Editorial: Weg von Power, hin zum Nutzen.

Schlagwörter wie Superleistung, 32-Bit-Power und weitere solcher Phrasen kennen wir alle genügend aus der Werbung. Aber so sehr schnelle Computer und High-Tech faszinieren, seien wir doch ehrlich: Oftmals läßt sich die gleiche Arbeit genausogut mit einem nicht so schnellen Computer verrichten. Wichtig ist der nötige Aufwand und das erreichte Ergebnis der Arbeit. Ein ausgefeiltes Programm kann auf einem langsamen Computer dem Anwender mehr Effektivität bieten, als ein nicht so optimales Programm auf einem schnellen Computer. Beispielsweise können Sie auch mit einer Textverarbeitung Adressen speichern. Mehr Komfort und Erfolg erreichen Sie aber zweifellos mit einem guten Datenverwaltungsprogramm.

Im Vordergrund muß also die Anwendung stehen und erst in zweiter Linie der Computer. Atari, als Hersteller von Hardware zweifellos vordringlich interessiert am Verkauf derselben, geht neue Wege.

Wo bisher Softwarehäuser ihre bunte Mischung präsentierten, entscheiden sich die Messeverantwortlichen jetzt für Gruppierungen. Software zur Bildverarbeitung finden Sie also in der Nähe eines Arbeitsplatzes, bei dem Scanner präsentiert werden.

Das zeigen die Bereiche Bürolandschaft und Desktop Publishing auf der kommenden Atari-Messe. Hier wird dem Anwender Nutzen demonstriert und nicht, wie schnell der Atari ST Grafikdemos über den Bildschirm flitzen läßt.

Weitere Aktivitäten von Atari Deutschland, wie einen Softwarebeirat zu etablieren, Seminare für Softwarehäuser und Händler zu verstärken, zeigen das hohe Engagement in diesem Bereich.

Ein mutiger Schritt, weil sich dieses Engagement nicht unmittelbar in Zahlen messen läßt - zumindest nicht kurzfristig. Aber ein wichtiger und richtiger Schritt für die Zukunft.

Ihr
Horst Brandl
Chefredakteur ST-Magazin



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