Weltpremiere in Düsseldorf: Atari 1040STE und TT

Zwei neue Computer-Modelle hatten Premiere auf der Atari-Messe in Düsseldorf vom 25. bis 27. August: Der "Atari STE" und das neue Flaggschiff der ST-Reihe, der "Atari TT".

Gleich mit zwei Weltpremieren konnte Atari auf der diesjährigen Atari-Messe in Düsseldorf aufwarten. Während der Atari TT schon im Vorfeld der Messe angekündigt worden war, blieb der Atari STE bis zum Messebeginn Geheimsache. Der STE ist kompatibel zum 1040 ST. ist aber in drei wesentlichen Punkten verändert worden. Die Farbpalette umfaßt jetzt 4096 Farben, wobei in der gewohnten Auflösung von 320 x 200 Bildpunkten 512 Farben gleichzeitig darstellbar sind. Außerdem haben seine Entwickler die Grafikfähigkeiten des STE um das sogenannte Hardware-Scrolling erweitert, was bessere und schnellere Computerspiele zuläßt.


Die neue Elektronik des Atari STE steckt im bekannten ST 1040-Gehäuse.

Zweite Verbesserung: Der Sound wird von einem 8-Bit-PCM-Generator erzeugt und in Stereo ausgegeben. Im Soundgenerator ist ein regelbarer Tiefpaßfilter eingebaut, ein Stereo-Balanceregler sowie ein Tonregler für Baß und Höhen. Mit dieser Ausstattung läßt sich der STE als digitales Tonbandabspielgerät benutzen; die Soundfähigkeiten des Newcomers können damit den Vergleich mit denen des Amiga aufnehmen.

Dritte Verbesserung: Im STE sind vier Joystick-Ports eingebaut. Daran kann man Lichtpistolen, Paddies und Joysticks anschließen. Außerdem ist er noch auf zwei weitere Joystick-Ports ausbaufähig, so daß insgesamt sechs Personen gleichzeitig spielen könnten.

In der Grundausstattung enthält der STE 1 MByte Arbeitsspeicher. der sich aber auf 4 MByte ausbauen läßt. Bis auf die erweiterten Fähigkeiten im Grafik- und Soundbereich soll der STE voll kompatibel zu seinen Vorgängermodellen sein. Der Preis für das Gerät, das den 1040 STFM ablösen soll, liegt bei rund 1700 Mark.


Die 32-Bit-Produktlinie von Atari unterscheidet sich schon äußerlich von d«n ST-Computern. Im Gehäuse hat sogar eine Festplatte Platz.

Den Aufstieg in die höhere Computerklasse, den Workstation-Bereich probt Atari mit dem TT, in dessen Gehäuse der 32-Bit-Prozessor 68030 mit einer Taktfrequenz von 16 MHz arbeitet. Der TT hat die gleichen Soundfähigkeiten wie der STE, verfügt aber außerdem über eine erweiterte Grafik. In der monochromen Auflösung baut er Bilder aus 1280 x 960 Pixel, in der Farbauflösung aus 640 x 480 Pixel — bei 16 Farben aus 4096 — aus 320 x 480 Pixel bei 256 Farben aus 4096. Das Betriebssystem nennt sich TOS 030 und soll voll kompatibel zum TOS des STs sein. So kann man die vorhandene Software mit einer wesentlich größeren Rechenpower nutzen. Der Arbeitsspeicher faßt 2 MByte und kann bis auf 8 MByte ausgebaut werden. Der TT soll inklusive 30-MByte-Fest-platte und Farbmonitor zirka 6500 Mark kosten. Ein weiterer TT ist bei Atari in Planung und soll dann auch mit dem Multitasking-Betriebssystem Unix laufen. kl


kl



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