Editorial

Am Anfang war immer der Mensch oder ein Plädoyer für die Menschheit.

Werkzeuge haben von Anfang an eine große Rolle in der Entwicklung der Menschheit gespielt. Werkzeuge vereinfachen die Aufgaben, die der Mensch sich gestellt hat.

Die Nutzung dieser Werkzeuge war und ist nicht immer eindeutig gewesen. So wurden Werkzeuge zum Beispiel nicht nur zur Erleichterung der täglich anfallenden Arbeiten benutzt, sondern auch als kriegerisches Instrument gegen andere Stämme. Der Mensch bestimmt also den Einsatzbereich seines Werkzeuges.

Die Werkzeuge haben sich je nach Aufgabenstellung bzw. nach Schwierigkeit der zu lösenden Probleme im Laufe der Zeit geändert. Diese Änderung liegt aber nicht an der Natur des Instrumentes, sondern eher an der intellektuellen Entwicklung des Menschen, sowie an den wachsenden Anforderungen, welche seine Umwelt an ihn stellt. In der heutigen Zeit sind es die zu lösenden Probleme, sowie ihre Komplexität, die die Entstehung und den Einsatz von immer moderneren und effektiveren Werkzeugen bedingt haben. Ohne die Problematik, die von uns Menschen gestellt wird, ist die Entstehung eines neuen Werkzeuges undenkbar.

Im Zeitalter der Computer hat sich an dieser Überlegung auch nicht viel geändert. Die Problematik war vorhanden. Folglich wurde dazu ein Werkzeug, in diesem Fall der Computer, entwickelt, das rationell und effektiv eine Lösung finden kann. Das Einsatzgebiet des Computers war auch nicht von vornherein definiert und erhält schon heute in viele, damals nie für möglich gehaltene Bereiche Einzug. Daß auch die Rechner sich weiterentwickelt haben, liegt nicht an einer Eigendynamik dieser Geräte, sondern an der Fähigkeit des Menschen seine eigenen Produkte noch verbessern und verfeinern zu können.

Es hat sich historisch erwiesen, daß der Mensch eine fast mystische Beziehung zu solchen Instrumenten hat. So war es bei der ersten Steinaxt und so bleibt es heute noch bei der Verwendung von Computern. Die Einführung der alten Dampfmaschine löste damals große Kontroversen aus zwischen denjenigen, die diese Maschine für unbrauchbar erklärten und den Anderen, die dachten, daß dadurch der Einsatz des Menschen überflüssig geworden sei. Die massive Einführung von Computern in Produktions- und Dienstbereichen macht die Kontroverse von gestern wieder aktuell. Der Einsatz von Computern in unserer modernen Welt ist durch den effektiven Aufwand unserer Entwicklung, sowie die Menge aller Aufgaben, die der Mensch noch zu lösen hat, zu rechtfertigen. Was man dabei allerdings nicht vergessen darf, ist, daß diese Maschine dazu geschaffen wurde, dem Menschen zu dienen .und nicht diesen zu ersetzen. Der Mensch selbst, seine Kreativität und seine Entscheidungsfähigkeit, muß unersetzbar bleiben. Dies muß der Menschheit bewußt sein, wenn sie die Macht über den Computer nicht verlieren will.

Damals als die Dampfmaschine eingeführt wurde, wurde der Mensch nicht ersetzt, heute bei der Nutzung von Computern sollte das auch nicnt der Fall sein.

In dieser Kette zwischen Problemstellung und Lösung war, ist und wird der Mensch immer am Anfang stehen.

Marcelo Merino



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