Goldrunner II (Atari ST)

Als vor zirka einem Jahr das Ballerspiel »Goldrunner« für den Atari ST erschien, waren sämtliche ST-Freaks hingerissen: zum ersten Mal konnte man butterweiches vertikales Scrolling auf dem ST bestaunen. Wen wundert’s, daß nun mit »Goldrunner II« der Nachfolger des Klassikers veröffentlicht wird.

Auf den ersten Blick erkennt man kaum Unterschiede gegenüber dem Vorgänger. Auf der linken Hälfte des Bildschirms scrollt eine Plattform; rechts sieht man sein Punktekonto und einen Scanner, der anzeigt, was sich gerade wo auf der länglichen Plattform befindet.

Ihre Aufgabe ist es, Roboter einzusammeln und an einer bestimmten Stelle abzusetzen. Leider kann Ihr Raumschiff die Blechkameraden nicht ohne weiteres an Bord beamen. Man muß warten, bis ein Transportschiff einen Roboter aufgegabelt hat, dieses Schiff abschießen und den befreiten Roboter aufnehmen. Diese Prozedur wiederholt sich so lange, bis alle Roboter abgeliefert oder (versehentlich) vernichtet wurden.

Die anderen Raumschiffe, die fleißig durch die Gegend ballern, können Ihnen nicht viel an-haben. Dank des Schutzschirms verpuffen die Schüsse wirkungslos oder werfen Sie etwas aus der Flugbahn. Das kann unter Umständen gefährlich werden, denn wenn Ihr Raumschiff an ein rot umrandetes Gebäude prallt, explodiert es.

Technisch gesehen ist Goldrunner II makellos: die Plattformen scrollen fließend und die Sprites sind gut animiert. Über das Spielprinzip haben sich die Programmierer anscheinend wenig Gedanken gemacht. Auf Dauer ist es mcht sehr unterhaltsam. ständig von einem Ende der Plattform zum anderen Ende zu fliegen und ein paar Roboter aufzusammeln. Auch die Tatsache, daß man sich für zirka 20 Mark eine »Scenery Disk« mit neuen Plattformen kaufen kann, macht das Spiel nicht wesentlich interessanter. (mg)

Happy-Empfehlung:

Nachfolger des ST-Klassikers »Goldrunner«. Technisch gutes, spielerisch nur mittelmäßiges Ballerspiel. Kaum Neues gegenüber dem Vorgänger. »Scenery Disks« zum Nachkaufen.

Erste Hilfe:

Nie mit Höchstgeschwindigkeit durch die Gegend fliegen; lieber mit Bedacht steuern.


Martin Gaksch



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