EDV-Lexikon

Parität - Dieser Begriff gehört in den Bereich der Datenübertragung oder Datenfernübertragung (DFÜ). Sogenannte Paritätsbits werden bei der Übertragung an die Datenbits jedes zu übertragenden Zeichens oder Bytes zusätzlich angeknüpft. Diese Bit wird in jedem Wort jeweils so gesetzt, dass die Summe der Einsen des Bytes stets eine gerade oder stets eine ungerade Zahl ergibt. Dies entspricht dann einer geraden oder ungeraden Parität (lat. Gleichstellung). Welche Parität eingehalten werden soll, muss vor der Datenübertragung festgelegt sein. Der Empfänger der Daten kann dann einen Parity Check durchführen.

Parity Check - Beim Empfangen von übertragenen Daten mit gerader oder ungerader Parität werden einfache Bit-Übertragungsfehler, die zum Beispiel durch Störungen im Übertragungskanal entstehen und zu einer Verfälschung der übertragenen Bytes führen, durch einen Parity Check eindeutig erkannt. Da solche Übertragungsfehler häufig bei sehr schnellen Datenübertragungen entstehen, vermeidet der Computer durch den Parity Check, dass die falschen Daten im Computer gespeichert werden. Ein geeignetes Programm kann automatisch nochmal die fehlerhaften Daten beim Sender erfragen.

Partionieren - Die Zerlegung oder Aufteilung der Speicherkapazität einer Festplatte in mehrere logische Einzellaufwerke. So Kann eine Festplatte vom Computer in völlig verschiedene Festplatten eingeteilt werden.

Partition - Eine Partition ist ein abgegrenzter Teil, ein logisches Laufwerk, auf einer partitionierten Festplatte.

Pascal - Die neben Basic populärste Programmiersprache. Pascal ist eine sehr übersichtliche und systematische Sprache und wird daher auch zur Programmierausbildung bevorzugt. Sprungbefehle sind im Sprachumfang nicht enthalten, wodurch der Programmierer zu einem strukturierten Programmaufbau gezwungen wird.

Patch - Beim Patchen verändert man ein Programm. Es bezeichnet den Vorgang des Ausbesserns und Optimierens von Software. So kann man mit einem Patch Programme an einen Drucker oder an eine Grafikkarte anpassen.

PC - Unter diesem Kürzel vereint man Computer die ganz oder teilweise mit den von IBM auf den Markt gebrachten kompatibel sind. Die Abkürzung steht für Personalcomputer. Dieser Computer steht seinem Benutzer persönlich zur vollen Verfügung.

PCM - Pulse Code Modulation ist eine Technik zur Umwandlung analoger digitaler Signale.

PD-Software - Steht für Public-Domain-Software. Programme sollen für jedermann leicht zugänglich gemacht werden. Dazu gehört, dass PDSoftware in der Regel nicht kopiergeschützt ist und frei ausgetauscht werden kann. Die Software stammt überwiegend aus Universitäten und staatlichen Forschungsanstalten, aber auch von privaten Programmierern, die die Programme der Allgemeinheit umsonst oder gegen einen Unkostenbeitrag zur Verfügung stellen.

Performance - Bezeichnet die Leistung, die der Computer einem Benutzer zur Verfügung stellt. Welche Performance hinter einem System steckt lässt sich zwar in konkreten Zahlen ausdrücken, ist aber in der Wertigkeit von den Bedürfnissen des Benutzers abhängig.

Peripherie - Als Peripherie bezeichnet man alle an einem Computer angeschlossenen Geräte, die zur Eingabe, Ausgabe oder Speicherung von Daten eingesetzt werden. Die wichtigsten Peripheriegeräte sind Drucker, Monitor, Diskettenlaufwerk.

Piezo - Das Wort Piezo ist eigentlich eine Abkürzung und hat sich für ein elektroakustisches Bauelement eingebürgert, dessen Hauptbestandteil eine Keramik aus piezoelektrischem Werkstoff ist. Das bedeutet, dass dieser ähnlich einem Lautsprecher beim Anlegen an eine niederfrequente Wechselspannung durch' Deformation (Verformung) Schallwellen abgeben kann. Zu dünnen Scheiben verarbeitet, findet er Platz in Digitaluhren und Computern. Mann kann einen Piezo-Kristall auch durch Verformung zum Abgeben einer Spannung bringen.

QBasic - Kurzform für Quick Basic. Dies ist ein Basic-Interpreter, der zum Lieferumfang des Betriebssystems MSDOS ab Version 5.0 gehört. QBasic ist eine etwas abgespeckte Version von Quick Basic 4.5, dem von der Firma Microsoft angebotenen Basic-Compiler. Gegenüber Quick Basic fehlt die Möglichkeit, ausführbare Dateien zu erzeugen - zum Betrieb eines Programmes ist daher Quick Basic erforderlich. Außerdem fehlen einige maschinennahe Funktionen, z. B. eine Aufrufmöglichkeit von Interrupts.

QEMM - Kurzform für Quarterdeck Expanded Memory Manager. Ein Speichermanager für PCs der Firma Quarterdeck, welcher die Gerätetreiber EMM386.EXE und HIMEM.SYS aus dem Lieferumfang von MS-DOS ersetzt und bei 386er PCs und höher EMS-Speicher und/oder XMS-Speicher zur Verfügung stellt. Durch Verwendung der Technik Stealthing kann QEMM mehr DOS-Speicherplatz zur Verfügung stellen als MS-DOS.

Quellcode - Andere Bezeichnungen dafür sind Primärprogramm oder Quellenprogramm. Ein in einer symbolischen Programmiersprache vorliegendes Programm, welches erst durch die Übersetzung durch einen Compiler in ein Objektprogramm verwandelt wird. Erst der Objektcode kann vom Computer ausgeführt werden.

Querformat - (Englisch: landscape). Bezeichnet wird damit das Bedrucken einer Seite parallel zu ihrer Länge. Es ist das für Bildschirme übliche Format.

Queue - Englische Bezeichnung für Warteschlange

Quick Time - Ein Multimediasystem für Apple, Macintosh. Das von Apple entwickelte System kann Bildsequenzen zu Bewegtbildern zusammenstellen und mit Ton versehen.

Qwerty-Tastatur - Eine Tastatur für den englischsprachigen Raum. Die Bezeichnung wurde aus den ersten 6 Buchstaben der obersten Buchstabenreihe gebildet.

Qwertz-Tastatur - Eine Tastatur für den deutschsprachigen Raum. Die Bezeichnung wurde aus den ersten 6 Buchstaben der obersten Buchstabenreihe gebildet. Y und Z sind vertauscht, einige Sonderzeichen sind hinzugekommen.

RAL - Kurzform für Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung. Dieses neutrale Institut vergibt u. a. auch Gütesiegel für Software.

RAM-Disk - Ein Laufwerk, das im Arbeitsspeichereingerichtet wird. Alle Laufwerkelemente werden durch Software simuliert, so dass man eine RAM-Disk genauso handhaben kann wie ein reales Laufwerk. Eine RAM-Disk hat den Vorteil, dass physikalische Zugriffe darauf schneller sind als z. B. auf einer Festplatte. Die Zugriffszeiten auf RAM-Chips sind erheblich niedriger als Zugriffszeiten auf eine Diskette. Der Nachteil ist jedoch, dass beim Ausschalten des Computers - bei vielen RAM-Disks auch durch Reset - der Inhalt gelöscht wird. Daher ist es erforderlich, den Inhalt, der erhalten bleiben soll, vorher auf einem magnetischen Laufwerk, z. B. auf der Festplatte, zu sichern. Bei MS-DOS kann man in der Regel mit dem Gerätetreiber RAMDRIVE.SYS eine RAM-Disk einrichten, bei OS/2 mit dem Gerätetreiber VDISK.SYS. Auf den meisten anderen Computern kann man auch eine RAM-Disk installieren. Eine Weiterentwicklung der RAM-Disk ist der Disk Cache, der die Vorteile von RAM-Disks (schneller Zugriff) und magnetischen Laufwerken (dauerhafte Sicherung) vereint. Der Disk-Cache hat aus diesem Grund die RAM-Disk größtenteils abgelöst.

Random-Access Memory - Langform für RAM

Rasterung - Die Schattierung von Grafiken oder Texten mit Hilfe von Grauwerten. Man unterscheidet dabei unterschiedliche Rasterformate.

Raubkopie - Die Kopie eines Software-Programmes wird als Raubkopie bezeichnet, wenn sie das Urheberrecht (Copyright) des Autors oder Herstellers verletzt. Sicherheitskopien sind keine Raubkopien, solange sie nicht verbreitet werden. Der SoftwareIndustrie enststeht nach eigenen Angaben durch Raubkopien ein erheblicher Verlust. Alle Versuche, die Produkte durch einen Kopierschutz gegen das unberechtigte Vervielfältigen zu schützen, waren bis jetzt erfolglos.

Raytracing - Bezeichnung für die Erzeugung realistisch wirkender, dreidimensionaler Grafiken. Bei der Berechnung derartiger Grafiken stellt sich folgende Problematik: Ein Objekt wird nur dann sichtbar, wenn das von ihm reflektierte Licht vom Auge wahrgenommen wird. Das reflektierte Licht hängt wesentlich von der Anzahl, Position und Intensität der einzelnen Lichtquellen ab, auch von der Oberfläche des Objekts. Ein Objekt besitzt keine Farbe, sondern absorbiert je nach Beschaffenheit der Oberfläche einen bestimmten Teil des Lichts. Sichtbar wird dann das vom Objekt reflektierte Licht, das gleichzeitig den vom menschlichen Auge wahrgenommenen Farbeindruck bewirkt.

Read Error - Ein Fehler, der beim Übertragen von Daten von einem peripheren Speicher in den Arbeitsspeicher des Computers auftritt. Sind die Daten in einem Code gespeichert, der die Erkennung von Fehlern ermöglicht, so ist es manchmal möglich, den Fehler zu erkennen oder zumindest die Übertragung der Daten zu verhindern. Ansonsten ist mit fehlerhaften Programmierergebnissen zu rechnen oder sogar mit dem Absturz des Programms.

Read-only - Englische Bezeichnung für schreibgeschützt

Read-Only-Memory - Langform für ROM. Ein Speicherchip, dessen Daten nur gelesen werden können und unveränderbar sind. ROMs sind vor allem zur Speicherung des Grundsystems eines Rechners im Einsatz, wobei die Daten vom Hersteller in den ROM eingebrannt werden. Der Speicherinhalt der ROMs bleibt nach der Abschaltung der Betriebsspannung erhalten.

Real Time Processing - Englische Bezeichnung für Echtzeitverarbeitung

Recherche - Bezeichnung für die Suche in Datenbanken

Recording - Englisches Wort für Aufzeichnung, die Umsetzung elektrischer Signale in eine statische Form, beispielsweise deren Aufzeichnung auf Magnetplatten.

Redundanz - Überfluss an Informationen. Überflüssige Daten, die bereits übermittelt wurden oder keinen wirklichen Wert besitzen, sind redundant. Das kann in der EDV jedoch auch positiven Charakter aufweisen. So etwa wird zur Datensicherung mit doppelt vorhandenen, also redundanten Dateien gearbeitet. Wichtige Dateien werden von einer Festplatte auf einen anderen Datenträger - z. B. eine Diskette - kopiert, so dass man auf die Kopie zurückgreifen kann, wenn das Original zerstört wird. Ein weiteres Beispiel stellt die Plattenspiegelung dar, bei der in einem Netzwerk der gesamte Datenbestand des Servers parallel auf zwei Festplatten ständig auf dem laufenden gehalten wird. Auch bei der Datenübertragung per DFÜ spricht man von Redundanz.



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