Rogue
 Grafik  71 ★
 Sound & Musik  4 ★
 Happy-Wertung  73 ★
Atari ST (Amiga, Macintosh, MS-DOS, CoCo) Rollenspiel
79 DM (Diskette)
Zufälliger Spielverlauf

Wie lange ist es her? Wie viele Generationen sind vergangen, seit ich unterwegs bin? Ich bahne mir meinen Weg durch unterirdische Gänge und Kammern die nur spärlich beleuchtet sind. Schon lange, bevor ich Die Erinnerung an die Sonne und den Wind verlor, vergaß ich meinen Namen. Nenne mich, wie Du willst. Ich bin der Rogue.«

Diese stimmungsvolle Einleitung weckt große Erwartungen. Das Computerspiel »Rogue« hat in der Tat seine Qualitäten. Es Es erzählt von der Suche eines einsamen Helden, der das heilige Amulett von Yendor finden will. Er muß 26 unterirdische Etagen durchqueren, das Amulett bergen und wieder an die Oberfläche zurück gehen; dann erst ist das Spiel gelöst.

Sie steuern den Titelhelden per Maus oder Tastatur durch die zahlreichen Kammern, die durch lange Korridore miteinander verbunden sind. In irgendeinem Zimmer findet man die Treppen, die eine Etage tiefer führen. Neben 26 Monster-Sorten, die man natürlich bekämpfen muß, liegen allerlei Gegenstände in der Gegend herum. Es gibt Schriftrollen mit Zaubersprüchen, Zaubertränke, Waffen, Nahrungsmittel, Zauberstäbe und einiges mehr. Die Wirkung der Sprüche und Tränke muß man selbst herausfinden.

Jedesmal, wenn man »Rogue« wieder spielt, wird alles per Zufall neu verteilt. Monster, Gegenstände und selbst die Aufteilung der Etagen werden immer wieder neu berechnet. Deswegen ist es unmöglich, das Spiel zu kartografieren. Es bietet jedesmal völlig neue Situationen. Lediglich die Steigerung des Schwierigkeitsgrades von Etage zu Etage bleibt immer gleich.

Außer Monster verhauen und mit Gegenständen herumexperimentieren kann man bei »Rogue« nicht allzuviel machen. Doch durch die zufälligen Ereignisse, das flotte Spieltempo und die farbenprächtige Grafik lockt das Programm immer wieder zu einem Spielchen. »Rogue« ist ein heißer Tip, wenn Sie ein unkompliziertes, abwechslungsreiches Rollenspiel suchen. Die ST-Version läuft übrigens nur mit einem Farbmonitor.

Heinrich Lenhardt

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