The Last Ninja II (C 64)

Der letzte Ninja taucht durch einen Zeitsprung im New York des Jahres 1988 auf und bekämpft einen beinahe übermächtigen Gegner.


Ein Ninja in New York: In diesem Büro ist bestimmt ein wichtiger Gegenstand versteckt

Ein friedlicher Sommernachmittag im Central Park, dem Herzen von New York. Da erscheint auf der verlassenen Konzert-Bühne plötzlich eine schwarze Gestalt. Es ist Armakuni, der letzte der Ninjas. Vor mehreren hundert Jahren hatte er den bösen Kunitoki besiegt, der alle Ninjas ausrotten und deren Geheimnisse für sich beschlagnahmen wollte. Doch Kunitoki ist nicht tot. Seine böse Seele ist nach vielen Jahrhunderten wieder in Form eines japanischen Geschäftsmanns in New York wieder auferstanden. Und dieser Geschäftsmann strebt nach Weltherrschaft. Waffen- und Rauschgifthandel sind nur zwei der »Geschäfte«, die der neue Kunitoki betreibt. Diesem Finstermann muß das Handwerk gelegt werden.

Um Kunitoki zu stoppen, wurde Armakuni von höheren Kräften in unsere Gegenwart geschleudert. Natürlich macht seine äußere Erscheinung Probleme. Die New Yorker Polizisten sehen ihn komisch an und Kunitokis Schergen können ihn besonders leicht erkennen.

Armakuni muß sich durch sechs verschiedene Levels. die einzeln geladen werden, hindurchschlagen. Darunter sind der Central-Park, ein übles New Yorker Viertel, die Kanalisation, ein Bürogebäude und schließlich das Schloß von Kunitoki. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Gegnern, vom Polizisten bis zum punkigen Schläger-Typ, wollen den Ninja behindern und verwickeln ihn in fernöstliche Kämpfe. Aber Sie müssen auch eine Menge von Puzzles lösen, um weiterzukommen. Bestimmte Gegenstände müssen mitgenommen und benutzt werden, es gibt auch versteckte Schalter und bewegliche Hindernisse.


Um in das Schloß des bösen Kunitoki zu kommen, muß unser Ninja erst mal zeigen, daß er schwindelfrei ist

Das mit dem letzten Ninja war wohl nicht so ernst gemeint, denn nun gibt es schon ein zweites Programm um den Prügel-Helden und Einzelkämpfer. Beim beinahe schon vorprogrammierten Erfolg von »The Last Ninja II« ist ein dritter Teil sicherlich nicht ausgeschlossen.

Spielerisch ist Ninja II ein großer Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Viele, teilweise recht clever ausgedachte Puzzles und unterschiedliche Gegner sowie viel stärkerer Bezug zur Handlung machen Ninja II für Freunde von Action-Adventu-res zu einem spielerischen Vergnügen. Auch jemand, der diese Spielegattung nicht so sehr mag. riskiert gerne ein paar Runden mit dem Ninja, nicht zuletzt wegen der technischen Brillanz. Die Grafik ist toll gezeichnet, fast jeder der knapp 100 Räume von Ninja II sieht anders aus und bietet neue grafische Elemente. Die zwölf Musikstücke sind durchweg gut programmiert, manche der Kompositionen sind hitverdächtig.

Schwachpunkte von Ninja II sind die etwas komplizierte Steuerung, die einen guten Joystick insbesondere bei Diagonal-Bewegungen voraussetzt und das Fehlen eines speicherbaren Spielstands. Wer alle drei Ninja-Leben verliert, muß wieder ganz von vorne anfangen, was auch das Nachladen der schon gelösten Levels mit sich bringt. Wer schon das Vorgänger-Spiel mochte, wird von Ninja II nicht enttäuscht werden. Zur technischen Klasse kommt hier ein verbessertes Spielprinzip. (bs)


Die Grafik der C 64-Version wurde pixelgenau gezeichnet. Jedes Bild steckt voller Details.

Happy-Empfehlung:

Technisch brillantes Action-Adventure mit vielen Kampf-Einlagen, viele Puzzles, nicht allzu einfach.

Erste Hilfe:

Im Zimmer hinter dem Vorhang per Boxschlag den Schalter an der hinteren Wand betätigen. Dann kann man auf der Bühne mit dem Lift nach unten. Dort den Schlüssel links unten aufsammeln und das Gartentor im Park damit aufschließen. Eine der Ninja-Waffen liegt in einer der Damen-Toiletten. Einfach reingehen, und wenn der Ninja nicht mehr zu sehen ist, blind einen Gegenstand nehmen.



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