Relax - aktuelle Spiele

Hallo, liebe Spielefans!

Es ist vollbracht. Mit viel Schweiß, einigen Litern Kaffee und vielen Überstunden konnten wir aus Ihren Einsendungen endlich die 10 bzw. 11 besten Titel des Jahres 1988 ermitteln. Hier sind sie:

  1. Dungeon Master (FTL)
  2. Great Giana Sisters (Rainbow Arts)
  3. Elite (Firebird)
  4. Star Trek (Firebird)
  5. Bolo (Application Systems)
  6. Arkanoid (Imagine)
  7. Flight Simulator II (Sublogic)
  8. Carrier Command (Rainbird)
  9. Kaiser (CCD)
  10. Psion Chess (Psion)
  11. Tetris (Mirrorsoft)

(Platz 10 mußte wegen gleicher Anzahl an Einsendungen doppelt vergeben werden.)

Die fünf Überraschungspakete der Frankfurter Vertriebsfirma Bomico haben gewonnen:

  1. Franz-Josef Neubauer, Schweinfurt
  2. Robert Kender, Stuttgart
  3. Denis Schmidt, Siegburg
  4. M.KIocke-Sewing, Bielefeld
  5. Brian Valerius, Reinlingen

Herzlichen Glückwunsch!

Viel Spaß heim Lesen von Relax wünscht Ihnen wie immer Ihre

Redaktion

NEWS

Nach “Off Shore Warrior”, “Fire & Forget” und “Crazy Cars” ist es dem französischen Softwarehaus “Titus” endlich gelungen, ein gutes Spiel zu programmieren. In “Galactic Conqueror” steuern Sie einen rasanten Raumgleiter, der durch den Weltraum saust und feindliche Raumschiffe abknallt. Dabei ist es möglich, Loopings zu fliegen. Dank der gelungenen 3D-Grafik kommt “Satory” hat ein starkes Game für Fußballfreunde zu bieten. “Hol Ball” läßt sich zu viert spielen. Man braucht nur den mitgelieferten Vier-Player-Adapter in den ST zu stecken, und schon können vier Spieler gleichzeitig kicken. Ähnlich wie bei “Micropose Soccer” sieht man dabei die Action aus der Vogelperspektive.

“Hellfire Attack” von “Mar-tech” macht auf dem ST eine ziemlich traurige Figur. Ein Hubschrauber rast durch Schluchten und über Dörfer. Währenddessen muß der Spieler versuchen, feindliche Hubschrauber ins Fadenkreuz zu bekommen. Die 3D-Perspekti-ve sieht nicht schlecht aus, aber die Grafik ruckelt viel zu stark.

Rollenspielfreaks sollten mal einen Blick auf “Heroes of the Lance” von “SSI” werfen. Die Advanced Dungeons & Dragons-Serie wurde in grafischer Perfektion auf dem ST umgesetzt.

“Firezone” von PSS ist ein perverses Kriegsstrategiespiel, in dem der Spieler Roboter und utopische Panzermodelle auf einer Landschaft absetzen muß, um im 21. Jahrhundert einen Krieg zu gewinnen. Muß man nicht haben!

“Teenage Queen” heißt ein neues Strippokerspiel, in dem der Spieler durch geschicktes Pokerspiel dafür sorgen muß, daß die auf dem Bildschirm in Pose liegende Mitspielerin nach und nach Ihre Wäsche fallen läßt. Im Gegensatz zu Strip Poker II Plus besitzt das Programm von “Ere International" keine digitalisierten, sondern gezeichnete Grafiken. Wen einen solch ein Spiel interessiert und man schon ein Strippokerspiel hat, kann getrost auf Teenage Queen verzichten. Das Game bringt keinen neuen Wind in das Strippokergenre.

“Tynesoft” veröffentlicht mit “Superman” das offizielle Spiel zum Comic. Genau wie in den Heften muß “Superman” die Welt vor irgendwelchen Bösewichtem bewahren. Das erste Level, in dem der Comicstar über eine Planetenlandschaft fliegt, in dreidimensionaler Darstellung heranfliegenden Hindernissen ausweichen muß, erinnert stark an Space Harrier.

Kurz vor Redaktionsschluß erreichte uns das erste Spiel eines jungen deutschen Softwarehauses namens Thaiion Software. “Warp” heißt das Meisterwerk, das über die besten Sounds verfügt, die ich jemals auf dem ST gehört habe. ST-Soundspezialist Jochen Hippel hat den ST ganz schön gekitzelt. Die Grafik bei dem Ballerspiel mit strategischen Elementen weiß ebenfalls zu begeistern: Topprogrammiertes Acht-Wege-Scrolling zieht jedem Freak die Turnschuhe aus. Ausführlicher Test vielleicht in einer der nächsten Ausgaben.

Skateboard und Dracula

“Ubi Soft”, in Frankreich ein bekannter Softwaredistributor, mischt seit einigen Monaten auch kräftig bei der Spieleproduktion mit. In einem idyllischen Schloß im Herzen Frankreichs hocken Ubis Programmierer und hecken neue Spiele aus. In mittelalterlicher Atmosphäre entstand als erstes Produkt der Gauntletverschnitt “Puffys Saga” und auch die beiden Neuheiten “Skateball” und “Nighthunter”, die bald auf den Markt kommen werden. “Relax” warf einen kritischen Blick auf Vorabversionen der neuen Ubi-Spiele:


Skateball

Bei “Skateball” liefern sich ein oder zwei Spieler mit ihrem aus fünf Athleten bestehenden Team eine sportliche Auseinandersetzung, in der es darum geht, eine Stahlkugel in das gegnerische Tor zu schießen. Noch ein futuristisches Fußballspiel? Ja, aber eins mit knallharter Action. Auf dem Spielfeld befinden sich einige linke Hindernisse. Da gibt es Minen, Gräben, Bumpers und ein Hindernis, das über so spitz geschliffene Klingen verfügt, daß es tödlich ist, wenn ein Athlet mit seinen Rollerskates dagegen fährt. Erzielt eine Mannschaft vier bzw. acht Tore, gelangen beide Teams in eine neue Kampfarena, in der noch gefährlichere Hindernisse das Fußballspiel auf Rollerskates erschweren. Grafik und Sound sind sehr vielversprechend.


Night Hunter

In “Night Hunter”, dem zweiten Spiel von Ubi Soft spielt Graf Dracula die Hauptrolle. Nachts steigt der berühmte Vampir aus seiner Gruft und saugt seinen Opfern Blut aus der Halsschlagader. Niemand kann ihm entrinnen. Dracula verwandelt sich in eine Fledermaus oder in einen Werwolf und verfolgt seine Opfer gnadenlos. Nur Weihwasser, Kruzifixe, Tageslicht oder ein Holzpfahl können den Blutsauger töten. Jahrelang lag Dracula in seinem Sarg und träumte nur von Blutorgien. Doch durch eine Gleichgewichtsstörung von Gut und Böse konnte es Dracula gelingen, seinen Sarg zu verlassen. Eine Horde von Vampirbekämpfern macht sich auf den Weg, um Dracula zu vernichten. Der Spieler steuert den Vampir durch 30 verschiedene Levels, die jeweils aus 20 verschiedenen Bildern bestehen. In jedem Level gilt es, fünf Schlüssel und drei Urkunden einzusammeln und eine magische Pforte zu finden, um in den nächsten Spielabschnitt zu gelangen. Eine sehr amüsante Sache, zumal der Spieler Dracula mit dem Joystick in drei Rollen schlüpfen lassen kann. Um schneller vorwärts zu kommen, verwandelt man Dracula in eine fliegende Fledermaus. Muß er sich energisch gegen Angreifer wehren, in einen Werwolf. Um Lebensenergie in Form von Blut zu bekommen, verweilt man in der Gestalt von Dracula. Nur so kann man die Angreifer in die Halsschlagader beißen. “Night Hunter” überzeugt durch hervorragende Grafik, zum Spiel passende Soundeffekte und eine lustige Spielhandlung.

Die Drachen von Laas

Kategorie: Adventure
Besonderheiten: komplett in Deutsch
Spieler: 1
Monitor: color
Steuerung: Tastatur
Hersteller: Dragonware
Preis:
Wertung:

Nach "Hellowoon" und "Ooze - als die Geister mürbe wurden" wartet Dragonware, das Programmierteam von der Schwäbischen Alb, mit dem dritten Adventure in deutscher Sprache auf. Genau wie die beiden Vorgängerspiele verfügt das neue Produkt über einen intelligenten Parser, der sowohl Zweiwortbefehle als auch ganze deutsche Sätze versteht. Auf fast jede Antwort zeigt der Parser eine vernünftige Reaktion. Doch kommen wir zur Geschichte: Ein junger Krieger namens Smirga und Aszhanti, ein junger Magier, beschließen, die Welt kennenzulernen und sich bei der Erdenbevölkerung gebührenden Respekt zu verschaffen. Sie streben nach den Titeln "Meister aller Magier" bzw. der "Größte aller Krieger". Doch um diese ehrenvolle Bezeichnung zu verdienen, müssen die beiden jungen Burschen ruhmreiche Täten vollbringen. Der Spieler bestimmt die Geschicke beider Abenteurer. Mit der Help-Taste wird zwischen beiden hin- und hergeschaltet. Laas, ein weitläufiges Land, ist der Ort des Geschehens. Während des Spielverlaufs erhalten Sie einen Auftrag, der nach Erledigung beiden Jünglingen Ruhm und Ehre einbringen kann. Es gilt, knifflige Rätsel zu lösen und gefährliche zu meistern. Einige Monster lieben es, junge Helden zu verspeisen. Der Computer beschreibt jede Situation mit Hilfe eines Textes, ab und zu auch mit einer tollen Grafik. Der Spieler sagt dem Helden per Tastaturkommandos, wie er auf beschriebene Situationen reagieren soll. Die Chance, daß der Parser die Eingaben versteht, sind relativ hoch. An die 2000 Wörter umfaßt der Wortschatz des Programms. Mit Hilfe der Funktionstasten können Sonderfunktionen aufgerufen werden. Dadurch besteht beispielsweise die Möglichkeit, die auf dem Bildschirm ausgegebenen Texte auf Papier auszudrucken. Sehr positiv fielen beim Test die hervorragenden Grafiken auf, die aber leider nur sehr sporadisch erscheinen. Abwechslung ins Adventuregeschehen bringt die Tatsache, daß ein Spieler gleich Kontrolle über zwei Helden besitzt, und daß Zaubersprüche für unerwartete Überraschungen sorgen.

CBO

Peter Pan, das Spiel für "die Kleinen"

Kategorie: Lernspiel
Besonderheiten:
Spieler: 1
Monitor: color
Steuerung: Maus
Hersteller: Coktel Vision
Preis:
Wertung:

Die meisten Computerspiele sind für kleine Kinder nicht geeignet: Strippokerspiele, Metzelspiele wie Leatherneck oder Strategiespiele, in denen man den zweiten Weltkrieg nachspielen muß, könnten die ABC-Schützen verwirren oder vielleicht sogar "sozialethisch desorientieren". Trotzdem braucht Papi den Computer nicht vorm kleinen Sohnemann wegzuschließen. Denn der französische Hersteller Coktel Vision eröffnet mit "Peter Pan" eine Serie mit Computerspielen für die kleinen Joystickakrobaten. Klar, daß das Spiel, das übrigens für Kinder zwischen vier und acht Jahren sein soll, entsprechend dem Alter der Spieler einen geringen Schwierigkeitsgrad besitzt. Für einen spielgeübten Erwachsenen ist es überhaupt keine große Tat, das Game innerhalb von fünf Minuten durchzuspielen. Der junge Spieler wird sich vermutlich längere Zeit damit beschäftigen können. Gleich nach dem Dudeln der Titelmelodie fragt eine digitalisierte Frauenstimme, mit welchem Schwierigkeitsgrad begonnen werden soll. Die Schwierigkeitsstufen sind nach Tiernamen benannt, wobei nach der Wahl des Vogels das Spiel am leichtesten zu bewältigen ist. Jede Aufgabe wird dem Kind in einer klar verständlichen Sprachausgabe dargelegt. Im ersten Spielabschnitt gilt es, einen Schatten zu finden. Man sieht ein Zimmer, in dem man mit der Maus alle Gegenstände anklicken kann. Hat man den Schatten gefunden, schreit der ST "Yippii", das Fenster öffnet sich, und Peter Pan fliegt mit einem fliegenden Teppich zur nächsten Aufgabe. Jetzt sieht das Kind eine Insel. Blinkende Objekte wie Indianerzelte oder Bäume müssen angeklickt werden, um in den nächsten Spielabschnitt zu gelangen. In einem Labyrinth heißt es, Blumen einzusammeln. Jetzt steuert man Peter Pan per Tastatur. Hat man alle Blumen aufgesammelt, muß man im nächsten Bild alle versteckten Nixen mit der Maus anklicken, bevor in einem weiteren Labyrinth ein hübsches Mädchen befreit werden soll. Bis auf die Labyrinthabschnitte sind alle Spielabschnitte in einer ansprechenden, farbenprächtigen Grafik dargestellt. Die Sprachausgabe ist ebenfalls Sonderklasse. Eine derart gut verständliche Sprache habe ich bisher auf dem ST noch nie gehört. Für meine Begriffe ist Peter Pan viel zu leicht, aber ich bin ja auch nicht mehr vier.

CBO

Spitting Image - wenn sich Prominente prügeln

center

Kategorie: Action
Besonderheiten:
Spieler: 1..2
Monitor: color
Steuerung: Joystick
Hersteller: Domark
Preis:
Wertung:

In England kennt sie jeder, die witzigen Spitting Image-Puppen, deren Köpfe Karikaturen bekannter Persönlichkeiten darstellen: Ronny Reagan, Michi Gorbatschow, Maggie Thatcher, Prinzessin Diana, Charles und viele andere werden in dieser Serie aufs Köstlichste veräppelt. Klar, daß zu einer so populären Fernsehserie (in Deutschland läuft sie übrigens in "3-SAT") ein Computerspiel nicht fehlen darf. In Domarks neuem Spitting Image-Spiel steht ein erneuter Weltkrieg bevor. Aus diesem schrecklichem Krieg wird nach Auffassung des Herstellers ein Führer hervorgehen, der die Weltherrschaft an sich reißt. Mögliche Weltherrscher wären Gorbatschow, Reagan, Maggie Thatcher, Khomeini, der Papst und Präsident Botha. Damit dieses schreckliche Unglück nicht über die Menschheit hereinbricht, muß ein geschickter Spieler antreten. Auf dem Bildschirm sieht man die Weltkugel und die sechs Portraitköpfe der möglichen Herrscher. Mit dem Joystick wählen Sie beispielsweise Reagan aus. Danach eine zweite Figur, zum Beispiel den Papst. Das Szenario wechselt, und die beiden Prominenten stehen sich jetzt vor einem lustigen Hintergrund gegenüber. Im Falle Ronny Reagans sieht man im Hintergrund ein typisch amerikanisches Fast Food-Restaurant. Ronny und der Papst müssen gegenseitig aufeinander eindreschen, bis einer von beiden keine Lebensenergie mehr hat. Ronny versucht, seine Kontrahenten stets mit einer Clownnase zu pieksen, während der Papst mit einem Banjo um sich haut. Der zuerst Gewählte, also in diesem Falle Ronny, wird vom Computer gesteuert und muß unbedingt besiegt werden, damit das Spiel weitergeht. Liegt Ronny besiegt am Boden, zeigt der ST wieder die Weltkarte, und man sucht sich den nächsten potentiellen Weltherscher aus, der dann von der als zweites gewählten Persönlichkeit besiegt werden muß. Das geht solange, bis man alle fünf Herrscher vermöbelt hat, dann soll eine Überaschung passieren. Domark wollte in der Anleitung nicht verraten, was dann geschieht. Ich kann es aber: nichts Besonderes. Das Bild fängt an zu zittern, und es erscheinen Farbstreifen auf dem Bildschirm. Das soll wohl bedeuten, daß die Erde durch den Krieg zerstört wurde. Gewinnt der Spieler alle Duelle, ist er nicht Retter der Welt, sondern seine Spielfigur wird zum Herrscher. Logisch, die anderen potentiellen Herrscher hat er ja zuvor alle besiegt. Glauben Sie ja nicht, daß ich wochenlang "Spitting Image" gespielt habe, um das herauszufinden. Die fünf Prominenten zu besiegen, war ein Kinderspiel und hat nicht länger als 20 Minuten gedauert. Ich muß sagen, ich war von "Spitting Image“ ein wenig enttäuscht. Das Spielziel ist viel zu leicht zu erreichen. Es ist ja ganz lustig zu sehen, wie Gorbie in ausgelatschten Jeans versucht, mit Kung Fu seine Gegner fertigzumachen. Maggie boxt und Khomeini schlägt mit seinen Kasperpuppen um sich. Die Grafik ist wirklich einzigartig. Über den Sound kann ich ebenfalls nicht klagen. Es geschieht jedoch zu wenig Neues. Da kann auch eine Zwei-Spieler-Option nichts retten. Schade um die gute Idee.

Jeanne d'Arc

Kategorie: Strategiespiel
Besonderheiten: Landkarte wird mitgeliefert
Spieler: 1
Monitor: color
Steuerung: Maus,Joystick,Tastatur
Hersteller: Chip
Preis:
Wertung:

Jeanne d'Arc versetzt Sie zurück ins 15. Jahrhundert. Frankreich befindet sich seit über 100 Jahren im Krieg gegen die Engländer. Am 25. Oktober 1415 wird die französische Armee vernichtend geschlagen. Daraufhin versuchen die mächtigsten Fürsten des Landes, ihre Macht auszubauen, das Resultat ist ein blutiger Bürgerkrieg; auch vor Bündnissen mit den Engländern wird nicht zurückgeschreckt. England holt zum letzten vernichtenden Schlag gegen das Königreich Frankreich aus und belagert Orleans, dessen Fall das Ende bedeuten würde. Doch eine 17jährige Bäuerin, Jeanne d'Arc, macht sich mit einer kleinen Armee auf, den Thronfolger und Frankreich von den Engländern zu befreien. So viel zur Hintergrundgeschichte, die den historischen Tatsachen entspricht. Dem Spieler ist es jetzt in die Hand gelegt worden, das weitere Schicksal Frankreichs zu bestimmen.

Jeanne d'Arc ist ein Strategiespiel mit einigen Actioneinlagen, eine Mischung aus Defender of the Crown und Kaiser.

Gespielt wird mit Maus, Tastatur und/oder Joystick. Das in deutscher Sprache erhältliche Programm wird mit deutscher Anleitung ausgeliefert, aus der der Spieler viele hilfreiche Informationen erhalten kann.
Zu Beginn des Spiels muß Orleans befreit werden, damit der König in Reims gekrönt werden kann. Dann erst können politische Entscheidungen getroffen werden, hierbei stehen Diplomatie, Handstreich, Justiz und einige Menüpunkte mehr zur Auswahl. Es können Bündnisse geschlossen, Intrigen vorbereitet, Spionage betrieben, Feldzüge vorbereitet und Steuern eingetrieben werden. Viele Charaktere stehen hierbei für die einzelnen Aufgaben zur Verfügung, nicht jeder ist als Feldherr geeignet oder als Diplomat. Ohne schriftliche Notierungen kommt der Spieler kaum aus, da das Spiel zu komplex ist. Zu diesem Zweck liegt auch eine Landkarte von Frankreich bei, in der die verschiedenen Stellungen festgehalten werden können.

Das Spiel besticht durch ausgezeichnete Grafik, oft werden digitalisierte Bilder als Hintergrund herangezogen. Der Sound hingegen ist etwas kümmerlich. Zu monoton ist das Kampfgeschrei. Jeanne d'Arc ist eher für ruhige Gemüter geschrieben. Einige Minuspunkte besitzt das Spiel aber auch. Der Spieler muß mit langen Ladezeiten rechnen. Ferner lassen sich Ereignisse nicht mehr rückgängig machen. Ist ein Menüpunkt angewählt, gibt es kein Zurück mehr. Neben diesem Minuspunkten ist Jeanne d'Arc aber ein ausgezeichnetes Spiel, das viele interessante Spielstunden verspricht.

Andreas Krämer



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