Leather Goddesses of Phobos
 Grafik  0 ★
 Sound & Musik  0 ★
 Happy-Wertung  88 ★
C64/C128 (Amiga, Apple II, Atari ST/XL/XE, Mac, PC, Schneider)

Wir schreiben das Jahr 1936 und befinden uns in Upper Sandusky im amerikanischen Bundesstaat Ohio. Sie stehen friedlich am Tresen ihrer Stammkneipe, als es plötzlich einen lauten Knall gibt. Sie erwachen in einer Gefängniszelle aus Ihrer Ohnmacht auf dem Mars-Mond Phobos und werden mit einer schrecklichen Tatsache konfrontiert: Die Leder-Göttinnen von Phobos planen eine Invasion der Erde!

Nachdem Sie aus Ihrer Zelle entkommen sind, treffen Sie einen anderen Gefangenen von der Erde. Er heißt Trent und hat einen Plan für eine Maschine gezeichnet, mit der man die Invasion verhindern könnte. Doch dazu braucht Trent acht recht merkwürdige Gegenstände. Darunter befinden sich ein Scheinwerfer eines Ford Jahrgang 1933, ein Telefonbuch von Cleveland und ein Foto von Jean Harlow. Auf der Suche nach diesen Gegenständen reisen Trent und Sie durch das ganze Sonnensystem und machen dabei die Bekanntschaft mit der bissigen Flora der Venus oder König Mitre vom Mars, der alles, was er anfaßt, in einen 45-Grad-Winkel verwandelt.

So eine ausgeflippte Adventurehandlung stammt natürlich aus dem Hause Infocom. Das neue Spiel läßt keine Gelegenheit aus, absolut alles ordentlich auf die Schippe zu nehmen. Eine (jugendfreie) Sex-Parodie darf auch nicht fehlen; das Programm kann sogar in drei Stufen gespielt werden. (Die wildeste ist nur Spielern über 21 Jahre zugänglich!)

Bei den Packungsbeilagen hat sich Infocom selbst übertroffen: Ein 3D-Comic (inklusive 3D-Brille) und eine Scratch'n Sniff-Karte liegen der Packung bei. An bestimmten Stellen werden Sie im Spielverlauf aufgefordert, an einem Feld der Karte zu kratzen und prompt steigt Ihnen ein zur momentanen Situation passender Geruch in die Nase.

Textadventures von Infocom waren schon immer ein besonderes Vergnügen, doch das nicht allzu schwierige »Leather Goddesses of Phobos« ist ein besonderer Knüller. Ein Muß für humorvolle Abenteuerspieler, die Englisch können.

Heinrich Lenhardt
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