| Grafik |
82 ★ |
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| Sound & Musik |
70 ★ |
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| Happy-Wertung |
77 ★ |
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C 64 (Schneider, Spectrum, C 16/+4, VCS7800)
Actionspiel
39 DM (Kassette)
59 DM (Diskette)
Schießlastiges Flugvergnügen
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Sowohl Flugsimulatoren als auch Actionspiele erfreuen sich derzeit hoher Beliebtheit.
Was macht das kluge Softwarehaus also? Es mischt diese beiden Genres und würzt
das Ganze mit Edel-Grafik und kriegerischer Handlung. Voilà, fertig ist der
potentielle Hitlisten-Stürmer.
Nach diesem Rezept wurde »Ace of Aces« gestrickt, ein Ballerspiel, das wie eine
Flugsimulation aussieht, aber recht wenig damit zu tun hat. Der Spieler schlüpft in die
Rolle eines englischen Bomber-Piloten, der im 2.
Weltkrieg den Deutschen mal zeigen darf, was eine Harke ist.
Es gibt vier Spielteile, die man beliebig zu einer Mission kombinieren kann:
Luftkampf gegen feindliche Kampfflieger und Raketen, die unterwegs nach London
sind. Außerdem darf man auch Bomben sprechen lassen: Im Tiefflug muß man über
Militär-Züge und U-Boote rauschen, um die tödliche Fracht abzuwerfen.
Die Aufmachung und grafische Präsentation läßt kaum Wünsche offen, Während des
Fluges ziehen Wolkenbänke mit
einem geschickten 3D-Effekt an der Maschine vorbei. Man kann auch einen Blick auf
den linken und den rechten Flügel werfen, Radar, Kompaß sowie eine Landkarte
beobachten und in den Bombenraum schalten. Die Sprites der Angreifer sind se-
henswert und ein stetes Motorbrummen sorgt für authentischen Sound, Bei der
getesteten Disketten-Version darf man sich sogar in eine Helden-High Score-Liste
eintragen, die gespeichert wird.
Als grafisch starkes Ballerspiel macht Ace of Aces eine gute Figur, obwohl der Reiz
der tollen Aufmachung ähnlich wie bei »Infiltrator«
nach einer Weile etwas nachläßt. Und dann wäre noch die unappetitliche Handlung,
die mal wieder etwas Weltkriegs-Mief in die Wohnzimmer befördert. Wem solche
moralischen Aspekte ziemlich egal sind und ein wirklich gut gemachtes Flieger-
Schießspiel sucht, wird von Ace of Aces entzückt sein. Da nachgeladen wird, ist die
Kassetten-Version nur mit guten Nerven zu genießen.

Heinrich Lenhardt