto-BTX. Üblicherweise als GIF oder JPG verschickt, stellte die Darstellung solcher Bilder bis- her ein Problem dar. Multiterm Pro bedient sich ab der Version 3.0 anderer Programme, um die Grafiken in voller Pracht zu präsentieren. Es handelt sich dabei um die Sharewareprogramme GEMVIEW von Dieter Fiebelkorn oder ZEIGSMIR von Rosin Datentechnik. Sollen die empfangenen Bilder sofort gezeigt werden, muß eines dieser Programme als ACC installiert sein. Selbstverständlich muß auch Multiterm wissen, dass es sich bei den eingehenden Daten um ein Bild handelt. Deshalb ist der Menüpunkt „Foto-Btx“ hinzugekommen. Dort lassen sich bis zu zwölf Dateiendungen eintragen, anhand derer das Programm ein Foto/Bild erkennt und den Viewer aufruft. (Siehe Bild 2)

Was fehlt?

Wie eh und je decodiert Multiterm nur die empfangenen CEPT-Daten, alles was unter dem neuen, höher auflösenden Standard KIT über die Leitung läuft, bleibt vorerst auf der Strecke. Derzeit ist die FA.TKR jedoch am Überlegen, ob dieser Standard nicht auch für die ATARI- Version nachgeliefert werden soll.

Fazit

Der zweite Gang ist offensichtlich nicht eingelegt, aber zumindest wurde im ersten schon ‘mal Gas gegeben. Bleibt zu hoffen, dass die Firma TKR die Atari-Benutzer weiter unterstützt und Multiterm Pro in der nächsten Version mit den Möglichkeiten ausstattet, die die Benutzung von T-Online noch interessanter machen. Denn auch Atari-Benutzer brauchen nicht nur ein Modem, sondern auch eine zeitgemäße Software.



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