She-Fox (Vixen) (Atari ST)

Weibliche Bildschirm-Helden sind bei Computerspielen noch Mangelware. Das hat anscheinend auch ein englisches Software-Haus bemerkt und stellt mit »She-Fox« ein neues Action-Spiel vor, in dem eine Frau das Zepter beziehungsweise die Peitsche fest in der Hand hält.

Der Planet Granath wird von Urzeit-Monstern und fliegenden Bestien beherrscht. Menschen gibt es fast keine mehr. Nur She-Fox, die unter Füchsen auf-wuchs, konnte sich bis heute gegen die Ungetüme behaupten. Peitschenschwingend stampft sie durch den Urwald und kämpft gegen ihre Feinde.

Auf dem von rechts nach links scrollenden Spielfeld tummeln sich eine ganze Menge hungriger Tiere. Ein gekonnter Peitschenhieb sorgt hier in den meisten Fällen für Ruhe. Außerdem muß die Heldin aufpassen, daß sie nicht in einen Abgrund stürzt. Nach ein paar Kilometern winkt ein Bonuslevel, in dem sich She-Fox in einen Fuchs verwandelt und kräftig Extrapunkte sammelt. Ein Zeitlimit verhindert, daß man sich die farbenfrohe Landschaft genauer betrachten kann.

Bei She-Fox hat sich der Hersteller wohl zu sehr auf das Verpackungs-Design (eine leichtgeschürzte, peitschenschwingende Amazone im tropischen Urwald) und weniger auf das Spielprinzip konzentriert. Auf Dauer ist es wenig motivierend, ein paar Dinosaurier oder Flugechsen aufzumischen und über Tümpel zu hüpfen. Darüber hinaus ist She-Fox technisch enttäuschend. Selbst wenn man berücksichtigt, daß horizontales Scrolling auf dem ST nicht einfach zu realisieren ist, macht das Spiel in dieser Hinsicht keine gute Figur. Einigermaßen ordentlich sind nur Titelmusik und Sound-Effekte.

Wer diese Art von Spiel mag, der sollte lieber auf die ST-Umsetzung von »Thundercats« warten, die demnächst erscheint, und die beiden Programme miteinander vergleichen. (mg)

Happy-Empfehlung:

Müdes, horizontal scrollen-des Action-Spiel ohne Glanzpunkte. Spielerisch eine Mischung aus »Rygar« und »Thundercats«. Nur ein Spieler, geringer Schwierigkeitsgrad.

Erste Hilfe:

Im Bonuslevel auf die Zeit achten. Läuft sie ab, ehe das Ziel erreicht ist, verliert man ein Bildschirm-Leben.


Martin Gaksch



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