Falcon (MS-DOS)

Wenn jemand mit einem Piloten-Helm vor seinem PC sitzt, dann liegt das nicht an einer neuen, rasanten Textverarbeitung, sondern an »Falcon«, einer F-16-Kampfflug-Simulation für MS-DOS-Computer.

Wer einen ersten Probeflug mit dem Falcon unternimmt, wird schnell zum Handbuch greifen. Das Cockpit ist eine genaue Nachbildung eines echten Kampf-Jets und wimmelt daher nur so von Anzeigen und Instrumenten. Besonders komplex sind das »Head-Up-Display« und der Radar- und Computermonitor. Diese Instrumente zeigen manchmal bis zu einem Dutzend Informationen gleichzeitig.

Doch keine Angst; im Handbuch wird alles genau mit wenigen Worten und vielen Bildern erklärt. Uns lag nur ein englischsprachiges Handbuch vor, ein genauso ausführliches deutsches soll in Kürze folgen.

Langeweile kommt mit Falcon so schnell nicht auf; 15 recht unterschiedliche Missionen in fünf Schwierigkeitsgraden sorgen für monatelanges Spielvergnügen. Das Fluggelände ist dagegen recht klein und kann in wenigen Stunden komplett überflogen werden. Der Bereich der Missionen geht von heißen Luftschlachten mit Computer-Gegner +ber Bomben-Angriffe bis zur Verteidigung der eigenen Basis gegen eine feindliche Streitmacht. Man kann aber auch die Gegner ausschalten und Rundflüge mit akrobatischen Einlagen unternehmen.

Als besonderen Leckerbissen gibt es auch einen Zwei-Spieler-Modus. Hier werden zwei PCs über die RS232-Schnittstelle miteinander gekoppelt. Dann können zwei menschliche Piloten gegeneinander kämpfen. Die Computer-Gegner sind in diesem Modus ausgeschaltet.

Die 3D-Grafik war auf unserem 8-MHz-PC recht flott, kam aber nicht an »Chuck Yeager's AFT« heran.

Der Sound ist. wie bei MS-DOS üblich, recht karg. Trotzdem bleibt Falcon eine Simulation der Spitzenklasse für verwöhnte Gemüter. (bs)

Happy-Empfehlung:

Sehr realistische und abwechslungsreiche Simulation eines Kampfjets. Nicht einfach zu bedienen, aber gutes Handbuch.

Erste Hilfe:

Bei keinem anderem Programm ist das Lesen der Anleitung so wichtig — hier macht es sogar Spaß! Besonders wichtig: Genaues Lernen der Instrumente.


Boris Schneider



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