Leserbriefe

1st_Wordplus zu Word

Wie können Textdateien, die unter lst_Wordplus oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm für ATARI ST erstellt wurden, in ein MS-DOS-kompatibles Textverarbeitungsprogramm (z.B. Word 5.0, WordStar) eingelesen werden?

Reinhard Junghans

Red.: Nichts einfacher als das. Dazu benötigen Sie lediglich eine 720 kB MS-DOS-Diskette. Speichern Sie Ihren Text mit dem ATARI ST-Textverarbeitungsprogramm als ASCII-Text (also ohne Formatinformationen oder Steuerzeichen) ab und kopieren Sie ihn auf die MS-DOS-Diskette. Diese kann nun problemlos auf einem IBM-kompatiblen Gerät weiterverarbeitet werden. Jetzt brauchen Sie nur noch den Text in das Textverarbeitungsprogramm einzulesen und können ihn hier weiterverarbeiten.

Niveau zu hoch

Zum Leserbrief in Ausgabe 11

Ich kann Herrn Wagner aus meiner Sicht nur voll und ganz zustimmen. Als ich 1986 ST-Computer abonnierte, war sie eine durchaus verständliche, gut redigierte Computerzeitschrift. Mit der Zeit hat sie sich inhaltlich stark spezialisiert, zum Teil wirkt sie leicht abgehoben. Las ich anfangs noch etwa 60% des Gesamtinhalts, sind es heute vielleicht noch 20%. Man gewinnt den Eindruck, daß die Zeitschrift zu einem Forum für Informatiker geworden ist. Der Teil „Programmierpraxis" ist eine gute Idee. Nur schreiben auch hier Spezialisten die Artikel. Kurzum: Die ST-Computer mag für eine Reihe von Freaks interessant sein, für mich als hin und wieder Pascal-Programmierer ist sie übt-r viele Stellen unverständlich.

F. W.. W-4650 Gelsenkirchen

Im Zusammenhang mit dem Leserbrief von Herrn G. Wagner baten Sie um die Meinung der Leser bezüglich des Niveaus der Grundlagenartikel. Seit über 2 Jahren beziehe ich die ST-Computer im Abonnement und besitze ferner einige Hefte aus der Zeit davor. In dieser Zeit hat sich das Erscheinungsbild der Zeitschrift deutlich gewandelt. Was Inhalt, Form und Gestaltung betrifft, ist meiner Meinung nach eine erfreuliche qualitative Verbesserung zu erkennen. Für mich als Benutzer eines ATARI ST war schon so manch Nützliches (Programmierpraxis-Tips), Informatives (Fehler im TOS) und Hilfreiches (Workarounds zu TOS-Fehlern) zu erfahren. Auch sind Software-und Hardware-Tests sowie Besprechungen von Fachliteratur und Infos über Neuheiten für Anwender sehr wichtig und müssen ihren festen Platz haben. Das darf aber für eine „seriöse" Computerzeitschrift nicht alles sein. Aus diesem Grund halte ich die Grundlagenartikel für unentbehrlich, denn nicht jeder, der sich „ernsthaft" mit einem Computer beschäftigt, hat Informatik studiert, möchte sich aber dennoch Wissen aneignen. Fazit: Um den Qualitätsstandard der ST-CompUter zu halten, sind Grundlagenartikel wichtig. Das Niveau darf nicht reduziert werden, uni nicht nur „Halbwissen" zu verbreiten.

Jürgen Schlegel

Red.: Viele Einsendungen betrafen diesmal das Thema „Niveau". Mal war das Niveau zu hoch, mal genau richtig, mal zu niedrig. Wir denken also, mit den Grundlagenartikeln die goldene Mitte getroffen zu haben. Natürlich nehmen wir gerne auch weiterhin Anmerkungen zu diesem Thema entgegen!

Floppy A: antwortet nicht

Ich verwende einen Mega ST 4 zusammen mit einer Megafile 30. Um nach dem Einschalten des Computers direkt von der Festplatte booten zu können, sollte sich eine Diskette in Laufwerk A befinden. Diese Diskette benutze ich gleichzeitig als Zwischen-Backup. Dadurch werden auf dieser Diskette die einzelnen Datensätze oft gelöscht und durch aktuelle ersetzt. Ich habe nun den Eindruck, daß man dies nicht unbegrenzt oft tun kann, denn mir ist es in relativ kurzer Zeit schon zum dritten Mal passiert, daß eine Fehlermeldung erscheint: „Floppy A: antwortet nicht... Abbruch, Weiter". Seltsamerweise wird auch nicht zwischen „Abbruch" und „Weiter" unterschieden, denn beide Male erscheint dieselbe Fehlermeldung immer wieder. Kann es sein, daß das Löschen der Datensätze im Directory zahlenmäßig begrenzt ist?

Werner Berndsen

Red.: Für Ihr Problem gibt es mehrere Ursachen. Das erste Problem könnte sein, daß Sie zu viele Dateien auf der Diskette gespeichert haben. Ab 100 Dateien können bereits Probleme auftreten. Der wahrscheinlichere Grund ist, daß sich Disketten natürlich auch abnutzen. Je öfter sie benutzt werden, desto größer wird die Fehleranfälligkeit. Sie können das Problem umgehen, indem Sie nur Markendisketten kaufen und diese recht häufig auswechseln.

*

MIDI-Schnittstelle

Beim Programmieren meines ATARI 1040 ST bin ich auf folgendes Problem gestoßen, das ich bisher nicht lösen konnte. Wie läßt sich die Übertragungsgeschwindigkeit der MIDI-Schnittstelle von GFA-BASIC 2.2 aus von 31.25 kBit/s, auf 7,815 kBit/s, umstellen? Bei einem Zugriff auf das Steuerregister des ACIA müßte dies doch möglich sein. Bei der Anwendung eines PO-KE-Befehls gibt der ATARI eine Fehlermeldung aus.

Rudolf Floracks, W-5J38 Heinsberg 6

Red.: Die Lösung für dieses Problem hier zu beschreiben, würde den verfügbaren Platz bei weitem sprengen. Sie finden sie jedoch in Ausgabe 9/90 ab Seite 129.

Unmögliches (?) Phänomen

Ich arbeite derzeit an einem Programm in GFA-BASIC 3.07. Nun wollte ich den Bildschirm dunkel schalten. Dazu bediente ich mich der Befehle „SPOKE &HFF820A,PEEK-(&HFF820A)OR 1 "zum Aus- bzw. „SPOKE &HFF820A, PEEK(&HFF820A) AND 254" zum Einschalten. Dabei traten einige Male zwei merkwürdige Effekte auf: Zuerst mal wurde der Bildschirm nicht dunkel. Wilde Streifen zuckten schräg über den Bildschirm, teilweise waren Zufallsmuster zu sehen, die sich stetig änderten. Nun kommt es noch dicker: Nachdem der Shifter wieder auf die interne Synchronisation gestellt wurde, merkte ich, daß die Bildschirmadresse verschoben war - um 2 Bytes! Dies passierte nur im Zusammenhang mit diesen beiden Befehlen, denn nachdem ich mittels Reset den Bildschirm normalisiert und die Befehle im Direktmodus eingegeben hatte, geschah das gleiche. Anhand der Befehle kann ich also sowohl eine Veränderung der logischen Bildschirmadresse ausschließen, was ja nur per XBIOS oder durch Verändern der Speicheradresse 1102 möglich ist, als auch ein Verschieben des 32-kB-Video-RAMs um 2 Bytes. Also ist die Bildschirmadresse hardwaremäßig um 2 Bytes erniedrigt worden. Da dem Shifter aber das Lowbyte für die Bildschirmadresse fehlt, ist das theoretisch ausgeschlossen. Meine Frage nun: Was ist passiert?

Gerald Schmieder, W-4370 Mari

Red.: Durch Setzen des ersten Bits schalten Sie auf externe Synchronisation um. Da natürlich die Synchronisation fehlt, weiß der Rechner nicht mehr so recht, wie er jetzt synchronisieren soll. Es sind übrigens weder die logische noch die physikalische Bildschirmadresse bei der Aktion verschoben worden, sondern lediglich, wie oben erwähnt, die Synchronisation. Diese Methode der Bildschirmdunkelschaltung funktioniert übrigens nur bei den älteren Monitormodellen. Die neuen fangen an zu summen und zu rauschen, was auf nichts Gutes hindeutet. So erhält man von ATARI auch den Hinweis, den Bildschirm auf keinen Fall auf diese Art und Weise dunkel zu schalten! Einige Geräte können dadurch leicht auf der Strecke bleiben. Der beste Weg, eine Dunkelschaltung zu erreichen, ist nicht die Dunkelschaltung, sondern eine sich wiederholende Invertierung. Dazu müssen beispielsweise alle 10 bis 30 Sekunden die ersten beiden Register der Farbpalette durch Exklusiv-Öder invertiert werden. Das schont den Monitor noch mehr als eine Dunkelschaltung.

*

Störstrahlung

Seit ein paar Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Mega 2 mit SM 124, der inzwischen endlich mit TOS 1.4 ausgeliefert Vird. Leider stört mein Computer den Fernsehempfang meines Nachbarn ganz erheblich (Flimmern, Doppelbilder, Streifen, etc.). Seine Fernsehanlage ist von meinem Computer nur durch eine ziemlich dünne Wand getrennt, und der Empfang erfolgt über eine Zimmerantenne. Wir haben versucht, die Störungen zu beheben, indem wir die Antennenaufstellung verändert (mehr als ein paar Meter sind jedoch nicht möglich) und versucht haben, das Netzkabel meines Computers und das Verbindungskabel zum Monitor mit Alufolie abzuschirmen. Der Erfolg war jedoch recht bescheiden. Meine Frage ist nun: Wie entstehen diese Störungen, und was kann man dagegen tun? Mit dem Computer meines Nachbarn treten solche Probleme nicht auf. Wozu gibt es eigentlich FTZ-Nummern, wenn man sich dann doch nicht darauf verlassen kann?

Manfred Düsing, W-5100 Aachen

Red.: Normalerweise sollten mit einem Mega ST keine Störungen auftreten. Das garantiert tatsächlich die FTZ-Zulassung sowie die Prüfung nach DBP-Verfügung 1046/86. Es kann höchstens sein, daß Ihr Nachbar einen Fernseher hat, der nicht sehr gut abgeschirmt ist, denn auch dann können solche Probleme auftreten. Ein Wort noch zu der von Ihnen vorgenommenen Abschirmung: Es bringt nichts, Kabel und Drähte mit Alufolie zu umwickeln, sondern Sie sollten die Geräte selbst mit Alufolie verkleiden, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Kleben Sie dabei allerdings nicht die Lüftungsschlitze zu!

SIGNUM1-Qualität mit P2200?

Kann man mit dem Drucker NEC P2200 eine Druckqualität erreichen, die ähnlich wie die von Signum! ist?

Marcus Koth, W-3016 Seehe l

Red.: Die Druckqualität von Signum! ist auch mit einem NEC P2200 erreichbar. Sie benötigen lediglich den richtigen Druckertreiber; erhältlich bei Application Systems.



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