Tetris (Amiga)

Amiga (Atari ST, C 64, MS-DOS, Schneider CPC, Spectrum)
34 Mark (Kassette),
39 bis 69 Mark (Diskette)
Grafik 35 ★
Sound & Musik 61 ★
Happy-Wertung 86 ★

center Keine Automaten-Umsetzung, keine 30seitige Hintergrundstory, keine Extrawaffen: »Tetris« fällt etwas aus dem Rahmen. Es ist ein Spiel mit einer sehr einfachen Idee, das auch nicht durch grafische Feinheiten besticht. Es kann sich mit Sucht-Programmen wie »Shanghai« und »Boulder Dash« messen.

Das Spielfeld ist zu Beginn völlig leer. Dann fällt eine geometrische Figur nach der anderen vom oberen Bildrand herunter, es ist aber immer nur eine gleichzeitig unterwegs. Während die Figur nach unten schwebt, kann man sie nach rechts und links steuern und sogar um die eigene Achse drehen, bis sie schließlich am Boden des Spielfelds landet. Im Laufe der Zeit bildet sich so ein regelrechter Stapel von Figuren. Wenn er den oberen Bildrand erreicht, ist das Spiel beendet.

Wenn die Figuren eine horizontale Linie bilden (also das Spielfeld von links nach rechts ausfüllen), verschwindet diese Linie. Dadurch bekommt man nicht nur Punkte gutgeschrieben, sondern hat auch wieder mehr Luft, da das Spielfeld ein wenig schrumpft.

Wenn Ihnen das Spielprinzip ein wenig dünn vorkommt, dann urteilen Sie etwas voreilig. So einfach das Spiel auch sein mag, es macht schlichtweg einen Heidenspaß. Keine Runde ist wie die andere, da die Figuren per Zufall ausgewählt werden. Es gibt zehn Tempo-Stufen; bei der MS-DOS-Version kann man sogar die Anfangshöhe des Stapels bestimmen. Die Grafik des Spielfelds ist schlicht; dafür gibt es sehenswerte Titelbilder. Beim C 64 läuft während des Spiels ein tolles Musikstück mit Digi-Effekten; die Amiga-Version speichert wie die MS-DOS-Umsetzung die High Scores auf Diskette.

Tetris ist in jedem Fall eine Bereicherung jeder Spiele-Sammlung. Wenn's mal ein spannendes Denk- und Reaktionsspiel sein darf, sollte man sich das Programm unbedingt auf den Einkaufszettel schreiben. (hl)

Happy-Empfehlung:

Ebenso einfaches wie süchtig machendes Spiel, bei dem Schnelldenker auf ihre Kosten kommen. Schwierigkeit einstellbar.

Erste Hilfe:

Versuchen Sie, »glatte« Stapel ohne Löcher zu bilden; also zum Beispiel Quadrate aufeinander türmen (solange der Platz noch reicht). Hier hilft nur üben.


Heinrich Lenhardt



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