
Anfang der 90er wurden dann die Grundsteine gelegt: Nach der aus einer Identitätskrise resultierenden Namensänderung (mittlerweile an der Oxford University weilend wollte man nicht länger als Schulband betrachtet werden) kam die erste EP Â"Drill" (1992). Trotzdem waren Radiohead auf ihrem Weg zum Pop-Olymp noch nicht allzu weit vorangekommen. Erst nach einer Europa-Tour und einigen US-Auftritten als Support von Belly und Tears For Fears durften sie mit dem Re-Release von Â"Creep" die britischen Top 10 stürmen. Als Support von R.E.M. und durch perfekt inszenierte Musikvideos kamen Radiohead Ende des Jahres 1995 dann soweit ins Gespräch, dass ihr zweites Album Â"The Bends" in vielen Musik-Polls auf ersten Plätzen landete. Anfang 1996 wurde das Album schließlich mit Gold belohnt. Spätestens seit 1997, als mit Â"OK Computer" das bisher letzte Opus der Rundfunkköpfe seinen Weg aus den Regalen der Plattendealer fand, schaut die Musikwelt nicht mehr auf Radiohead herab. Im Jahr 2000 kam dann die praktische Abkehr von der real existierenden Musikwelt: Â"Kid A" kommt aus dem Presswerk, und Radiohead verstecken sich. Keine Singles, keine Videos, keine Interviews. Nur ein paar Zelt-Konzerte geben die Oxforder. Doch schon ein Jahr später wird mit Longplayer Nummer fünf wieder alles anders. Thom Yorke: «Unser kommendes Album wird definitiv von Singles, Videos, schönen Farbfotos in Magazinen, Auftritten bei Kinder-Fernsehsendungen, Tanzeinlagen und vielen interessanten Interviews zu meiner gequälten Existenz begleitet werden.» Na, da freuen wir uns aber und genießen das Meisterwerk Â"Amnesiac". Zum Atari-Fan qualifizierte sich Yorke, als er bei einem Konzert in diesem Sommer in Vancouver pflichtbewusst ein T-Shirt mit dem Fuji trug. So mögen wir's! Quelle: laut.de/wortlaut/artists/r/radiohead/ |