Fusion (ST): Ballern und knobeln

Dieses Game gehört nicht zu den Ballerspielen, bei denen die einzige Leistung darin besteht, unentwegt den Feuerknopf zu drücken. In "Fusion" stecken auch strategische Elemente. Dafür ist die Hintergrundgeschichte aber ebenso hohl wie die aller Ballerspiele.

Als Superheld sind Sie mit Ihrem Raumschiff der einzige, der es vermag, die Galaxie zu retten. Irgend jemand hat nämlich Teile einer Bombe verstreut, die Sie wieder einsammeln müssen. Die einzelnen Stücke finden Sie in 13 Landschaften. Mit dem Joystick steuern Sie gleich zwei Weltraumvehikel: Mit dem Mutterschiff geht es ab in die Lüfte, und mit einem kleinen Panzer, der Ähnlichkeit mit einem Käfer besitzt, tuckern Sie über den Planeten. Der Panzer läßt sich übrigens an das Mutterschiff andocken. Dann können Sie mit beiden über den Planeten fliegen, es sei denn, Sie treffen auf eine Mauer. Diese läßt sich nicht überfliegen.

So zuckeln Sie nun also über die Planeten und suchen nach den Bombenstücken. Jeder dieser Himmelskörper erstreckt sich über mehrere Bildschirme. Das vertikale Scrolling ist ein bißchen ruckelig; die vielen Feinde kann man aber trotzdem erkennen. Da fliegen beispielsweise achteckige Ufos durch die Gegend, und Amiga-Mäuse (ohne Kabel) fahren auf dem Planeten herum und stören den Panzer bei seinen Suchaktionen. Am gefährlichsten sind aber die Raketen, die hinter dem Mutterschiff herjagen. Diese Biester lassen sich nicht abschießen; man kann ihnen nur ausweichen. Mit dem Panzer sind Ausweichmanöver leider nicht so leicht möglich. Fliegt eine Rakete auf ihn zu, kracht es garantiert.

Neben den Feinden bietet jede Landschaft noch eine Reihe von Feldern. Da gibt es z.B. welche, die Mauern abbauen, um an Bombenteile heranzukommen. Andere wiederum öffnen den Zugang zum nächsten Level. Außerdem existieren auch einige Bonusfelder, die Sie mit einem Schutzschirm ausrüsten oder Ihre demolierte Außenhaut reparieren. Der Zustand von Mutterschiff bzw. Panzer läßt sich in einem Balkendiagramm am oberen Bildschirmrand ablesen.

Grafisch stellt "Fusion" überdurchschnittliche Software-Kost dar. Das Programm bietet sauber animierte Objekte und herrliche Hintergründe. Nur das Scrolling hätte noch einen Schliff nötig. Besitzer eines doppelseitigen Laufwerks kommen beim Laden in den Genuß einer digitalisierten Titelmelodie. Sie bringt einen in Stimmung, kommt aber leider nicht ohne Rauschen aus.

An diesem Programm gefällt mir besonders, daß man nicht nur ballert. Man muß vielmehr auch ganz schön knobeln, um Schlüsselfelder zu finden, damit man in die nächste Landschaft oder an Bombenteile gelangt.

Fusion (ST)
Hersteller: Electronic Arts
Info: Rushware
Grafik 8
Sound 7
Motivation 7
Carsten Borgmeier



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