Carrier Command (Atari ST)

Ein geologisches Phänomen hat in einer entlegenen Ecke der Ozeane ein Archipel aus 64 Inseln entstehen lassen. Die Inseln sind sehr reich an Rohstoffen und deswegen beschließt Ihre Regierung, die Inseln heimlich auszuschlachten. Zwei spezielle Fabrik-Schiffe, die sich auch gut verteidigen können, sollen das Archipel aus zwei Richtungen erschließen. Beide Schiffe sind voll computergesteuert. Doch feindlichen Terroristen gelingt es, die Programmierung eines der beiden Schiffe zu ändern, so daß es jetzt die Inseln für die Gegenseite einnimmt. Aus dem anderen Schiff wird der Zentral-Computer entfernt und ein menschlicher Kapitän eingesetzt, damit ein solches Unglück nicht nochmal passieren kann.

Der Krieg zwischen den beiden Schiffen beginnt.

»Carrier Command« ist eine Strategie-Simulation, die insbesondere durch ihre superschnelle 3D-Grafik Aufsehen erregt. Sie steuern hier nicht nur das schwere Schiff durch die Wellen, sondern haben auch Kontrolle über bis zu vier amphibische Panzer und bis zu vier Flugzeuge. Mit dieser schweren Ausstattung versuchen Sie, bisher unbenutzte Inseln in Ihr Inselnetz einzubeziehen, aber auch dem Computergegner Inseln abzujagen. Das Spiel ist gewonnen, wenn Sie das Computer-Schiff von allen Versorgungen abgeschnitten oder im direkten Kampf vernichtet haben.

Das interessante Spielprinzip wird von einer rasanten 3D-Grafik begleitet, die auf dem ST ihresgleichen sucht. Ausgefüllte Objekte bewegen sich fließend über den Schirm. In den hektischen Action-Szenen kommt diese Grafik voll zum Zuge, allerdings hat das Spiel auch einige Längen. Wenn Sie mit dem Schiff von Insel zu Insel fahren, können Sie in Ruhe einen Kaffee trinken gehen, weil in diesen fünf Minuten überhaupt nichts passiert. Da man gerade in der Startphase sehr oft diese unfreiwilligen Wartezeiten einlegen muß, ist »Carrier Command« kein Spiel für Ungeduldige. (bs)

Happy-Empfehlung:

Technisch hervorragendes Strategie-Action-Spiel mit super 3D-Grafik, aber auch spielerischen Längen; nur für geduldige Spieler.

Erste Hilfe:

Niemals dem Autopiloten trauen. Er wählt immer den kürzesten Weg, der durchaus ein Kollisionskurs sein kann. Gerade beim Aus- und Andocken aufpassen.


Boris Schneider



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