Leserbriefe

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In dieser Rubrik können Sie, liebe Leser, unsere Zeitschrift mitgestalten. Jeder, der Lust und Kenntnis hat, kann seine Frage oder Antwort an uns schicken. Wir werden sie dann veröffentlichen.

Schreibmaschinenanpassung

Ich wende mich heute mit einem Problem an Sie, das vielleicht auch für andere Leser interessant sein könnte. Es geht um die Anpassung einer Typenradschreibmaschine an den ST-Computer. Sie haben ja bereits in einer früheren Ausgabe von ST-Computer die Anpassung einer Schreibmaschine beschrieben, haben also damit schon etwas Erfahrung.

Ich besitze eine Brother CE 61 mit zugehörigem Interface IF 50. Dieses bietet generell die Anschlußmöglichkeit für eine Verbindung über Centronics-Schnittstelle oder über RS 232. Meine konkrete Frage lautet nun: wie müssen die entsprechenden Pins beim Interface und beim ST (bzw. zwischen beiden) verbunden werden, um einen Betrieb zu ermöglichen? Oder ist eventuell vorher ein Eingriff im Interface vorzunehmen, da die Spezifikation der beiden Schnittstellen u. U. nicht übereinstimmen? Mir sagen die diesbezüglichen Daten und Pinbelegungen leider herzlich wenig. Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten, da man mich beim Schreibmaschinenhändler diesbezüglich im Stich läßt.

Thomas M., Villingendorf

Zum Problem des Anschlusses verschiedener Drucker an den Atari möchte ich meinen Teil beitragen mit der Frage, wie das mit der elektronischen Schreibmaschine "Brother EP44", möglich ist. Die Verbindung mit einem entsprechenden Kabel führt zu keinerlei Reaktion. Die Tatsache, daß diese Schreibmaschine über einen internationalen Zeichensatz sowie über eine sehr schöne Schriftqualität verfügt, macht den Anschluß meiner Meinung nach durchaus erstrebenswert. Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Heinz O., Hilversum

Wer hat schon Erfahrung gesammelt oder weiß ein Programm zu empfehlen zum Betrieb einer Wersi Orgel (Modell Beta DX 400) am ST?

Willi B., Amberg

Folgendes Problem beeinträchtigt meine Arbeit mit dem ST, vielmehr mit dem (von Ihnen kopierten) CP/M-Emulator: ich habe einen Freund, der einen EPSON PX 8 mit sehr vielen kopierfähigen CP/M Programmen besitzt. Auf diese möchte ich natürlich zurückgreifen.

Mit Hilfe des (ebenfalls von Ihnen kopierten) JAM-TERM Programmes kann ich seine Programme auch anstandslos in meinen Rechner rüberholen und auf Diskette speichern. Der Emulator aber kann diese Programme nicht lesen: soll er von einer nur mit dem Programm STAT.COM beschriebenen Diskette ein Directory (DIR) anzeigen, schreibt die neue (Release 8.4) Version den halben Bildschirm mit völligem Unsinn voll, während die alte (Release 6.4) Version mit "No file" antwortet.

Meine Frage nun: Wie bringe ich die CP/M Software des PX8 auf dem ST zum laufen? Müssen die Disketten anders formatiert werden (hängt das mit Ihren PD-Programmen CPMTOS und TOSCPM zusammen?)?

Wenn man schon vorhandene CP/M Software nicht durch den Emulator auf dem ST laufen lassen kann, frage ich mich, wofür es so einen Emulator gibt. Man wird sich doch nicht extra ST-CP/M"-Software kaufen, da der ST unter CP/M doch nur auf Sparflamme brennt? Bitte helfen Sie mir!

Robin H., Berlin 45

CP-80-Drucker

Hallo, Herr Schwarting - ich lese gerade Ihren Hilferuf in der ST-Computer und kann Ihnen vielleicht helfen. Jedenfalls habe ich lange gesucht und dann mutig 3 PROMs in meinem 1040 durch 27256 ersetzt und jetzt bin ich stolz, weil die Hardcopy auch über das eingebaute Betriebsprogramm mit dem CP-80 geht. Hier die System-Adressen und die internen Adressen der Eproms, weil die geraden Bytes und die ungeraden in verschiedenen Proms sind: Ich würde gerne erfahren, ob das bei Ihnen auch klappt.

Egon B., Leverkusen 1

PROM-Adresse  Alter Wert Neuer Wert IC-Nr. Eprom-Adresse 
FC3EC9        0A         00         U7     1F64
FC3F29        0A         00         U7     1F94
FD1BD2        59         4C         U3     0DE9
FD1BD7        01         15         U6     0DEB

Textverarbeitung für 520 ST +

Seit Ende April besitze ich einen ATARI 520 ST + , den ich in erster Linie für Textverarbeitung nutze. Hierzu leistet mir 1st Word recht gute Dienste, und ich bin alles in allem damit zufrieden. Für einige spezielle Anwendungen suche ich allerdings eine ST-Textverarbeitung, die in ihrem Leistungsumfang Proportionalschnft im Blocksatz beinhaltet. Da eine solche Leistung scheinbar für die normale Textverarbeitung keine große Rolle spielt, wird hierauf weder in Testberichten noch in Anzeigen verwiesen (oder gibt es für den ST kein derartiges Programm?).

Ich möchte Sie nun bitten - falls Sie hierüber Informationen besitzen -, mir eine Liste von Textverarbeitungsprogrammen mit den genannten Leistungsmerkmalen zu übersenden. Am besten wäre es natürlich, wenn es (in absehbarer Zeit?) Ist__Word mit Proportionalschrift im Blocksatz gäbe. Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen.

Hubert K., Bonn 1

Antwort: Auch Sie müssen wir leider enttäuschen. Momentan gibt es kein Textprogramm, das Proportionalschrift unterstützt. Dies ist eigentlich sehr enttäuschend, da GEM diese Möglichkeit, wenn auch mit einigen vielen Hindernissen, unterstützt.

Ich beziehe mich mit diesem Brief auf mein Schreiben vom 8.6.86. Dann teilte ich Ihnen mit, daß nach Einbau der ROM in meinen 520ST + ,das Farbmonitorbild flackerte und sich nach oben verschob, was nur mit dem 50__60__hz-Programm wegzubekommen war. Bei den seit ca. Juni-Juli ausgelieferten STs tritt dieses Phänomen nun nicht mehr auf. Ein Bekannter machte sich daran, sämtliche Chips einzeln zwischen einem dieser "neuen" ST's und einem "alten" ST auszutauschen. Und siehe da, er entdeckte, daß es am Glue-Chip lag! Ein erneuter Versuch bei zwei anderen ST's ergab dasselbe Ergebnis: der "alte" mit dem neuen Glue-Chip hatte kein Flackern und Verschieben des Bildes mehr, dafür aber der "neue" ST mit dem "alten" Glue-Chip. Wir haben nun einen Glue-Chip bestellt, der aber noch nicht da ist. Ich weiß leider noch nicht, ob man von ATARI nun eine neuere Version des Glue-Chips oder eine alte bekommt. Der Preis eines Glue-Chips liegt bei ca. 70-80 DM o. Mwst. Nun noch eine Frage: kennen Sie inzwischen nicht eine billigere Möglichkeit, um das Flackern des Monitors etc., gleich beim Einschalten des Rechners ohne zusätzliche Software (50__60_hz-Programm), wegzubekommen? Wenn nicht, wäre es vielleicht anderen Lesern recht, wenn Sie auf die Möglichkeit mit dem Glue-Chip hinweisen. Denn die ST-Besitzer, die ihren Rechner bis Juni oder Juli mit eingebauten ROMs gekauft haben, wissen ja nicht, daß das Geflackere des Monitors nicht am Monitor liegt und daß dies bei der Diskettenversion des TOS nicht auftrat.

Lothar Z., Offenburg

Proportionalschrift mit 1st Word und Brother HR 15 XL??

Mit normalen Typenrädern arbeiten beide Komponenten erstklassig zusammen. (Fett-, super-, subscript etc.) Leider ist es auch nach langandauernden Versuchen nicht gelungen, eine Anpassung für Proportionalschrift zu basteln. Effekt: einzelne Worte werden zwar proportional gedruckt, es werden aber kerne Abstände (weder normal noch proportional) zwischen den Worten erzeugt. Fehler im Print PRG.?? Wer kann weiterhelfen?

B. Krumm, Adelebsen

Antwort: Das gleiche Problem hatten wir auch bei der Anpassung der Gabriele 9009. Nach einiger Zeit gaben wir es auf, die Maschine als 'DSY' anzusprechen. Allerdings funktioniert es. wenn man Sie als Matrixdrucker anspricht. Die Proportionalschrift und der Blocksatz funktionierten gut, allerdings mit kleinen Einschränkungen (verschiedene Buchstabenabstände, etc.). Mit der Brothec HR 15 haben wir es noch nicht probieren können, aber falls ein Leser dieser oder einer anderen Typenradmaschine diese Macken austreiben kann, so soll er uns informieren. Die Anpassung als Matrixdrucker sei als Anregung empfohlen, da dabei umfangreichere Anpassungsmöglichkeiten bestehen.

Ich besitze einen Atari 520 ST+ und den von Ihnen in der Juni-Ausgabe Ihrer Zeitschrift getesteten STAR NL 10 mit IBM-Interface. Nun habe ich in Verbindung mit der betriebssystemeigenen Hardcopyroutine folgendes Problem: es wird auf Druck der Tastenkombination ALTERNATE & HELP zwar eine, wie Sie auch schrieben, gestochen scharfe Hardcopy angefertigt, die jedoch nur die ersten zwei Drittel des Bildschirminhaltes umfaßt. Gibt es eine Möglichkeit, in dieser Beziehung Abhilfe zu schaffen? Wenn ja, wäre ich Ihnen für eine Antwort, bzw. einem Abdruck der Antwort in der nächstmöglichen Ausgabe Ihres Magazins sehr dankbar. (Ich habe das Betriebssystem im ROM.)

Jörg R., Recklinghausen

Antwort: Ihr Problem läßt sich leicht beheben. Klicken Sie im Desk-Accessory 'Drucker Anpassung', '960 Zeichen/ Zeile' an; dann geht's. Damit es beim nächsten Laden auch noch richtig eingestellt ist, sollte man die 'DESKTOP-Info' abspeichern (Arbeit sichern).

Ich möchte auf dem ATARI 520ST Probleme aus dem Bereich der numerischen Mathematik programmieren (numerische Integration, Nullstellenberechnung von Funktionen usw.). Das Programm jedesmal, wenn man eine neue Funktion untersuchen will, erneut zu compilieren, erscheint mir als zu unkomfortabel. Frage: Welche Programmiersprachen erlauben es, in ein laufendes Programm eine mathematische Funktion einzugeben und mit dieser dann Berechnungen durchzuführen. Insbesondere interessiert mich, ob es MODULA II-Compiler oder C-Compiler gibt, die dieses erlauben.

Stefan S., Stade

Antwort: Leider kann man die Funktionseingabe nur in Basic leicht realisieren, und zwar durch hinzu-'Mergen' der Funktion als Programmzeile (ST-Basic). In C, Modula-2 oder einer anderen Compilersprache ist dies unseres Wissens nur mit großen Mühen möglich. Man müßte die Funktion, die als String eingegeben wird, auf enthaltene Standardfunktionen untersuchen und diese dann in einer bestimmten Reihenfolge aufrufen (Punkt/Strichrechnung nicht vergessen). Ein Programm, das dies macht, ist auf der Public-Domain Diskette Nr. 9 zu sehen.

Ein kleiner Tip zur Druckeranpassung von 1st Word. Es kann vorkommen, daß das Install-Programm die Anpassung mit der Meldung 'Configuration data should contain six values' verweigert, obwohl sechs Parameter angegeben wurden.

Lösung: An die Konfigurationszeile "1,C,8,28,1,1" (oder ähnlich) ein Sternchen anfügen, dann sollte es funktionieren. Also:

1,C,8,28,1,1 *
oder
0,0,0,0,0,0 *

Drucker CP80 am ST mit TOS 196480k v. 6.2.86

In ST 2/86 auf Seite 6 und in ST 3/86 auf Seite 32 haben Sie angegeben, welche Speicherplätze wie zu ändern sind, um mit dem CP80 eine Hardcopy machen zu können.

Vielleicht ist es Ihnen möglich, auch die Adressen für das neueste TOS (196480 k, wie es auch in den ROMs verwendet wird), anzugeben. Vielen Dank im Voraus!

Ing. grad. Ch. Dömland, Wolfsburg

Antwort: Die neuen Adressen haben sich leicht verschoben. Durch folgende Pokes kann beim TOS auf Diskette Abhilfe geschaffen werden:

POKE $h9D56 , 0000
POKE SH9DB6 , 0000
POKE $h17AC2, 4CFF (ST-Basic)

Auch für andere Drucker ist die Anpassung möglich. Ist der Zeilenvorschub zu groß, so sollten Sie eine oder beide Änderungen des Linefeeds vornehmen. Druckt der Drucker nur Schrott, so probieren Sie die dritte Zeile aus. Bei anderen Problemen, z. B. bei zu kleinem Zeilenvorschub ist auch Abhilfe möglich. Die dafür verantwortlichen Steuerzeichen liegen im Bereich von &h!7AAE bis &h!7AEO. Da hierfür in dieser Kürze kein Universalrezept gegeben werden kann, müssen Sie selbst ein wenig experimentieren. Dazu eignet sich beispielsweise der JOSHUA-Monitor, der auf der zweiten Public-Domain Diskette erhältlich ist.

Viel Erfolg beim Ändern oder besser ausgedrückt beim 'Patchen'.

Falls Sie diese Änderung gerne auf Diskette vornehmen wollen, so greifen Sie zu einem Diskmonitor. Lassen Sie folgende Sequenzen des Files "TOS.IMG" suchen und ersetzen Sie sie auf Diskette.

Es wird allerdings dringend empfohlen, sich ein Backup der TOS-Diskette vor der Änderung zu erstellen.

Alt:
8A 3E BC 00 0A 61 (Linefeed)
2A 3E BC 00 0A 61 (Linefeed)
1B 59 FF 00 1B 33 (Bit-Map Modus)
Neu:
8A 3E BC 00 00 61 (Linefeed)
2A 3E BC 00 00 61 (Linefeed)
1B 4C FF 00 1B 33 (Bit-Map Modus)


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