Spezialdiskette 02/96

Viele unserer Leser baten uns, die Spezial-Diskette nicht nur Vielseitig zu füllen sondern auch genaustens zu erläutern. Schließlich ist dies für viele Anwender der einzige Weg, an neue PD- und Shareware-Software zu gelangen.

Deskpic

Das Bild auf dem Desktop
DeskPic soll den doch ansonsten trostlosen Desktophintergrund mit schmucken Bildern verschönern. Grundsätzlich läuft es auf allen Rechnern und unter allen Auflösungen, sogar mit Unterstützung der MatrixGrafikkarten (getestet).

Voraussetzungen

DeskPic sollte auf jedem ATARI-Computer der Serie ST/STE oder TT funktionieren. DeskPic funktioniert in allen uns bekannten Auflösungen, solange die Farbanzahl nicht 256 übersteigt. Zusätzlich dazu funktioniert DeskPic auch im TrueColor-Modus der Grafikkarten von z.B. Matrix und Spektrum, wobei als TrueColor-Format 24Bit-Targa-Bilder geladen werden können. Der Speicherverbrauch hierbei ist jedoch enorm. Das Programm "DESKPIC.PRG" installiert sich resident im Rechner. Die Kennung lautet in beiden Fällen "DEPI". Dabei wird der VDI-, BIOS- und (mittels der Datei "desk-pic.inf" wählbar) der GEMDOS-Vektor und der System-Vektor von etv_term verbogen. Das Accessorie "DESKPIC.ACC" ist das entsprechende Accessorie zu dem residenten Teil und kommuniziert mittels Cookie-Eintrag mit diesem. Zusätzlich zum Speicherverbrauch der Desk-Grafik werden ca. 15OKB für DeskPic selbst benötigt, woraus folgt, dass man für dieses Utility schon einiges an Speicher haben sollte.

Installation

Kopieren Sie die Datei DESK-PIC.PRG in Ihren Auto-Ordner. (Eine spezielle Reihenfolge der darin enthaltenen Programme ist nicht relevant). Das Accessory DESK-PIC.ACC sollte in das Verzeichnis für Ihre Accessories (In der Regel die Root von Laufwerk C). Booten sie Ihren Rechner neu (Kalt- oder Warmstart).

Probleme

Mit einigen Dateiformaten kann es zu Problemen führen, die sich darin äußern, dass sie unter einigen Auflösungen nicht geladen werden können. Ausnahmen sind hier die Dateiformate GIF87a, GIF89a und monochrome IMGs, welche in jeder Auflösung ladbar sind, in der DeskPic funktioniert. Farbige GIF-Bilder werden im monochromen Auflösungen gedithert dargestellt, wobei die Qualität jedoch nicht sehr berauschend ist. Wir empfehlen in solchen Fällen das GIF-Bild mit einem anderen Programm zu dithern und in ein monchromes IMG-Bild zu wandeln. In Auflösungen mit 4 oder 16 Farben werden GIF-Bilder grundsätzlich in Graustufen dargestellt, wenn die Anzahl der darin enthaltenen Farben größer ist als die darstellbaren Farben. Farbige IMGs, sogenannte XIMGs, können lediglich in Auflösungen mit der gleichen Farbanzahl oder Auflösungen mit einer größeren Farbanzahl dargestellt werden. Farbige DEGAS-Bilder und Neochrom-Bilder können nur in der Auflösung dargestellt werden, in der sie erzeugt wurden oder in Auflösungen, die eine gleiche Farbanzahl aufweisen. Targa Bilder werden lediglich im TrueColor-Modus der Farbgrafikkarten von Matrix oder Spektrum im Echtfarbformat dargestellt In den Farbmodi mit bis zu 8 BitPlanes werden die Targa-Bilder in Graustufen und im Monochrommodus werden diese gedithert dargestellt. Bei nicht genügend vorhandenem Speicher kann es vorkommen, dass einige Bilder nicht geladen werden können, da einerseits der temporäre Speicher für diese Bilder nicht angelegt werden kann oder für ein transformieren vom Standardformat in das geräteabhängige Format des VDI kein Speicher mehr vorhanden ist Der erste Fall kann bei STAD-Bildern, der letze Fall bei GIF-Bildem auftreten und beide Fälle können bei XIMG-Bildern auftreten. Programmiert von:

Norbert Marschalleck
Ehrenpfortensteig 4
Berlin

DiskList

DiskList dient dazu, die Inhaltsverzeichnisse von vielen Disketten einzulesen, um dann irgendwann einmal rauszukriegen, wo ein File denn nun steckt. Dazu werden Librarys (xxx.DIR) angelegt, welche die Informationen enthalten und die dann am besten auf der Harddisk gelagert werden, um so schnell zugreifen zu können. Außer Disketten können natürlich so viele andere Laufwerke eingelesen werden.

Bedienung

DiskList läuft als Accessory auch als Applikation. Nach dem Start wird das Dialog-Fenster geöffnet, in dem alle Vorgänge per Maus ausgelöst werden können. Genausogut kann man auch alles mit der Tastatur machen.

Einlesen

Mit "Einlesen" werden neue Disketten (oder allgemein: Laufwerke) zu der Library hinzugefügt (oder ersetzt, falls die Diskette schon vorhanden war). Zur Unterscheidung der Disketten werden die Bytes 3 bis 12 des Boot-Sektors herangezogen, welche normalerweise die Bezeichnungen "Filler" für einen sechszeichigen (d.h. aus 6 (in Worten: sechs) Zeichen bestehenden) Disketten-Namen und "ID" für eine drei Bytes lange Kennung tragen. Außerdem wird nach dem Volume-Label gesucht. Diese ganzen Informationen werden nun angezeigt und der Benutzer bekommt die Gelegenheit, einen für ihn besser geeigneten Namen (z.B. die ersten 32 Zeichen der Beschriftung) einzugeben. Falls ein NeoDesk-Dateiname vorhanden war, so wird dieser voreingestellt. Ist die \DISKLIST.DAT im Wurzelverzeichnis vorhanden, so wird auch dort nach einem Namen gesucht (s.u.). War diese Diskette nun schon in der Library, so wird sie nun ersetzt, anderenfalls angefügt. Es kann Probleme geben, falls zwei Disketten die gleiche ID haben (z.B. meine Harddisk-Partitions). Dann sollte man am besten den Disketten/Laufwerken unterschiedliche Labels geben. War noch kein Label vorhanden, so kann ein neuer eingegeben werden, welcher auf die Diskette geschrieben wird. Die Diskette sollte nicht schreibgeschützt sein, da sonst gar nichts geschrieben wird (werden kann).

Exportieren

Es können alle bzw. alle selektierten Dateien exportiert werden: Das Format ist: "Filename", length, "Datum", "Zeit", "Path name", "Disketten Name", "Label" Jede Datei belegt eine Zeile. Die Felder sind in >"< eingeschlossen (bis auf die Länge) und durch :"< ge trennt. Als erste Zeile wird: file, length, date, time, path, diskname, disklabel ausgegeben, also die Feld-Namen. Dieses Format wird von vielen Datenbanken unterstützt und sollte daher ausreichen. Darüberhinaus bietet dieses Programm natürlich viele weitere Funktionen, die jedoch in der beiliegenden ASCII-Datei genaustens erläutert werden.

Programmiert von:

Peter Seitz
Robert-Koch-Str. 6 
63225 Langen

True Colour FLI-Player (Falcon)

FLI-TC32 ist ein schneller Abspieler für Animationen im .FLI-Format, damit man sich die Animationen auch mal in Originalgeschwindigkeit ansehen kann...

Systemvoraussetzungen:

Das Programm läuft in allen HiColor-Auflösungen (Atari nennt es gerne True Color) ab 320x200 Punkten, allerdings nur auf 68020/030/040-Rechnern mit Falcon-Videohardware.

Vorteile:

Der Player ist schnell; die meisten Animationen laufen in Onginalgeschwindigkeit, d.h. genauso schnell wie auf einem 486er-Kompatibel, alle getesteten Animationen laufen fehlerfrei. Es lässt sich über Kommandozeile steuern (Wiederholung und Synchronisation mit dem VBL (Vertical Blank interrupt), d.h., es lässt sich als Icon installieren. Dann einfach einen Film draufziehen und ab geht es... Das Programm läuft in jeder ausreichend großen Hicolor-Auflösung, auch mit Screen Blaster und NVDI.
Einschränkungen: Der Player ist kein GEM-Programm, schreibt direkt in den Bildschirmspeicher und dürfte deshalb Probleme mit MultiTOS haben.

Bedienung:

Der Player läßt sich ganz normal als Programm starten, dann erscheint eine Dateiauswahlbox und man kann eine beliebige .FLI-Datei auswählen oder man installiert FLI-TC32.PRG als Icon.

Installation:

Wir empfehlen, FLI-TC32.PRG als Icon auf das Desktop zu ziehen und im - Menü über folgende Einstellungen zu machen (vorher Icon selektieren (dazu einmal anklicken):
Standardverzeichnis:
Anwendung
Startparameter:
Voller Pfadname Gegebenenfalls kann man noch über ein anderes Icon und einen anderen Namen wählen (Vorschlag: FLI-Player). Nun noch einmal , dann vergewissern, dass man in einer HiColor-Auflösung ist, und einfach mal eine Animation auf FLI-TC32.PRG ziehen...

Programmiert von:

Sven Bruns
Wörthstr. 44
24116 Kiel

Music-Analyzer

Music Analyzer ist ein Musikanwender-Programm für den Falcon und dient zur Anzeige der Eingangssignale in Form eines Spektrum-Analyzers. Es verwertet die eingehenden Audio-Signale mit Hilfe des DSP. Es berechnet ein 14-Band Spektrum für beide Kanäle. Auf dem Bildschirm sind zudem zu jedem Kanal ein VU-Meter und ein Oszilloskop sichtbar. Das Programm läuft auf allen Falcon (auch MultiTOS) mit VGA- und RGR Monitoren und unterstützt auch den Betrieb am Fernseher. Die Bildwiederholrate beträgt 40 Bilder/s, was aber auch von der Eingangsbelastung abhängt. Für Programmierfans und Softwarebastler sind dem Programm auch die gesamten Quelltexte (Assembler und Pascal) zum Kompilieren der Software beigefügt. Programmiert von: Roel von de Kraats Beekweg 103881 LH Puflen The Netherlands email: rktaats dds.nl

VGA-Patch v1.0

für Falcons mit VGA
Man kennt das Problem als F030-VGA-Anwender:
Demos und/oder Spiele laufen in der Regel immer nur auf RGB-Bildschirmen. Auch vielen ST/E-Spielen lastet dieses Manko an. Manchmal ist es zusätzlich ärgerlich - so man NVDI benutzt - dass man für viele Spiele diesen VDI-Beschleuniger deaktivieren muss, damit sie korrekt laufen. VGA-Patch ist zwar kein Allheilmittel dagegen, es kann aber durchaus sein, dass einige Programme dadurch auch für VGA-Anwender benutzbar werden.

Entstehungsgeschichte

Basierend auf einer Diskussion in atari.f030 (@MausNet) ist nun ein kleines GEM-Programm entstanden, das z.B. "Towers", "DynaBust", "Berzerk", "Larry 3" oder "PacMan for E's" VGA- und NVDI-fest machen kann.

Funktionsweise

VGA-Patch sucht im Programmcode nach verschiedenen Methoden, die die Auflösung umschalten. Werden derartige Stellen gefunden, versucht VGA-Patch diese zu patchen, da bei VGA-Monitoren einige Flags nicht richtig abgearbeitet werden, was dann zu den bekannten Fehlern führt. Konsequenz 1: Die Setscreen-Routine verläuft im Sande (NOP)...
Konsequenz 2: Man muss die geforderte Auflösung selbst vom Desktop aus einstellen (meistens ST-LOW (32020016)).
Konsequenz 3: Probieren geht über Studieren!

Anwendung

Der Programmstart auf TOS-Maschinen sollte bekannt sein. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, direkt eine Datei vom Desktop aus auf das VGAPATCH.PRG-Icon zu ziehen, da die KommandoZeile ausgewertet wird.

Programmiert von:
unbekannt

Splitter

Der Dateien-Splitter
Splitter entstand aus dem Wunsch, größere Dateien, z.B. einen Scan, auch auf Disketten speichern zu können, um diese bequem von einem zum anderen Rechnersystem transportieren zu können. Je nach Umfang kann eine solche Datei zwar auch gepackt werden, doch für sehr große Dateien erscheint es sinnvoller, die Möglichkeit zu schaffen, eine Datei aufzusplitten und auf mehrere Disketten zu verteilen, um diese dann auf anderen Computern wieder zusammenzufügen. Splitter wird auf dieser Spezialdiskette für folgende Rechnersysteme 2 Verfügung gestellt: ATARI ST, MS-DOS, OS/2.
Damit ist es also auch möglich, eine auf dem ATARI gesplittete Datei anderen Rechnersystemen einzulegen und umgekehrt.

Bedienung

Im Hauptdialogfeld können grundsätzlich sämtliche relevanten Werte eingestellt werden. Die maximale Blockgröße können Sie entweder manuell (in Bytes) eingeben, oder Maus einstellen. Blockgrößen können von 1024 bis 9999999 Bytes eingestellt werden. Wenn Sie anschließend auf "SPLIT" drücken, können Sie im Fileselector aussuchen, um welches Programm es sich handelt, das Sie splitten möchten. Dieses File wird anschließend entsprechend der maximalen Blockgröße gesplittet. Ein File kann durch das "BUILD"-Feld wieder zusammengestellt werden. Die Endung der Splitting-Files lauten "*.000". Mittels eines Fileselectors kann das entsprechende File gesucht werden.

Programmiert von:

Stuart Coates & Mark Matts
66 Telford Way, Leicester
LE5 2LX England

GDPS - Scannertreiber

Installation:

Das Programm gdps_sc.prg kann entweder als Programm gestartet werden (nur unter Multitasking sinnvoll), oder in gdps_sc.acc umbenannt und auf das Bootlaufwerk kopiert werden. Wird es als Acc betrieben, steht das Menü nicht zur Verfügung, was aber kein Beinbruch ist, da alle Funktionen auch aus dem Status Dialog heraus aufgerufen werden können. Das RSC File muss bei ACC Betrieb natürlich auch auf das Bootverzeichnis kopiert werden!!! Nicht vergessen, sonst braucht man eine Bootdiskette, um wieder an die Platte zu kommen. Die INF Datei sollte auch mitkopiert werden, was aber nicht zwingend notwendig ist, da man sich auch seine eigene INF Datei erstellen kann. Der Hypertext gdps_sc.hyp kann mit ST-GUIDE gelesen werden. Ist ST-GUIDE richtig installiert und der Text in dem "Guides" Verzeichnis, dient dieser Hypertext als Online-Hilfe. Mit den HELP Buttons in den Dialogen oder der HELP-Taste kann man sich so immer Rat holen.

Programmiert von:

Ulrich Röhr
Gustav-Adolf Str. 13
63452 Hanau


Links

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