Atari-Spielereviews

Sprong

Ein schlichter Titel, der doch schon einiges verrät, ziert das Cover dieses Programms. Warum es "Sprong" heißt, wird sofort nach Erscheinen des ersten Spielbilds klar. Hauptdarsteller ist nämlich ein kleiner Kerl, der sich nur mit einem Hüpfstock vorwärtsbewegen kann. Pogostick nennt sich das Ding, auf dem er steht. Seine bzw. die Aufgabe des Spielers ist es, den goldenen Pogostick zu finden.

Die Steuerung des Hüpfstocks ist einfach. Eine Bewegung des Joysticks nach rechts oder links läßt ihn in die entsprechende Richtung springen, der gleichzeitige Druck auf Feuer sorgt für einen etwas größeren Hüpfer. Das war es auch schon.

Die leichte Bedienung bedeutet aber nicht, daß auch das Spiel einfach zu bewältigen ist. im Gegenteil, schon der erste von rund 50 Screens macht etwas Schwierigkeiten. Die Fortbewegung ist nämlich nur auf hartem Untergrund möglich, der hier aus kleinen Plattforen besteht. Dazwischen liegt das Nichts, das den Spieler eines seiner fünf Leben kostet.

In den folgenden Screens steigert sich der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich, indem nur manchmal Plattformen erscheinen und allerlei Gegenstände umherfliegen. Hinzu kommen verschachtelte Bilder, Lavaströme und einiges mehr. Meiner Meinung nach lassen sich nur mit viel Übung nennenswerte Punktzahlen erreichen. Zum Glück besteht die Möglichkeit, in verschiedenen Bildern Bonus-Sticks zu erwerben, was enorm hilft.
Die Grafik ist teilweise sehr gut. Der Sound nervt auf Dauer; er läßt sich aber abschalten. Alles in allem ist "Sprong" ein gutes Action-Spiel für alle, die nicht unbedingt Tiefgang suchen.

System: Atari 8 Bit
Hersteller: Red Rat
Bezugsquelle: Diabolo

Rolf Knorre

Space Lobsters

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Dieses Programm könnte zu deutsch "Hummer im Weltall" heißen, vielleicht aber auch die Bezeichnung "Die Hummer schlagen zurück" tragen. Die Gedanken des Programmierers scheinen sich in ähnlicher Richtung bewegt zu haben.

Die Hintergrundgeschichte klingt irgendwie bekannt. Tief im All liegt ein altes Raumschiff, das schonlange von niemandem mehr betreten wurde. Von dort kommt nun der Funkspruch eines sterbenden Space Lobsters. Ein Exemplar dieser Gattung wollten die Menschen schon immer einmal besitzen. Captain Crumble wird beauftragt, den Hummer zu beschaffen. Zu seinem Unglück wurden indem alten Wrack aber haufenweise Lobster-Eier abgelegt, aus denen sich inzwischen gefährliche Gegner der Menschen entwickelt haben.

Was jetzt kommt, ahnt sicher jeder Kenner von Action-Programmen. Der Spieler steht vor der Aufgabe, die Überreste des toten Lobsters zu bergen. Dabei muß er, um sein eigenes Leben zu schützen, alle auftauchenden Feinde mit dem Plasmastutzen eliminieren.

"Space Lobsters" ist also ein typisches Ballerspiel, kombiniert mit der Suche in einem großen Labyrinth. Außerdem müssen 14 Codes gefunden werden. ist dieses Ziel erreicht, kann sich der wagemutige Captain Crumble nämlich mit einer Rettungskapsel abseilen.

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Die Grafik kommt in diesem Programm etwas zu kurz. Die Darstellung des Raumschiffinneren nimmt nur knapp ein Drittel des Bildschirms ein; der Rest dient einigen Anzeigen, z. B. über den Sauerstoffvorrat. Meiner Meinung nach gibt es bessere Vertreter dieser Spielgattung.

System: Atari 8 Bit
Hersteller: Red Rat
Bezugsquelle: Diabolo

Stephan König

Crumble's Crisis

"Jetzt ist es passiert! Dreißig gefährliche Wuschels sind durch Deine Schuld aus dem Intergalaktischen, Zoo entlaufen und bewegen sich durch ihre telekinetischen Fähigkeiten irgendwo im Multiversum. Mach dich also auf den Weg und fang die Wuschels wieder ein."

So lautet die Story des neuen Programms von Red Rat. Das Multiversum, in dem sich die Wuschels verstecken, ist nichts anderes als ein riesiges Labyrinth aus Gängen und Räumen, in dem einige merkwürdige Dinge auf den Spieler und seine Figur, den Wuschelfänger, warten. Letzterer sieht übrigens gar nicht galaktisch aus, sondern besitzt eher ähnlichkeit mit Snoopy. Er kann laufen (besser gesagt, tippeln) oder per Druck auf die Feuertaste auch fliegen.

Hier beginnen aber bereits die Probleme. Schon bei leichtester Berührung mit der Decke oder einem Gegenstand verliert der Wuschelfänger ein Leben. Man muß also sehr gut aufpassen. Auch steht nicht viel Zeit für die Erkundung der einzelnen Räume zur Verfügung. Bereits nach wenigen Sekunden zucken Zeitblitze über den Bildschirm, die ebenfalls bald ein Leben kosten können. Da erscheint die Zahl von 30 einzufangenden Wuschels fast schon utopisch. Mit viel übung kommt man aber langsam ans Ziel.

Die Grafik von "Crumble's Crisis" ist recht gut gelungen. Vom Aufbau her gleicht das Programm klassischen Labyrinthspielen. Es läßt sich der guten Mittelklasse zuordnen. Freunde solcher Irrgärten werden allemal auf ihre Kosten kommen.

System: Atari XL/XE
Hersteller: Red Rat
Bezugsquelle: Leisuresoft

Rolf Knorre

Winter Olympics

Zu allen erdenklichen Sportarten werden inzwischen Programme angeboten. Neben vielen Einzelspielen erfreuen sich die Sammlungen der Sommer- und Winterolympiaden immer größerer Beliebtheit. "Winter Olympics" nennt sich jetzt auch ein neues Programm der Firma Tynesoft für die 8-Bit-Ataris. Um es gleich vorwegzunehmen, mir persönlich gefällt das Programm nicht besonders.

Folgende fünf Disziplinen kann man zur Übung oder im Wettbewerb durchspielen: Speed Skating, Ski Slalom, Ski Jump, Ski Downhill und Cresta Run. Es geht bei allen Sportarten immer nur darum, entweder durch wilde Joystick-Bewegungen Geschwindigkeit zu erzeugen oder leichte Kurskorrekturen vorzunehmen. Dies wird aber schnell langweilig.

Auch die Grafik ist nicht gerade überwältigend, wie unser Foto zeigt. Wer Spiele dieser Art noch nie gesehen hat, wird vielleicht zu Anfang Spaß daran haben, aber schon bald auf bessere Programme umsteigen.

System: Atari XL/XE
Hersteller: Tynesoft
Bezugsquelle: Leisuresoft

Stephan König



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