Panther, Star Blade (XL)

Neuheiten für die 8-Bit-Ataris sind rar gesät. Eines der wenigen Software-Häuser, die weiterhin ihr Atari-Programm aufrechterhalten und ausbauen, ist die Firma Mastertronic. Ihr neuestes Werk "Panther" tritt in die Fußstapfen von Klassikern wie "Choplifter" und "Blue Max". Außerirdische Invasoren haben den Planeten Xenon überrannt. Aufgabe des Spielers ist es nun, auf dem Rückflug zu seiner Heimatbasis Überlebende mit seinem Raumschiff vor den Angreifern zu retten. Der Weg führt durch eine scrollende 3-D-Landschaft (Wüste, Meer, Städte). Ein Schatten unter dem Raumschiff hilft bei der Bestimmung der Flughöhe. Kollisionen mit Aufbauten oder einem der zahlreichen Gegner kosten eines der fünf Bildschirmleben.

"Panther" bietet eine durchschnittliche Grafik und ein auf Dauer langweiliges Spielprinzip. Positiv fällt die Hintergrundmelodie von Sound-Zauberer David Whittaker auf, der ja bereits eine Reihe von 8- und 16-Bit-Spielen von Mastertronic musikalisch untermalt hat. Wer unbedingt ein neues, schwieriges Ballerspiel für seinen Atari haben möchte, sollte sich "Panther" einmal anschauen. Allen anderen sei jedoch geraten, lieber das gute alte "Drohzone" aus der SoftwareKiste zu holen und sich damit auszutoben. Allerdings ist "Panther" mit 8 DM bis 10 DMauch wieder recht preisgünstig.

Titan Khyber droht, die Erde mit seiner großen Roboterarmee zu unterjochen, wenn ihm nicht ein gigantisches Lösegeld gezahlt und ein Sitz in der Regierung zugesagt wird. Die letzte Hoffnung der Erdbevölkerung ist Jax Stardo, ein ehemaliger Söldner, der nach einer mißglückten Rebellion sein Dasein in einem Gefängnis der Föderation fristet. Um seine einzige Chance auf Begnadigung zu wahren, muß er in Khybers Weltraumfestung eindringen und den Oberschurken beseitigen. Hilfe bei diesem Selbstmordkommando erhält er durch ein neu entwickeltes Ortungsgerät, das es ihm ermöglicht, Khyber aufzuspüren, ihn bei einem Fluchtversuch aber auch tötet.

Was hier wie der Plot für einen neuen Lucas- oder Carpenter-Film klingt, ist die Hintergrundstory zu "Star Blade" von Eletric Dreams. Der Spieler befindet sich auf der ersten von sieben Ebenen der Festung; einem ver trackten 3 D-Labyrinth. Das Anklicken der Menüzeile am oberen Bildschirmrand läßt verschiedene Fenster erscheinen, welche die Auswahl von Waffen oder anderen Gegenständen, die Aktivierung des Scanners oder die Bewegung in einen anderen Raum ermöglichen. Der untere Rand gibt Auskunft über die Lebensenergie und den Status der Laserbatterien und Schutzschilde.

Mit Hilfe des Scanners erhält man Informationen über benachbarte Räume; auch erfährt man so, ob der Weg in eine Richtung frei ist oder mit einem von Khybers Droiden zu rechnen ist. Bei einer Begegnung folgt ein Duell in bester Wildwest-Manier. Jeder der Droiden verfügt über besondere Eigenschaften und erfordert verschiedene Waffen und Kampftaktiken. Manche Räume in der Festung enthalten gute oder böse Überraschungen. Verbandskästen, Energiespeicher und Reparatursets erleichtern das Weiterkommen; Fallen hingegen bereiten dem Spiel ein schnelles Ende. Wer keine Karte zeichnet, ist in dem großen Raumschiff bald verloren.
"Star Blade" erinnert stark an das ST-Spiel "Slaygon", ist aber durch die Action-Sequenzen auch für Adventure-Muffel empfehlenswert. Das Programm kostet zwischen 35 und 45 DM.

"Panther":
Hersteller: Mastertronic
Bezugsquelle: Diabolo

Wertung: 3

"Star Blade":
Hersteller: Electric Dreams
Bezugsquelle: Fachhandel

Wertung: 1


Frank Emmert



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