Silent Service (C 64)

 Grafik  79 ★
 Sound & Musik  23 ★
 Happy-Wertung  83 ★
C 64 (Amiga, Atari XL/XE/ST, Schneider, Spectrum, Apple II/IIgs, IBM-PC)
Simulation
39 DM (Kassette), zirka 60 DM (Diskette)
Kriegerische U-Boot-Simulation
Legen Sie jetzt bitte Ihren Schnorchel an, denn wir begeben uns in unruhige Gewässer. In der Endphase des zweiten Weltkriegs, zwischen 1942 und 1945, waren sich die USA und Japan bekanntlich spinnefeind. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, in einem »Spiel« für die Amerikaner Partei zu ergreifen, können Sie mit der U-Boot-Simulation »Silent Service« ins Geschehen eingreifen. Sie befehligen hier ein Unterseeboot, das im Pazifischen Ozean auf Feindfahrt geht. Verschiedene Schwierigkeitsstufen, Missionen und die Wahl zwischen vielen Parametern sorgen für Abwechslung. Am Anfang sollten Sie den »Realitäts-Level« nicht allzu hoch einstellen, doch alte Seebären können es unter widrigen äußeren Bedingungen auch mit ganzen Flotten aufnehmen.

Eine ganze Reihe von verschiedenen, hochauflösenden Bildern wurde in den Arbeitsspeicher gequetscht. Sie können mit dem Periskop oder von der Brücke mit dem Fernglas die Wasseroberfläche beobachten. Eine Landkarte, die sich in mehreren Stufen zoomen läßt, gibt einen Überblick.

Die Tastatur ist fast komplett mit Befehlen belegt. Etwas Einarbeitungszeit ist also unerläßlich. Dafür wird der Spieler aber mit einer realistischen Simulation verwöhnt, die relativ leicht zu bedienen ist und nicht mit guter, recht flotter Grafik geizt. Wem es trotzdem noch zu langsam geht, der kann die Geschwindigkeit der ganzen Simulation erhöhen. Am Ende einer Mission wird zusammengerechnet , wie viele Tonnen Sie insgesamt versenkt haben. Wer besonders fleißig geschossen hat, darf sich in die High Score-Liste eintragen.

»Silent Service« ist mal wieder eines von den Spielen, das durch die ausgesprochen kriegerische Handlung unangenehm auffällt. Spielerisch gehört das Programm aber zur besonders fesselnden Sorte. Die Komplexität und Realität der Simulation können sich sehen lassen. Die Grafik ist gut, Soundeffekte werden spärlich, aber effektvoll eingesetzt: Unter Wasser ist akustisch nun mal nicht allzuviel los.


Heinrich Lenhardt
Aus: Happy Computer 07 / 1986, Seite

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