Publishing Partner (Atari ST)

Das beste DTP-Programm nützt nichts, wenn man es auf seinem Computer nicht benutzen kann. Es gibt jedoch ein Programm, das auch mit dem kleinsten Atari ST zufrieden ist und gleichzeitig wenig kostet.

Der Atari ST ist für Desktop Publishing sehr gut geeignet. Vor allem mit dem hochauflösenden Schwarzweiß- Monitor. Je nach Anforderungen gibt es Programme, die sich mehr an beruflichen Anwendungen orientieren oder solche, die für den Hausgebrauch entwickelt wurden.

Wir haben "Publishing Partner" von Soft Logic getestet, weil es schon mit STs arbeitet, die nur 512 KByte Arbeitsspeicher besitzen.


Das Ergebnis sieht etwas anders aus als erwartet

Die Arbeit mit Publishing Partner ist recht einfach. Schon nach wenigen Minuten des Handbuch-Studiums kann man die ersten Schritte in Richtung freie Seitengestaltung machen. Zuerst legt man die Größe des Dokuments fest. Man kann von einer Visitenkarte bis zur DINA4-Seite eine beliebige Größe einstellen. Dann legt man die Anzahl der Textspalten fest.
Jetzt sieht man das noch leere Dokument auf dem Bildschirm. An der rechten Seite des Bildes findet man eine Menüleiste, über die man die Werkzeuge auswählen kann. Klickt man hier mit dem Mauszeiger auf "Text", kann man sofort den Text eintippen. Dies geht genauso komfortabel wie bei einer Textverarbeitung, ASCII-Texte, wie sie beispielsweise 1st Word erzeugt, lassen sich einfach über die "Import"-Funktion in die Spalten einfließen. Auch zwischen mehreren Schrifttypen und -größen kann man wählen, wobei einige Schriften nicht proportional dargestellt werden, zum Beispiel Times und Columbia. Selbst Bilder von Malprogrammen stellen kein Problem für Publishing Partner dar. So lassen sich zum Beispiel "Degas" - Bilder, oder die Bilder von "ST-Paint", das dem Publishing Partner beiliegt, importieren und anschließend in beliebiger Größe auf der Seite plazieren. Die Druckqualität ist befriedigend. Einzelne Pixel kann man allerdings noch sehen, selbst in der höchst einstellbaren Druckqualität.

Druckertreiber stehen auf einer Extra-Diskette zur Verfügung. Darunter Treiber für NEC P6 und Epson FX 80 sowie für verschiedene Laserdrucker.
Publishing Partner hat ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und eignet sich gut für den Hobbygebrauch. Für die Testseite brauchten wir etwa eineinhalb Stunden, wobei die Bedienung so einfach war, daß wir das Handbuch sehr selten zu Rate ziehen mußten.

kl

Programmname:Publishing Partner
Programmart:DTP-Programm
Preis:rund 250 DM
Hersteller/Importeur:Soft Logik
Hardwareanforderungen:Atari ST mit einem Laufwerk
Kopierschutz:nein
Lieferumfang:vier Disketten, Malprogramm und Handbuch
Handbuch in:deutsch
Umfang:rund 260 Seiten
Service/Unterstützung:Hotline
Unterstützte Fremdformate:ASCII-Text, Degas- und Doodle-Bilder
Besonderheiten:einfach zu bedienen, Schriftgröße bis zu 144 Punkt

Benutzerführung durch
Tastatur:gut
Maus/Menüs:sehr gut

Allgemeine Funktionen:gut
Umbruch:befriedigend
Schriftenvielfalt:befriedigend
Texteditor:gut
Grafikeditor:sehr gut
Bedienbarkeit:sehr gut

Handbuch
Informationsgehalt:sehr gut
Einsteigerfreundlichkeit:sehr gut

Druckerunterstützung:gut

Preis-/Leistungsverhältnis:gut

Gesamturteil: gut

Wir vergeben Wertungen: hervorragend, sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend und ungenügend Die Preisangaben beruhen auf Informationen der Hersteller/Vertriebe und enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. Marktpreise können abweichen.

Das beste DTP-Programm auf dem ST ist eigentlich "Calamus" von DMC. Es kostet jedoch etwa 400 DM und braucht, damit man damit arbeiten kann, einen ST mit mindestens 2 MByte Arbeitsspeicher. Auf einem ST mit 1 MByte Arbeitsspeicher läuft Calamus zwar, doch reicht der Speicher nicht mehr, um vernünftig Seiten entwerfen zu können Daher können wir Ihnen nur dann zum Kauf von Calamus raten, wenn Sie einen Atari ST mit mindestens 2 MByte Arbeitsspeicher besitzen.



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