Knobelspaß mit Hartmut

Es war ein wirklich heikles Thema, mit dem mich mein kleiner Bruder vor zwei Wochen konfrontierte. Der Bursche ist jetzt in der vierten Klasse und gerade zehn geworden. "Familie mathematisch" war angesagt.

Dabei fing alles ganz harmlos mit einem Anruf von meiner Mutter an. Ihr Arzt hat ihr dringend zu einer Kur geraten. Doch sie wollte auf gar keinen Fall meinen kleinen Bruder alleine lassen. Er ist jetzt in einem Alter, wo er jeden Tag etwas anstellt und man ihn eigentlich gar nicht aus den Augen lassen sollte. Leichtfertig sagte ich zu meiner Mutter: "Ach bring den Jungen mal zu mir. Vielleicht kann ich ihn bei mir ein wenig beschäftigen." Nach kurzem Zögern stimmte sie zu.

Aber kaum war mein kleiner Bruder ein paar Tage da, schon fing er an, mich mit frechen Behauptungen zu provozieren. "Du bist nicht die Mama, Du hast mir gar nichts zusagen. Kinder werden von ihren Eltern erzogen und nicht vom großen Bruder!" Was soll man da noch sagen? Er setzte noch einen drauf: "Eltern sind Vater und Mutter." Und damit ich es ihm auch glauben mußte, setzte er sich hin und schrieb auf einen Zettel:

 MUTTER 
 +VATER
-------
=ELTERN

Als mein Bruder sich kurze Zeit später ins Bett verzogen hatte, und ich den Wohnzimmertisch aufräumte, fand ich den Zettel wieder. Eine Addition...

Man könnte doch für jeden Buchstaben eine Zahl einsetzen. Welche Zahl zwischen 0 und 9 muß dann für welchen Buchstaben stehen, damit die Rechnung aufgeht? Ich war fasziniert von der Idee und kramte meinen Taschenrechner hervor. Offenbar gibt es mehrere Lösungen. Ich fand genau sechs davon.

Aber was passiert, wenn jede Ziffer mehrfach zugelassen ist? Jeder Buchstabe könnte eine Null sein und schon ginge die Rechnung auf. Wie viele Kombinationen gibt es dann, zehn, hundert oder gar tausend?

Nun seid Ihr wieder dran: Wie viele Lösungen gibt es tatsächlich? Eine ideale Aufgabe für einen Computer. Schreibt doch einfach ein Programm, das das Problem selbst löst. Wer die meisten richtigen Lösungen anbietet, gewinnt ein Abonnement der HAPPY-COMPUTER. Bei mehreren gleichen Antworten entscheidet das Los. Schickt Eure Lösungen an folgende Adresse:

Redaktion Happy-Computer
Kennwort: Knobelspaß
Markt & Technik Verlag AG
Hans-Pinsel-Straße 2
8013 Haar

Einsendeschluß für diese Knobelei ist der 10.1.89. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
wo

Die Lösung vom letzten Knobelspaß

Es war eigentlich gar kein Problem für den Lehrer, herauszufinden, wer von den beiden Schwestern Karin und wer Eva war. Zuerst sprach er mit einer Schwester, von der er ja zunächst noch nicht wußte, ob sie Karin oder Eva war. Doch schon aus diesem ersten Gespräch ergab sich deutlich, daß es sich dabei um Eva handeln mußte. Wäre sie nämlich Karin gewesen, so hätte sie nicht auf die zweite Frage geantwortet: "Gestern war Sonntag:" Denn heute ist Montag und da Karin montags immer lügt, könnte sie nicht so antworten. Wenn Eva nun aber gelogen hätte, dann würde das bedeuten, daß heute entweder Dienstag, Donnerstag oder Samstag ist. Also war die zweite der beiden Schwestern, mit der der Lehrer sprach, Karin. Denn ihre Antwort: "Ich sage mittwochs immer die Wahrheit" war eine Lüge, da Karin mittwochs nie die Wahrheit sagte. Folglich logen beide Schwestern. Und nur dienstags taten sie es beide zusammen.

Den Gewinner dieser Knobelei geben wir in der nächsten Ausgabe bekannt. Der Gewinner der Knobelei aus HAPPY COMPUTER 10/88 ist Andreas Doblinger aus Bobrogen.

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