Empire (C 64)

C 64 (Schneider, Spectrum)
Wirtschaftsspiel
39 DM (Kassette), 59 DM (Diskette)
Galaxis-Kreuzfahrt

Hier ist das Spiel, das in den letzten Monaten gerüchteweise als »Elite II« durch die Szene ging, doch das gute Stück heißt nun endgültig »Empire« und ist definitiv nicht der Nachfolger zum intergalaktischen Kultspiel. Die Programmierer von »Empire« haben sich aber stark von der »Elite«-Spielidee inspirieren lassen.

Sie sind ein kosmischer Globetrotter, der durch interstellaren Handel zu Geld kommen will. Sie beginnen im Sonnensystem Abailu mit einem kleinen, spartanisch ausgerüsteten Raumschiff, können aber im Lauf des Spiels das Schiff besser ausrüsten oder ein ganz neues Modell erwerben. Die Grafik ist etwas ungewöhnlich; man sieht nämlich das eigene Raumschiff von oben. Wenn Sie nun nach links oder rechts steuern, dreht sich die Umgebung um ihr Schiff. Von einigen Effekten abgesehen. gibt es keine spektakulären Vektorgrafiken, wie man sie von »Elite« her kennt.

In jedem System gibt es neben ein paar Planeten auch eine Sternenbasis zum Andocken. Hier können Sie nun Ihren Spielstand speichern. Handel treiben oder eine Spezialmission annehmen. »Empire« bietet gleich 32 solcher Spezialaufgaben. Mal muß man einen gefangenen Professor befreien oder Pläne von einer Sternenbasis zur anderen fliegen. Ein wenig schießen darf man auch, denn die obligatorischen Außerirdischen machen die Gegend unsicher.

Der Übersicht halber lassen sich zwei Karten auf den Bildschirm bringen, die alle Sonnen der gesamten Galaxis und das aktuelle Sonnensystem anzeigen. Sie können auch Planeten anfliegen, auf denen man Behälter mit Handelsgütern aufsammeln und verscherbeln kann.

»Empire« ist ein Programm mit vielen guten Zutaten, sprich Ideen, doch spielerisch reißt es nicht so recht vom Hocker. Grafik. Atmosphäre und Motivation können sich nicht mit »Elite« messen. Sie sollten sich »Empire« aber mal ansehen. wenn Sie einen Faible für Strategie- und Wirtschaftsspiele haben. Erfreulicherweise gibt es auch eine voll eingedeutschte Version, die ab Anfang Mai erhältlich sein soll. (hl)


Heinrich Lenhardt
Aus: Happy Computer 06 / 1986, Seite 170

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