Keep on Running: Bericht von der ATARI-Messe 1992

Der Falcon 030, ATARIs neuer Rechner

Es bewegt sich wieder etwas. Bedenklich lange schon war es still geworden um ATARI. So mancher Unkenruf wurde laut, immer mehr eingefleischte ATARI-Anwender runzelten die Stirn, immer mehr Händler sprangen ab. Das Gerücht, ATARI sei tot, war in den Reihen der Kritiker immer öfter zu hören. Dies ändert sich mit der ATARI-Messe 1992. Hier führte ATARI seine jüngste Entwicklung, den Falcon 030, erstmalig und mit großem Aufwand der Öffentlichkeit vor und gab wieder Anlaß zur Hoffnung.

Am ersten Morgen der ATARI-Messe sollten zunächst die Vertreter der Presse informiert werden. In ungewohnt großer Runde versammelten sich alle bekannten Gesichter aus der Szene im Pressezentrum, das ATARI in Halle 11 eingerichtet hatte. Alwin Stumpf, Geschäftsführer von ATARI-Deutschland, Bill Rehbock, Richard Miller und natürlich die Tramiel-Söhne Sam und Leonard hatten es sich nicht nehmen lassen, den neuen Falcon persönlich der Fachpresse zu präsentieren. ATARIs Chefentwickler Richard Miller erklärte, nicht ohne gewissen Stolz in den Augen, die hardwareseitigen Besonderheiten des neuen Computers. Erstmals bekam man auch die komplett überarbeitete Platine des Falcons zu Gesicht. Vollständig in platzsparender und kostengünstiger SMD-Technik aufgebaut, macht sie den erfreulichen Eindruck eines fertig entwickelten Seriengeräts. Laut Aussage von Alwin Stumpf läuft die Produktion in Taiwan bereits auf vollen Touren, und man erwartet noch im September eine größere Lieferung für Deutschland. Bis Ende Oktober sollen dann alle 80 Fachhändler im Bundesgebiet flächendeckend mit Falcons versorgt sein.

Man gab sich die Ehre bei der Pressekonferenz, von rechts nach links: Alwin Stumpf, Sam Tramiel, Leonard Tramiel, Richard Miller und Bill Rehbock.

Weltpremiere

Im Anschluß an die Pressekonferenz ging es zur Weltpremiere auf den ATARI-Stand. Mit professionellen Sound-, Licht- und Nebeleffekten wurde dem Publikum eine eindrucksvolle Demonstration der Leistungsfähigkeit des Falcon-Computers geboten. Zwar verlief nicht alles reibungslos, aber die kleineren technischen Schwierigkeiten wurden von den Zuschauern schmunzelnd in Kauf genommen. Die fantastischen Bilder, die der kleine ATARI auf eine riesige Multivisionswand zauberte, und der kristallklare Stereo-Sound, der über eine professionelle Beschallungsanlage erklang, entschädigten dafür mehr als genug.

Endlich Preise

Auch über die Preise wurde nun endlich geredet. In der Grundkonfiguration mit 1 MB Speicher und ohne Festplatte wird der Falcon 030 für 1398,-DM zu kaufen sein. Der vollausgebaute Falcon mit 65 MB-Festplatte und 14 MB RAM kostet 3298,- DM. Eine interessante Kombination, bestehend aus 4 MB RAM und 65 MB-Festplatte, soll 2298,- DM kosten. Diese Preise sind für ein Gerät dieser Leistungsklasse sicher nicht zu hoch, wenn sie auch für den Consumer-Markt zunächst so erscheinen.

Die neue Platine des Falcon030. Für Bastler gibt es aufgrund der hier verwendeten SMD-Technik kaum noch Chancen.

Gibt es Software?

Auch an Software wird in Kürze einiges verfügbar sein. Etliche bekannte Software-Häuser aus England, Frankreich und Deutschland sind bereits seit April dieses Jahres damit beschäftigt, bestehende Software an die erweiterten Fähigkeiten anzupassen, bzw. völlig neue Produke, die erst mit dem Falcon möglich werden, zu entwickeln. Auf der Multivisionswand konnte man schon ein Demo eines Spiels, mit fast ruckfreier, ausgefüllter und sehr detailgetreuer 3D-Vektorgrafik bestaunen. Ein Adventure mit fotorealistischen Grafiken und Sound in CD-Qualität wurde von einem französischen Spielehersteller angekündigt.

Auch an nützlichen Anwendungen wird es nicht mangeln. So konnte der interessierte Besucher bereits jetzt ein funktionierendes Harddisk-Recording System sehen und hören. Dieses wird noch wesentlich erweitert und zu einem kompletten Musik-Computersystem fürs heimische Wohnzimmer ausgebaut werden. Die Zukunft wird hier sicherlich noch viele weitere erstaunliche Anwendungsmöglichkeiten des Falcons zu Tage bringen. Es steht zu erwarten, daß der Falcon, wie damals 1985 der ST, eine Welle der „Programmierwut“ unter den Entwicklern auslö-sen wird.

MultiTOS?

Wurde das MultiTOS auf der CeBIT’92 noch mit großem „Brimborium“ gefeiert, war auf der ATARI-Messe kaum etwas davon zu sehen. Auf allen 30 Falcons, die sich am ATARI-Stand den Besuchern stellten, lief ein TOS mit der Bezeichung 4.0, allerdings ohne Multitasking-Eigenschaften.

„Man arbeitet daran“ war der lapidare Spruch der ATARI-Man-nen. Glaubt man den Worten Alwin Stumpfs, müßte die Entwicklung des MultiTOS kurz vor der Vollendung stehen. Zumindest bis zur Massenauslieferung des Falcons soll es fertig sein. Etwas Erstaunliches hatte das TOS 4.0 allerdings schon. Ein neu gestaltetes Desktop mit farbigen Icons und 3D-Fensterelementen und Buttons. Hier wurde offensichtlich Wert auf die optische Präsentation gelegt und versucht mit den Benutzeroberflächender Konkurrenz gleichzuziehen. Inwieweit die Entwicklung des neuen Desktops schon abgeschlossen ist, ließ sich leider noch nicht in Erfahrung bringen. Die Ergebnisse sahen aber schon recht ansprechend aus.

Das neue Desktop des TOS 4.0, das derzeit Platz im Falcon 030 findet: 3D-Buttons und die neuen Einstellungen der Auflösungen.

NVDI GEM-Test V1.02
(c) 1990, 1991 by Sven & Wilfried Behne

Betriebssystem: TOS 4.00 vom 11.08.1992
CPU: M68030
Blitter: ein

Referenzsystem TOS 1.04 (Mega ST) TOS 3.0x (TT)
Textausgabe 244 % 73%
Linien 178% 47%
Rechtecke 294 % 62%
Polygone 168% 47%
Kreise/Ellipsen 222 % 51 %
Attributfunktionen 114% 58%
Auskunftsfunktionen 120% 59%
ESCAPES 78% 29%
BIOS-Ausgabe 82% 36%
GEMDOS-Ausgabe 98% 45%
AES-Objekt-Ausgabe 157% 61 %

Auf der Messe hatten wir die Gelegenheit den Falcon mit einem Mega ST (TOS 1.04) und einem TT (TOS 3.0x) zu vergleichen.

ATARI-Software

Traurig stimmt auch die Nachricht, daß FSM-GDOS nun endgültig gestorben ist. Zwar soll als Ersatz ein Produkt namens Speedo von ATARI erscheinen, das auf den Bitstream-Fonts aufbaut, zu sehen war dieses jedoch ebensowenig wie das Software-Paket Sutra, das ATARI angeblich allen Falcons zur Auslieferung beilegen will. Es handelt sich dabei um ein Programmpaket, ähnlich dem bekannten Microsoft-Works, das aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und T erminal-Programm besteht. Wollen wir hoffen, daß ATARI Wort hält, und diese Programme rechtzeitig fertig werden.

Lynx-Neuheiten

Nicht nur am Rande, sondern ebenfalls mit relativ großem Aufwand wurde ein neues Spiel für die ATARI-Spieleconsole Lynx gezeigt, Batman Returns heißt es und ist die exklusive Umsetzung des gleichnamigen Spielfilms, der seit eingen Wochen in den deutschen Kinos läuft. DieLynx-Spiele-Ecke war diesmal merklich größer als in vorangegangen Messen. Dies wurde auch dankbar von vielen Besuchern aller Altersklassen angenommen, die sich bei einem Spielchen mit der Lynx vom Messestreß erholten.

Nach den Neuigkeiten von ATARI möchten wir Sie jetzt über das Wichtigste der übrigen Aussteller informieren:

Artifex

Artifex präsentierte die Shell Ease in einer neuen Version.

Auf dem Stand von Artifex konnte man die neue Version der Shell Ease sehen, die ab Mitte Oktober erhältlich sein wird. Ease verwendet jetzt für die Fensterverwaltung Standard-GEM-Elemente, um voll kompatibel zu MultiTOS zu sein. Ferner unterstützt sie in der neuen Version bis zu 50 Fenster. Neben diversen Änderungen dürfte es von Interesse sein, daß die Shell jetzt auch in der mittleren ST-Auflösung läuft und sich für jede Farb-auflösung eine Info-Datei abspeichern läßt. Den Icons können jetzt übrigens auch Farben zugeordnet werden.

atelierdigital

Ein Vektorgrafik-Illustrationsprogramm mit erstaunlichen Fähigkeiten konnte man am Stand von atelierdigital bewundern. Es ist für den professionellen Einsatz gedacht und setzt einen TT mit 8MB voraus. Zusätzlich wird eine Grafikkarte mit Farbbildschirm und ein Digitalisiertablett mit einer Folie mit Funktionsfeldern benötigt. Das Programm arbeitet mit zwei Bildschirmen (einer für die Werkzeuge und einer für die Darstellung). Zum schnelleren Arbeiten gibt es einen Modus, in dem nur die Umrisse der Objekte gezeichnet werden. Ansonsten lassen die Zeichenfunktionen kaum noch Wünsche offen, atelierdigital bietet einen direkten Zugriff auf 256 Farben aus einer Palette von 16,7 Mio. Mit Zustzmodulen lassen sich die Fähigkeiten des Programms noch weiter steigern. So gibt es ein Perspektivmodul zum perspektivischen Drehen und Verzerren, ein Chart- und Textmodul sowie diverse Ausgabemodule (EPS, TIFF etc.).

Ein Ergebnis, das sich selten lassen kann. Diese Grafik wurde mit atelierdigital erstellt.

Cachet

Eine kleine Sensation am Rande gab es bei Cachet zu sehen. Solo heißt eine Kopierstation, die ohne Computer alle Disketten mit WD-1772-kompatiblem Format kopieren kann. Dazu müssen lediglich zwei Diskettenlaufwerke angeschlossen werden. Ein Knopfdruck genügt, und der Kopiervorgang wird gestartet. Auch für Besitzer von Mega-STs mit Zweit-Floppy bringt Solo enorme Vorteile. Hier läuft der Kopiervorgang vollständig im Hintergrund ab, während der Rechner ganz normal weiterbenutzt werden kann. Das kleine Gerät kostet ca. 150,- DM.

Computer & Design

Das FAX-Program Q-FAX wird nun von der Firma Computer & Design weitervertrieben. Neu ist die Q-FAX/Net-Version, auf die man schon zur CeBIT einen Blick werfen konnte. Diese netzwerkfähige Version wird jetzt ausgeliefert. Innerhalb eines Netzwerkes (z.B. PAMs-Net o. Bionet) läßt sich ein Knotenrechner als FAX-Server einrichten, zu dem von allen anderen Stationen aus die FAXe versendet werden. Der Server versucht dann, mittels FAX-Modem die FAXe zu verschicken. Dies hat den Vorteil, daß die Knotenrechner während des FAX-Versandes für andere Aufgaben freibleiben.

ProGEM heißt eine brandneue C-Bibliothek zur GEM-Programmierung. Die Bibliothek übernimmt das komplette Menü-Handling, erkennt automatisch Short-cuts aus den Resource-Files, kann Pop-Up-Menüs erzeugen und nimmt dem Programmierer das lästige Window-Handling ab. Dabei bleiben die Programme vollständig zu MultiGEM und Multi-TOS kompatibel. Auch Funktionen für fliegende Dialoge sind enthalten.

Comtex

Immer am Ball ist man mit dem Business-System Baas.

Von Comtex wurde das Business-Auftrags-Abwicklungssystem Baas vorgestellt. Baas unterstützt Multitasking und ist multiuserfähig. Über eine Auftragsmaske werden die meisten zusätzlichen Funktionen erreicht. Dadurch wird eine große Übersichtlichtkeit gewährleistet. Eine Profitkalkulation bei der Angebots- und Rechnungserstellung erleichtert die schnelle Abwicklung von Geschäften. Baas verwaltet einen Kunden-, Lieferanten- und Artikelstamm. Unter einem Oberbegriff lassen sich mehrere Artikel auf einen Schlag in die Auftragsmaske einsetzen. Baas enthält außerdem eine Lagerverwaltung, ein Kassenbuch, umfangreiche Druckoptionen, ein dreistufiges Mahnwesen, ein Statistikmodul, eine Zeiterfassung für Mitarbeiter, eine PLZ-Datenbank u.v.m. Ein integriertes Hilfesystem fehlt auch nicht. Baas gibt es in einer Light- und einer Profiversion.

Ebenfalls von Comtex wurde eine Druckerei-Kalkulation namens Abakus angekündigt. Sie stellt ein Kalkulations- und Fakturierungssystem für Bogen-Offset dar und ist für kleine bis mittlere Druckereien gedacht. Es wird eine Profi- und eine Light-Version geben. Abakus verwaltet einen Adreß- und einen Maschinenstamm, die Druckweiterverarbeitung u.v.m.

Crazy Bits

Neben den bekannten Hardware-Produkten wie Grafiktabletts und HPGL-Plotter zeigte Crazy-Bits auch eine neue Version des Farbgrafikprogrammes Pixart. Durch die Einbindung ins GEM ist dieses Programm nun auch MultiTOS-fähig. Zudem wird eine Vielzahl von Bildformaten bis hin zu True-Color (16,7 Millionen Farben) unterstützt. Lieferbar ist Pixart ab Ende September.

CSA

Einen neuen Belichter namens Universal Speeder 3000 zeigte CSA. Er stellt eine kostengünstige Alternative zu den meisten teuren Belichtern dar. Auflösungen bis zu 3000 dpi sind durchaus möglich. Bei Farbseparationen wird eine Qualitätssteigerung durch die Verringerung der Filmtransportgeschwindigkeit erreicht. Zeitoptimierung wird durch einen Puffer in Form einer Festplatte erreicht, die die Belichtungsdaten zwischenspeichert und nach und nach an den Belichter weitergibt.

CSR

Die bekannten CSR-Modems wurden auf der Messe mit nochmals gesenkten Preisen vorgestellt. Das CSR 2400 ist nun für 120,-DM und das CSR 2400 MV (mit MNP5. V42bis) für 220,- DM erhältlich. Die FAX-Modems CSR 9624 und 9624MV kosten 220,-DM bzw. 320.- DM. Auch die High-Speed-Modems sind im Preis gesenkt worden. Das CSR 9600 MV kostet nun 499,- DM, und das Topmodell CSR 1496 mit FAX-Möglichkeit ist bereits für 599.- DM zu haben.

Data Becker

Als erste frei zugängliche Fachliteratur über ATARIs Neuentwicklung konnte Data Becker sein Falcon 030-Buch für den Einsteiger und Programmierer anpreisen. Es enthält wissenswerte Informationen über ATARIs neuen Sprößling. Die neue Hardware wird ebenso erklärt wie deren Anbindung ans Betriebssystem und die neuen Funktionen und Möglichkeiten des MultiTOS.

Digital Media

Spezialisiert auf hochwertige Peripherie für ATARI-Systeme, war bei Digital Media der Flachbett-Scanner AGFA ARCUS zu sehen. Das Gerät erlaubt es, im Bereich elektronischer Bildverarbeitung Scans von Farbfotos oder -dias ohne langwierige Nachbearbeitung zu erstellen, so daß sie sofort z.B. für den 4c-Offestdruck verwertbar sind. Mit 600 * 1200 dpi und 10Bit-Farbdatentiefe differenziert das Gerät bis über eine Milliarde Farben. Übereine SCSI-Schnittstelle ist der AGFA ARCUS an alle ATARI TTs bzw. Falcons anschließbar. Eine spezielle Software dazu steht bereits zur Vefiigung.

Außerdem gab es den CANON BJC-Tintenstrahldrucker zu sehen. Was bisher nur über extrem teure Sublimationsdrucker möglich war, ist nun mit dem BJC 800 günstiger möglich. Dieser Bubblejet macht CMYK-Ausdrucke mit 360 dpi, so daß z.B. aus CALAMUS oder Cranach Studio farbgetreue Korrekturausdrucke erstellt werden können.

Digital Desktop

Neben spärlich bekleideten Tänzerinnen und einem Feuerschlucker zeigte man bei Digital Desktop die Textverarbeitung Papyrus, die bei manchen Funktionen schon etwas an DTP-Programme erinnert. Papyrus arbeitet rahmenorientiert und kann in allen Auflösungen betrieben werden. Es zeichnet sich vor allem durch seine Schnittstellen zu vielen anderen Programmen aus; so lassen sich Texte aus Wordplus, Signum!, Tempus Word usw. übernehmen. Überein Pop-Up-Menü lassen sich Absatzformate jederzeit abrufen, die alle Informationen über Schrift, Attribute etc. enthalten. Papyrus unterstützt diverse Font-Formate wie Signum!, GDOS etc. Bilder lassen sich einbinden, skalieren und beliebig positionieren.

Application Systems

Signum!Drei color hat einige Änderungen erfahren. Die neue Version unterstützt jetzt 64 Farben. Ferner wurde die Möglichkeit geschaffen, Serienbriefe zu erstellen. Eine Schnittstelle zu den Programmen Q-FAX und Tele-Office ermöglicht das Versenden von FAXen. In der Shell läßt sich jeder Signum 1-Applikation ein begrenzter Speicher zuweisen, was für Multitasking und virtuelle Speicherverwaltung wichtig ist. Die Druckausgabe kann jetzt auch in IMG-Dateien erfolgen.

Neu ist auch Papilion, ein pixelorientiertes Grafikprogramm mit interessanten Features. Z.B. liegen Grafikelemente zunächst als Vektorobjekte vor, die sich beliebig verändern lassen, bis sie als gut befunden werden. Ein kleiner ASCII-Editor fehlt ebenfalls nicht. Für genaues Arbeiten ist eine Bemaßung in Pixeln oder Zentimetern möglich. Eine Konvertierung von Farbbildern in Grauraster und Bildbearbeitungfunktionen wie z.B. Aufhellen sind ebenfalls in Papillon enthalten. Über eine Schnittstelle ist der Datenaustausch mit SignumlDrei möglich. Papillon läuft in allen Auflösungen, in Farbe und Schwarzweiß und unterstützt auch schon den 256-Farben-Modus des Falcon.

Ebenfalls zu sehen war die Farbversion des Zeichenprogrammes Piccolo. Neben einem Facelifting mit Submenüs etc. und der Farbfähigkeit wurde Piccolo u.a. um einen 3D-Zeichenteil erweitert.

Die neue Version 4.0 des Harddisk-Utilities zeichnet sich u.a. dadurch aus, daß die Komprimierrate stark erhöht wurde (50-80%). Zu guter Letzt waren Anpassungen von Pure C und Pure Pascal auf das MultiTOS zu sehen.

3K-Computersysteme

Der Star auf dem 3K-Stand war zweifellos das neue Tower-System Tower MT2. Komplett in modularer Bauweise aufgebaut, bietet der Tower einen Einschub für ein TT-030-Motherboard und einen Slot für jede denkbare VME-Bus-Erweiterung. Ein 200-Watt-Schalt-netzteil sorgt für den nötigen „Saft“. Optimale Kühlung erhält das System durch einen geräuscharmen Axial-Walzenlüfter. 3K liefert diesen Tower ab sofort mit jedem Computerbild-System aus. Er läßt sich aber auch als Leergerät zur Eigenbestückung bestellen.

Ein professioneller Trommel-Scanner ist ebenfalls eine Neuheit im Programm von 3K. Volle 2000 dpi mit einer Farbtiefe von 12 Bit erreicht dieses Gerät. Sowohl Bilder und Fotos als Aufsichtvorlage als auch Dias lassen sich damit scannen.

Auch einen neuen Flachbett-Scanner aus dem Hause Epson konnte man bei 3K besichtigen. Der GT -8000 verarbeitet Aufsichtbilder bis zum Format DINA4 mit 400dpi. Dieser Epson Scanner ergänzt ab sofort das Lieferprogramm von 3K.

Bela

Der bekannte Bildschirmbeschleuniger NVDI liegt mittlerweile in der Version 2.10 vor. Anpassungen erfolgen besonders im Hinblick auf die erweiterten Fähigkeiten des ATARl-TTs und seiner 68030-CPU. Hier wird nochmals eine spürbare Geschwindigkeitssteigerungerreicht. Auch die Textausgabe wurde nochmals optimiert. NVDI unterstützt zudem die GEM/3-Bezier-Funktionen.

Auch der Boot-Selector XBOOT hat ein neues Gesicht bekommen. XBOOT III ist nun auch in der Lage, schon beim Booten festzulegen, welche CPX-Module aktiviert werden sollen. Besonders in Verbindung mit AUTO-Ordner-Programmen, die ein CPX-Modul benötigen, erweist sich dies als sinnvoll. Auch optisch wurde XBOOT III überarbeitet, so werden alle AUTO-Ordner-Programme, Accessories und CPX-Module in fensterähnlichen Boxen mit Slidern angezeigt. Für die einzelnen Funktionen stehen nun aussagekräftige Icons zur Verfügung.

Mit Private-Architekt stellte Bela ein einfaches 3D-CAD-System vor. Das Programm erlaubt die Erstellung der grundlegenden Konstruktion von Häusern mit bis zu 25 Etagen. Im 3D-Editor kann die Konstruktion als dreidimensionales Objekt gezeichnet und im Projektions-Menü begutachtet werden.

Biodata

Mit dem BioNet Intelligent Gateway, kurz BIG, stellte Biodata eine leistungsfähige Erweiterung des BioNet-Netzwerks vor, durch die per Modem der Zugriff auf jedes Netzwerk möglich wird. Nach der Eingabe des Server-Namens wird eine telefonische Verbindung hergestellt, und nach dem Login stehen einem alle Netzlaufwerke des Servers zur Verfügung.

Ein Low-Cost-Netzwerk namens StartNet, das über die LAN-Schnittstelle der STE-, TT- und Falcon-Rechner arbeitet, ist ebenfalls neu bei Biodata. StartNet dürfte ideal für kleinere Netzwerkverbunde sein.

CCD / HiSoft

Am Stand von CCD gab es eine neue Version des Disk- und Festplatten-Utilitys Diskus. Es wurde u.a. an eine Multitasking-Umgebung angepaßt. Ein Test ergab, daß es auch auf dem Falcon lief. Die Optimierungsroutinen wurden verbessert, und ein neuer Festplattentreiber nach dem XHDI-Proto-koll befindet sich im Lieferumfang.

Ferner gab es einen Vorabblick auf eine Farbversion von Tempus Word. In dieser neuen Version sollen außerdem ein RTF-Import für Datenaustausch mit PCs und ein Etikettendruck integriert sein.

Der Tempus Editor läuft jetzt auch auf dem TT in Monochrom.

Bei HiSoft konnte man neben den bekannten Produkten wie Lattice C etc. auch ein neues Malprogramm für den Falcon und STs sehen. TruePaint, so sein Name, soll zu einem niedrigen Preis im Oktober zur Verfügung stehen. Es unterstützt u.a. die Bildformate TGA und TIFF.

Roald Christesen

Mit InShape wurde am Stand von Roald Christesen ein Raytracer für den TT präsentiert. Hardware-VoraussetzungisteinTT mit 4MB, Festplatte und Farbmonitor. InShape ermöglicht die Erstellung komplexer 3D-Objekte und deren Bildberechnung. Es werden die Bildformate TIFF und UM unterstützt. Cyber-Sculpt- und CAD-3D-2.0-Daten lassen sich importieren. Mehr darüber in unserem Testbericht.

Cicero

Auf dem Messestand der Firma Cicero-Innovative-Software-Systems konnten sich interessierte Messebesucher selbst von der Leistungfähigkeit des BASIC-nach-C-Konverters überzeugen. Während der Messe wurde das bekannte MIDI-Produkt „Session-Partner“ der Firma DVPI von GFA-BASIC nach C für Windows übersetzt. Der ganze Vorgang dauerte lediglich 20 Minuten, dann war Session-Partner unter Windows lauffähig.

Neu bei Cicero ist der zur Zeit noch in Arbeit befindliche Converter für NeXt-Step (UNIX). Damit sollen dann GFA-BASIC-Programme zukünftig auch auf den NeXt-Computer portiert werden können.

1. ATARI Club Colonia e. V.

Mit den Zielen, die Jugendarbeit zu fördern, Hilfestellung zu geben, Entwicklungsarbeitzu leisten, den Erfahrungsaustausch zu fördern sowie Kurse und andere Veranstaltungen abzuhalten, war der Club auf der Messe vertreten.

Neben der reinen Präsentation und der Bereitschaft bei Anwenderproblemen zu helfen, gab’s außer PD-Programmen auch einige kommerzielle Produkte beim Club. So hat der Club beispielsweise den Alleinvertrieb der TommySoft-Palette übernommen. Auch Programme von Bernhard Artz (Printing Press Professional) und der Prototyp eines Vollfarb-Handy-scanners der Firma Mustek für den Falcon 030 waren zu sehen.

Dinologics

Nachdem die Zusammenarbeit mit der Firma Gadgets by Small friedlich eingeschlafen ist, konnte man den Spectre 3.1 oder sogar ein farbfähiges Modell 4.0 leider nicht zeigen. Dafür war es für Dinalogics eine reine Mode(m)messe. Leider auch nicht zu sehen war die ZyXEL-Plus-(E+)-Modemreihe (Gerüchte, Gerüchte). Dafür konnte man sich am ZyXEL-16.800-Nachbrenner-EPROM-Tausch beteiligen.

Neu war u.a. das Telelink INS 08-FAXline! Es handelt sich dabei um ein Modem mit 300 -14400 bps, MNP 4/5, V.42, V.42bis, G3-FAX-sende-und-empfange, und das alles mit Postzulassung zum Preis von 1699,-DM. Unmittelbar nach der Messe soll die Belieferung der Kunden beginnen.

divis

Wozu moderne Publisher-Systeme heute in der Lage sind, zeigte divis. Die Firma hat sich seit zwei Jahren auf die komplette DTP-Ausstattung von Werbestudios, Designerstuben und grafischen Betriebe spezialisiert. So waren Hard- und Software sowie Dienstleistungen zur Druckvorstufe zu sehen. Besonderes Augenmerk schenkte man dabei hochwertiger Peripherie und Netzwerklösungen.

Aus der Zusammenarbeit mit dem FlyingFonts-Verlag waren hochwertige Designer-Schriften für Calamus und die aus der Post-Script-Ecke bekannten Emigre-Schriften vertreten.

DMC

Calamus ist jetzt in drei Versionen erhältlich: Die SL-Version ist auf 600dpi-Ausgabeauflösung beschränkt. Darüber hinaus reicht ein Job-Modul, in dessen Kaufpreis die Lizenz für die Nutzung der von Linotype-Hell patentierten Rastertechnologie bereits eingerechnet ist. Damit wird Calamus SL zum professionellen Elektronic-Publishing-System. Calamus S, quasi eine Einstiegsvariante, wird zwar von ATARI direkt vertrieben, aber DMC stellt weitere Module hierfür vor: Paint & Draw erweitert die grafischen Fähigkeiten um Vektor- und Pixel-Bildbearbeitung und schließt eine Vektorisierung von Pixel-Bildern mit ein.

Photo Art ist ein Desktop-EBV-Programm, das den 24-Bit-Bereich für Farbgrafik erschließt. Outline Art (Version 1.1) erweitert Calamus um Funktionen für Schriftmodifikation, Figurensatz und Vektorgrafikentwurf. Die Version 3.0 ist noch erheblich erweitert und unterstützt den Farbbildbereich. Mit Toolbox beispielsweise kann man Rahmen unabhängig vom Rahmentyp ausblenden oder verändern. Ein GDPS-Modul unterstützt die gleichnamigen Scanner-Treiber. Ein Barcode-Modul ist für Verpackungsentwürfe unerläßlich. Dabei werden z. Zt. sechs unterschiedliche Barcodes unterstützt.

Für die professionelle Echtfarbseitenmontage ist das Masken-Modul vorgesehen. Es arbeitet nur mit der SL-Version zusammen. Durch einfaches Gruppieren lassen sich Teile von RGB- oder CMYK-Bildern ausmaskieren.

Digital-Optical-Analog

Im Rhein-Ruhr-Kreis sind die 0190er-Telefonnummem der Renner! Dahinter verbergen sich sogenannte Sprachboxsysteme (AudioTex), durch die man sich mit Tonwahltelefonen wie durch eine „gesprochene“ Illustrierte hindurchtasten kann. BlackMail nennt sich ein Gerät, das speziell auf dem ATARI Falcon ein solches Sprechpostsystem realisiert. Erhältlich ist es ab dem 4. Quartal 1992.

Dongleware

Beim Dongleware-Shop konnte man die Farbversion des bekannten Spiels Oxyd 2 bewundern. Es läuft nun mit bis zu 16 Farben bei einer Auflösung von maximal 640x400 Punkten. Für diese Auflösung ist ein TT erforderlich. Aber auch auf STs läuft Oxyd in Farbe, dort allerdings nur in der niedrigen Auflösung von 320x200 Punkten. Angekündigt wurden auch Macintosh- und PC-Versionen des Spiels.

Oxyd 2, jetzt in Farbe

DVPI

Ein MIDI-Interface für ATARI Portfolio inklusive MIDI-Sequencer, Fileplayer, Bankloader und kleinen Bearbeitungsgeräten wie Merge, Split, Transpose, Mapper, Route und Filter zeigte DVPI.

Der Original Volksmusik-Partner ist ein Programm, mit dem sich 15 verschiedene Stile der Volksmusik erstellen lassen. Ein weiteres Programm stellen Techno und Hiphop für den Session Partner zu Verfügung. Unter dem Titel „Signature Stiles“ soll damit in Zukunft das Stile-Laden stärkere Beachtung finden.

Edicta

Eine original TT-Tastatur bot Edicta kostengünstig an. Im Lieferumfang befindet sich eine Anleitung, mit der man sie leicht an 520er- und 1040er-Rechner anschließen kann.

Eickmann

Einen neuen Laser-Treiber namens JetSet, der aller Wahrscheinlichkeit nach sogar von ATARI übernommen wird, konnte man bei Eickmann Computer sehen. Er läuft auf allen ST, STE, TT ab 1 MB Speicher und benötigt zum Arbeiten ca. 100 KB. Im Lieferumfang befinden sich 8 Zeichensätze, vier davon proportional. Hardcopies von Mono- und Farbbildschirmen sind ebenfalls möglich.

Ferner gibt es eine neue Version der Grafikkarte E-Screen. Sie arbeitet jetzt mit Frequenzen von 80 bis 164 MHz und kann mit bis zu 8 MB RAM aufgerüstet werden, die vom ST als Arbeitsspeicher genutzt werden können. Dadurch kann man z.B. mit einem Mega 4 mit 12 MB arbeiten.

Ein Barcode-Lesesystem für Mega ST/STE und TT befindet sich ebenfalls im Angebot von Eickmann. Dabei wird ein Adapter auf die Tastatur aufgesetzt und in die serielle Schnittstelle gesteckt. Das dazugehörige Leseprogramm gibt die Barcode-Daten dann direkt in den Tastaturpuffer, so daß man den Lesestift aus jedem Programm heraus nutzen kann.

Artiplus

Daß mit der Fertigstellung einer Druckvorlage und dem Ausdruck per Laserdrucker noch lange nicht Schluß sein muß, bewies die Firma Elzner mit dem Artiplus-Sy-stem. Es handelt sich dabei um Ausdruckveredelungen in kleinen Stückzahlen. So können Dokumente mit einem handelsüblichen Laserdrucker über ein Farbtrans-ferverfahren coloriert, mittels Folien-Lamilierung versiegelt oder sogar als Displays auf Karton aufgezogen werden. Es gibt in dem System bereits vorgestanzte Visitenkarten, Selbstklebeetiketten, Materialien zur Herstellung von Schildern und für den Stoffdruck.

fischerwerke

Um Steuerung von Maschinen und Robotern ging es am Stand der fischerwerke, die mit dem fischertechnik-Paket Computing einen Experimentierbaukasten vorstellten, bei dem Motoren zu Armen und Händen sowie Fotozellen und Taster zu Sinnesorganen wurden. Ein fischertechnik-Interface stellt die Verbindung zwischen Computer und den elektrischen Bauelementen der Experimentierkästen her und erlaubt die Steuerung der aufgebauten Modelle. Das Programm Lucky Logic steuert dann alle fischertechnik-Modelle über das Interface.

Galactic

Neben bekannten Produkten wie Connecti-CAD, Music-Mon. Soundman, Sample-Star/MIDI und Sample Wizard zeigte Galactic auch eine Neuheit. DIGIT heißt das Programm, welches die Galactic-Sound-Serie um einen digitalen Sound-Tracker ergänzt. Mit ihm können vierspurige Musikstücke mit gesampleten Instrumenten eingespielt werden. Dies kann sowohl über die als Klaviatur umfunktionierte ATARI-Tastatur als auch mittels eines MIDI-Keyboards geschehen. Die Längen der einzelnen Instrumenten-Samples sind dabei nur durch den verfügbaren Speicherplatz beschränkt. Alle digitalen Klänge lassen sich in Echtzeit über 3 Oktaven transponieren. Die Samples lassen sich direkt mit den Galactic-Samplern erstellen und werden in hoher Qualität (12.5 KHz Sampling-Frequenz) von DIGIT abgespielt. Auf ATARI-STE/TT und Falcon-Computern wird die volle Qualität des DMA-Sounds ausgenutzt.

Geng-Tec

Für diejenigen, die noch RAMs im DIL-Gehäuse zuviel haben, bietet Geng-Tec Adapterplatinen an, die, mit den DIL-RAMs bestückt, als Quasi-SIMM-Module in STE-Modellen ihren Platz finden.

Ferner gibt es einen Monitoradapter, um den SM-124-Monitor an einen ST-Book anzuschließen. Ebenfalls erhältlich ist ein Tastaturadapter zum Anschluß einer Mega-ST-Tastatur an den Book. Das Angebot für den ST-Book wird durch Maus und Trackball abgerundet.

GE-Soft

Am Stand von GE-Soft konnte man den schnellsten ATARI-TT bewundern. Durch eine 50MHz-Beschleunigerkarte mit 68030-Prozessor erreicht der TT eine Geschwindigkeitssteigerung von rund 25%. Besonders für rechenintensive Anwendungen ist diese Erweiterung zu empfehlen.

Ebenfalls für den TT wurde eine 256-MB-TT-RAM-Erweiterung gezeigt. Damit sind nun ein für allemal sämtliche Speicherplatzprobleme aus dem Weg geräumt. Allerdings kann, bedingt durch die Baugröße der Karte, das original TT-Gehäuse nicht mehr verwendet werden. Auch das Netzteil muß durch ein kräftigeres ersetzt werden.

Bei GE-Soft gab es einen TT mit 50MHz-Beschleunigerkarte.

H3 Systems

Neben dem in dieser Ausgabe vorgestellten DTP-Programm Timeworks Publisher 2 war bei H3 Systems ein neues Grafik-, Präsentations- und Animationsprogramm zu sehen. Mit DA’s Vektor, so sein Name, können Sie zeichnen, konstruieren, illustrieren, Logos entwerfen usw. Außerdem beherrscht es Rund- und Formsatz und automatische Vektorisierung gescannter Vorlagen. DA’s Vektor verarbeitet gängige Font-Formate, wie z.B. Type-1 -, CFN- und Speedo-Fonts, so daß eine Fülle von Schriften eingesetzt werden kann. Die Ausgabe kann auf Laser- und Farbdrucker sowie Dias oder Druckfilme erfolgen. DA’s Vektor unterstützt alle Auflösungen inkl. denen des Falcons und ist für unter DM 300,- zu haben.

Hard & Soft

Der bekannte Hersteller von Festplatten und Computerzubehör zeigte auf der Messe den Vantage-III-SCSI-Host-Adapter für Mega-STE-Computer. Dieser Host-Adapter ist zum direkten Einbau in Mega-STEs gedacht und bietet zudem einen herausgeführten SCSl-Bus, an dem sich weitere Geräte anschließen lassen.

Neu ist auch ein ED-Modul, das in Verbindung mit dem AJAX-Floppycontroller von ATARI und einem entsprechenden Laufwerk die Verwendung von ED-Disket-ten (2.88 MB) in allen ST-Computern erlaubt.

Noch als Prototyp konnte man einen AT-Bus-Adapter für ST-Computer besichtigen. Diese Gerät wird in den Rechner eingebaut und ermöglicht den Betrieb von AT-Bus-Festplatten, welche preislich günstiger als SCSI-Laufwerke ausfailen. Laut Auskunft von Hard & Soft soll der Adapter weniger als 100,- DM kosten.

Der Caddy ist ein Festplattengehäuse, das speziell für Mega-STE- und TT-Computer entwickelt wurde. Er wird einfach anstelle der Originalfestplattenabdeckung eingesetzt und erlaubt die Montage eines 3.5"-Festplatten-und eines 5.25"-Wechselplattenlaufwerks.

Hard & Soft bietet nun einen 32-Graustufen-Handyscanner zu einem günstigen Preis an. Das Gerät arbeitet mit einer Auflösung von 400 dpi bei einer Scan-Breite von 105mm. Durch die Einbindung des GDPS-Standards ist dieser Scanner sofort in vielen Programmen (Cranach, Calamus SL, Repro-Studio etc.) einsetzbar.

Heim Verlag / Compo

Auf dem gemeinsamen Stand vom Heim Verlag und Compo gab es eine Reihe Neuigkeiten zu sehen. Zunächst einmal wäre da Netzplan III. Dabei handelt es sich um ein Programm, das professionelles Projektmanagement vereinfachen soll. Es beinhaltet eine Termin- und Ablaufplanung, eine integrierte Ressourcen- und Kostenplanung u.v.m.

Neu war auch ein Formelsatzsystem namens Formel-X, das als Ergänzung zu Textverarbeitungen oder DTP-Programmen verstanden werden will. In ihm lassen sich Formeln mittels mathematischer Zeichensätze zusammenbauen und dann als IMG-Grafik in hoher Auflösung ausgeben. Formel-X arbeitet nach dem WYSIWYG-Prinzip und funktioniert entweder als Programm oder Accessory.

Ferner war Skyplot in der neuesten Version zu sehen. Es läuft jetzt unter MultiTOS und wurde auf der Messe auch auf dem Falcon-Rechner getestet. Zu guter Letzt wurde That’s Address in der neuen Version 2 gezeigt.

Henke u. Rheingans

SED-DOC ist ein mehrplatzfähiges Praxis-Verwaltungsprogramm für niedergelassene Ärzte aller Fachgruppen. Seit nunmehr vier Jahren Marktpräsenz ist SED-DOC ein ausgereiftes Produkt geworden, und dennoch hat es weitere Neuerungen erfahren: Neben kleineren optischen Verbesserungen der GEM-ObeiTläche (fliegende Dialoge u.ä.) und Vorbereitung auf MultiTOS, ist nun eine aus jedem Dialog aufrufbare Online-Hilfe im Hypertext-Verfahren eingebaut. Wahlweise ist SED-DOC auch von einem Grafiktablett bedienbar, was einigen Kollegen der Ärzteschaft sehr entgegenkommt, die mit einer starren Tastatur auf Kriegsfuß stehen. Durch Einbau einer FAX-Schnittstelle kann man jetzt aus SED-DOC direkt Telefaxe versenden.

Heyer & Neumann

Am Gemeinschaftsstand von Heyer & Neumann und Computer & Design konnte der Messebesucher den Nachfolger des Hardware-Beschleunigers HBS-240, den HBS-210, bewundern. Das Gerät zeichnet sich durch die geringe Baugröße aus, die nun auch den Einsatz in 260-, 520-, und 1040-ST-Computern ermöglicht. Die geringen Abmessungen sind durch die Verwendung von SMD-Technik ermöglicht worden. Neu gegenüber dem HBS-240 ist auch die OM-Option. die jetzt ebenfalls für TOS 2.06 vorgesehen ist. Dadurch werden alle Zugriffe auf das Betriebssystem besonders beschleunigt. Der HBS-210 kostet 299.- DM. Der Preis für den HBS-240 wurde auf 199,- DM gesenkt.

Mit der IMEX II zeigte Heyer & Neumann eine Speichererweiterung, die nur 67 x 40 Millimeter Baugröße hat. Dadurch läßt sie sich leicht in alle ST-Computer einbauen. Das Besondere an dieser Karte ist, daß der Speicher auf der Hauptplatine mitbenutzt werdenkann. Dadurch lassen sich auch Speichergrößen von 3 MB verwirklichen. Der maximale Ausbau betrügt 4 MB. Mit 2 MB bestückt. beläuft sich der Preis für die IMEX II auf 249,- DM, die 4 MB-Version kostet 379.- DM.

ICD

Als Weltneuheit präsentierte ICD einen SCSI-Adapter, der in den Griffschalen eines Steckers Platz findet. The Link, so der Name, benötigt keine externe Spannungsversorgung. Durch die extrem stromsparenden Bauteile wirdeine Versorgung über die Termination-Power der angeschlossenen Festplatte ermöglicht. Fast alle Festplatten bieten heutzutage diese Möglichkeit. The Link unterstützt den vollen SCSI-Befehlssatz und erlaubt alle SCSI-Kennungen von 0 bis 7. Möglich wurden diese geringen Abmessungen durch den Einsatz eines hochintegrierten VLSI-Schaltkreises, der das Herzstück des Host-Adapters darstellt. Der Stecker ist SCSI-seitig mit der üblichen 50poligen SCSI-Norm ausgestattet, aufder ACSI- (DMA-Port)-Seite ist die bekannte 19polige Sub-D-female-Buchse zu finden. Der Anwender benötigt lediglich ein normales DMA-Kabel und kann sofort jede SCSI-Festplatte z.B. aus dem Macintosh-Bereich anschließen.

IDEART

argus Professional ist eine komplette Büroorganisations-Soft-ware, mit der u.a. Fakturierung, Kunden-, Artikel-, Rechnungsverwaltung, automatisches Mahnwesen. Umsatzberechnung, Verbindlichkeiten und Dauerauftrag möglich sind. Ein Zusatzmodul namens electronic banking erlaubt die Teilnahme am kostensparenden, belegfreien Datenaustausch mit Banken und Sparkassen.

digital cash heißt die vollelektronische Registrierkasse, die eine Festpreisliste enthält, nach Warengruppen getrennte Kassenmodi besitzt, spezielle Gastronomiefunktionen (z.B. bis zu 99Tische) bereithält. Bedienerabrechnung am Tagesschluß erlaubt, einen Zeitperiodenbericht und umfangreiche Artikelstatistik ermöglicht. Optional sind ein Bondrucker, eine Barkassenschublade, ein Barcode-Lesestift und eine Lebensmittelwaage anschließbar.

invent ag

Orbiter heißt das Produkt der invent ag, das speziell zur Steuerung und Regelung von langsamen Vorgängen per Computer gedacht ist. Der Orbiter arbeitet über die RS232-Schnittstelle mit Sensoren, Motoren und Schaltern zusammen. An einem derartigen Interface können bis zu 127 Orbiter-Elemente angeschlossen werden. Ein Orbiter ist in der Lage, 8 Sensoren (Temperatur, Feuchtigkeit, Lichtstärke) und 8 digitale Signale (Endschalter, Schaltuhren) einzulesen und zeitgleich 6 digitale Schaltimpulse parallel auszugeben, wobei 4 Schaltrelais auf dem Orbiter Platz finden können. Anwendungen sind denkbar im Bereich der Energieüberwachung, Tierfütterung, Heizungssteuerung, Wintergarten, Gewächshaus, Warm Wasseraufbereitung usw.

Kontrast

Einen neuen Virenkiller zeigte Kontrast. toXis 5.0 ist der bezeichnende Name dieses Utilitys. Es bietet neben den üblichen Funktionen wie Boot-Sektor- und Link-Virenerkennung auch einen On-line-Schutz. der eine Diskette gleich beim Einlegen auf Virenbefall überprüft und ggf. eine Warnmeldung ausgibt.

Mit Karma 1.5 soll nun endlich ein Bildformatkonverter in den ST-Markt eindringen, der keine Wünsche mehr offenläßt. Er kann Bildformate wie 1FF, TIFF, PCX, BMP bis zu einer Bit-Tiefe von 8-Bit laden und wieder speichern. Nebenbei lassen sich auch GEM-Metafiles (Vektorgrafiken) in Pixel-Dateien wandeln.

Virgil, der Lagerbutler, konnte in der fünften Generation begutachtet werden. Das Programm ist als Lagerverwaltung für mittelständische Betriebe und Unternehmen konzipiert. Zudem ist noch eine einfache Finanzbuchhaltung auf der Basis einer Kontenbuchführung in Virgil integriert.

Klaus Kremer

Ein Hotelreservationssystem stellte das Software-Haus Klaus Kremer vor. Hotel ST zeichnet sich durch einfache Bedienung und kurze Einarbeitungszeit aus. Es verfügt über eine übersichtliche Wochen- und Monatsübersicht und eine computerunterstützte automatische Reservierung. Messe- und Saisontermine mit Preiskopplung sind frei definierbar. Ferner bietet Hotel ST ein integriertes Verwaltungsprogramm für Mini-bar und Telefon. Eine komfortable Soforthilfe fehlt ebenfalls nicht.

Mit Hotel ST gibt es bei den Zimmerbuchungen für die nächste ATARI-Messe keine Probleme mehr. Der ATARI hat alles fest im Griff.

Lieberoth

Progno ist ein neues Programm zur Chartanalyse. Es findet selbständig aktuelle Trendkanäle. Im Lieferumfang befinden sich 73 Reihen von Aktien- und Währungskursen sowie Renten- und Aktienindizes.

LogiLex

Der Online-Komprimierer DATAlight war in der Version 2.0 zu sehen. Sie zeichnet sich durch eine verbesserte Komprimierungsrate aus, deren Effizienz durch die Auswahl aus verschiedenen Komprimierungsverfahren erreicht wurde. Auch von 1st Lock und 1st Card wird es demnächst neue Versionen geben.

MAKRO C.D.E.

MAKRO C.D.E. hat seine Palette der Hardware-Beschleuniger zur ATARI-Messe überarbeitet. Der TURBO 030FB ist nun auch mit bis zu 16MB FastRAM (TT-kompatibel) verfügbar. Die Taktfrequenz beträgt 40MHz, wobei ein 32-Bit-Prozessor vom Typ 68030 zum Einsatz kommt. Optional kann auch ein mathematischer Coprozessor (68882) eingesetzt werden. Um volle Kompatibilität zu gewährleisten befindet sich auch ein 68000er-Prozessor mit auf dem Board, auf den bei Bedarf zurückgeschaltet werden kann. Der TURBO 030FB kostet mit 4MB FastRAM 2298,- DM.

Die Ausführung des Turbo 030 ohne FastRAM hat den Namen TINY erhalten. Zwei verschiedene TINY-Versionen sind erhältlich. Der TURBO 030T/C40 enthält eine 68030EC-CPU (ohne PMMU), die mit 40MHz getaktet wird. Die Version TURBO 030T/ 50 ist mit einem vollwertigen 68030-Prozessor bestückt und wird mit 50MHz getaktet. Alle TINY-Boards laufen sowohl mit ST- als auch mit Mega-STE-Computern. Der Preis für den TURBO 030T/C40 liegt bei 1489,- DM. Der TURBO 030T/50 kostet 1698,- DM.

Auch der TURBO 25 (vormals TURBO 20) wurde überarbeitet. Er beinhaltet jetzt eine vollständige TOS-2.06-Dekodier-Logik, so daß ein externes TOS-Board nicht erforderlich ist. Auf dem Board kommt ein mit 25MHz getakteter 68000er-Prozessor zum Einsatz. MAKRO hat zudem den Preis auf 598,- DM gesenkt.

Eine echte Neuheit bei MAKRO ist das BigRAM. Es handelt sich hierbei um eine Speichererweiterung für ST - und Mega-STE-Computer. Bis auf maximal 12 MB (in 2-MB-Schritten) läßt sich die Platine aufrüsten. Durch die voll steckbare Konzeption kann die Karte auch von Laien eingebaut werden. Für 389,- DM erhält man die Basisplatine (ohne RAM), je 2 MB kosten 200,- DM.

Auch MAKRO ist in den Markt der Grafikkarten eingestiegen. Mit der ISAC für Mega-ST- und der ALBERTT für Mega-STE- und TT-Computer bietet MAKRO preiswerte Farbgrafikkarten mit Auflösungen bis 1024x768 Punkten an. Dabei werden 16 aus einer Palette von 4096 Farben benutzt. Die Karte erreicht eine extrem hohe Kompatibilität durch ein Grafikspeicherkonzept, das dem der ATARI-Computer entspricht. ISAC und ALBERTT kosten jeweils 998,- DM.

Für Freunde von Desktop-Icons ist das NewDesk-ICON-CPX gedacht. Dieser Icon-Editor ist als CPX-Modul ausgelegt und kann jedes vorhandene Icon editieren bzw. neue eigene Icons erstellen. Es wird kein Resource-Construction-Set benötigt. Das Modul bearbeitet direkt die DESKICON.RSC-Datei, die ab TOS 2.05 vom Desktop verwendet wird. Das CPX-Modul ist für 98,- DM zu haben.

MAXON

In der Version 2.5, die im 4. Quartal auf den Markt kommt, kann die Funktionsvielfalt von HARLEKIN ganz individuell auf die eigenen Bedürfnisse eingestellt werden: Im Hauptmenü sind nur noch jene Programmsymbole zu sehen, mit denen man unmittelbar arbeiten möchte. Es wird jetzt das Z-Modem-Programm von Michael Ziegler im Terminal-Modul unterstützt. Der Fileselektor ist in der neuen Version komplett per Tastendruck steuerbarund springt bei Eingabe eines Buchstabens sofort auf den ersten Eintrag in Directory, der mit diesem Buchstaben beginnt. Außerdem unterstützt HARLEKIN jetzt die TT/ STE-typischen Schnittstellen und HD-Laufwerke.

MultiGEM 2 erlaubt jetzt nahezu beiliebig viele zeitgleiche Prozesse, die sich beliebig in Accessories und Programme aufteilen lassen. Damit ist die 6-ACC-Grenze verschwunden! Es können auch mehr als 6 GEM-Pro-gramme gestartet werden. Mit WINX2 verfügt jeder ST/STE/TT jetzt über maximal 40 offene GEM-Fenster. Programme können beliebig ausgeblendet werden und beanspruchen dadurch keine Rechenzeit mehr. Ideal zur Kontrolle von Multitasking-Prozessen ist GoRBI. Dieses Programm zeigt ständig den Speicherbedarf aller gestarteten Programme an sowie die prozentual verbrauchte Rechenzeit und die Prozessorauslastung. Es befindet sich im Lieferumfang von MultiGEM 2.

MAXONs Twist-Datenbank funktioniert nach dem Konzept: leicht bedienbar, optisch ansprechend, sicher und schnell.

TWIST ist eine völlig neue Datenbank, mit der die Datenblätter frei von jeder Einschränkung gestaltet werden können: Fonts, Rahmen, Buttons, Pop-Up-Menüs, Rechenfelder, Bilder u.v.m. Da TWIST die Daten grundsätzlich von der Festplatte holt, gibt es nur dort die Beschränkung im Speicherplatz. Die Ausgabe der Daten läuft über einen grafisch gesteuerten Reportgenerator mit vielen mathematischen und statistischen Funktionen. Ein interner Editor nimmt alle Daten und errechneten Werte auf und bringt sie sogai Proportionaldruck zu Papier.

Matrix

Auch die Firma Matrix konnte auf der Messe schon ein Produkt für den Falcon 030 betriebsbereit vorstellen. Der Video-Digitizer Mat-DigiR wurde speziell für den Falcon entwickelt. Allerdings gestattet der Anschluß über den ROM-Port auch die Verwendung an anderen ATARI-Computern. Bis zu 720x576 Pixel digitalisiert das Gerät mit 2 Millionen Farben in Echtzeit. Der Falcon kann davon 320x200 Punkte in 32768 Farben darstellen. Eine denkbare Anwendung wäre der Einsatz als Bildtelefon, für den sich ein spezieller Fast-Gray-Modus einschalten läßt.

Ein True-Color-Video-Digitizer der Profiklasse wurde ebenfalls gezeigt. Als Option zu den Grafikkarten TC1006 und TC1208 kann dieser Digitizer einfach auf die Karten aufgesteckt werden. Digitalisiert wird in Echtzeit mit 24 Bit, also 16,7 Millionen Farben. Besonders im professionellen DTP-Einsatz dürfte dieser Digitizer seine Anwender finden.

Matrix bietet nun auch neue Monitore zu den Grafikkarten an. l7"-Trinitron- und 20"-Mitsubi-shi-Monitore sollen die Produktpalette erweitern. Beide Monitore ermöglichen flimmerfreie Darstellung und außergewöhnliche Brillanz und Kontraststärke.

Eine nützliche Hardware-Erweiterung wurde mit der MoniBo gezeigt. Diese Monitor-Umsehalt-Box ermöglicht den Anschluß verschiedener Videoquellen (Grafikkarten, TT-Grafik-Modi usw.) an einen analogen Monitor.

Mega Team

Auch in diesem Jahr lag der Schweipunkt der Präsentation vom MegaTeam auf der Software MegaFakt, von der es zwei neue Versionen gibt: Während die beiden bisherigen Versionen immer voll netzwerkfähig waren, hat man aufgrund der relativ geringen Verbreitung von Netzwerken im ATARI-Bereich die Version MegaFakt classic zum Preis von 798,- DM herausgebracht. Sie entspricht im Funktionsumfang der netzwerkfähigen Vollversion, außerdaß sie nur auf einem einzelnen Rechner läuft.

Die Version 4.30 von Mega-Fakt hat jetzt eine neue Belegart namens „Preisanfrage“, den Export nach Caddy, 5 Formulare pro Belegart, globale Preiserhöhungen auf bestimmte Warengruppen oder eine ganze Preisliste bezogen, Import aus BSS-Plus, automatische Vergabe von Kunden- und Artikelnummern, Anpassung an Biodata-Netze, eine Schnittstelle zu QFAXPro, eine neue Maske für Zahlungseingänge sowie optionale Unterdrückung einzelner Positionen im Formularausdruck.

Alle MegaFakt-Versionen sind ab sofort in der Lage. Barcodes zu lesen und zu drucken. Unterstützt werden dabei die Barcode-Leser der Firma Symbol in zwei Ausführungen: Bei Lesestiften und Touchreader wird unmittelbar der gelesene Code in die Maske übergeben, während bei Scannern mit Zwischenspeicher ganze Warengruppen aufgenommen und später dem Programm übergeben werden können. Hierbei arbeitet MegaTeameng mit der Firma Rolf Rocke Computer zusammen.

Meyer & Jacob

Die Firma Meyer & Jacob aus Dortmund stellte erstmalig ihre neuen Microdrive-Festplatten einem breiten Publikum vor. Dabei handelt es sich um SCSI-Festplatten im 3.5"-Floppy-Drive-Gehäuse mit externem Steckernetzteil. Erhältlich sind die Geräte in folgenden Kapazitäten: 52 MB (749,-DM), 105 MB (999,- DM), 120 MB (1199,- DM) und 240 MB (1799.- DM). Wahlweise sind die Microdrive-Platten auch mit internem Host-Adapter zum direkten Anschluß an ST/STE-Computer verfügbar, der Aufpreis hierfür betrüg jeweils 100.- DM.

Neu ist auch die Speichererweiterung für Mega-STEs. Bis auf 10 MB RAM läßt sich ein solcher Rechner damit aufrüsten. Die Leerplatine wird für 449,- DM verkauft. Jeweils 2 MB kosten 150,-DM. So erhält man für insgesamt 899,- DM (Mega-STE 4 vorausgesetzt) den Vollausbau auf 10 MB. Für 120,-DM bietet Meyer & Jacob auch einen Einbauservice an.

Die bekannte und bewährte RAM-Erweiterung für ST-Computer MicroRAM wurde im Preis gesenkt. Die Platine mit 2 MB bestückt kostet nun 229,- DM; voll ausgebaut mit 4 MB bestückt kann man die MieroRAM für 349.- DM erstehen.

Als absolutes Novum hat Meyer & Jacob auf der Messe einen Ein-und Umbauserviceangeboten. Der Messebesucher konnte seinen Rechner direkt am Stand abgeben und ihn in fertigem Zustand. z.B. mit einer Speichererweiterung versehen, am Abend wieder mit nach Hause nehmen. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.

MW-Electronic

Ein ED-Modul konnte man bei MW-Electronic besichtigen und auch gleich mitnehmen. Auf bis zu 2.88 MB lassen sich damit Disketten formatieren. Voraussetzung dafür ist natürlich ein ED-taugliches Diskettenlaufwerk und der AJAX-Floppycontrol 1er von ATARI. Im Lieferumfang ist außerdem ein Kopierprogramm, das alle gängigen SD-, DD-, HD- und ED-Formate unterstützt.

Omikron

Eine Vorversion der Volltextdatenbank Easybase 2 war am Stand von Omikron zu sehen. Sie setzt auf einen Volltext-SQL-Server auf, der auch separat unter dem Namen BrainBox angeboten wird. Vorteil bei Easybase 2 ist, daß man beliebig Felder anlegen kann, die in jedem Datensatz von unterschiedlicher Länge sein können.

Ebenfalls neu ist Mortimer deluxe, eine erweiterte Version des hilfreichen Butlers. Er kann jetzt PAC- in IMG-Bilder wandeln. Ferner wurde die Anzahl der Texte, zwischen denen Mortimer umschalten kann, von bisher vier auf zehn erweitert. Für Vergeßliche wurde ein Terminplan mit Alarmfunktion eingebaut.

OverScan

Auch auf dem neuen Falcon 030 konnte die Firma OverScan ein neues Betätigungsfeld finden. OverScan-Falcon ermöglicht es, die maximalen Auflösungen, die der Falcon darstellen kann, auch unter dem Desktop bzw. unter GEM zu benutzen. Das Treiberprogramm wird im Auto-Ordner installiert. Alle am Falcon anschließbaren Monitortypen werden dabei unterstützt. Für Multiscan-Monitore ist eine Spezialanpassung vorhanden, die es erlaubt, durch Variation der horizontalen und vertikalen Bildfrequenzen noch höhere Auflösungen zu erzielen.

Ganz neu ist der Overlay-Titelgenerator für alle ATARI-Computer. Es lassen sich mehrere Bildseiten zusammenstellen, die dann mit verschiedenen Effekten ineinander übergeblendet werden. Pro Bildseite lassen sich verschiedene Bild- und Textobjekte kombinieren, wobei Reihenfolge, Transparenz und Position jederzeit verändert werden können.

Pahlen & Kraus

Der Texteditor PKS-EDIT trägt nunmehr die Versionsnummer 2.0, wobei sich einiges getan hat: neue Funktionen selbst zusammenbauen mit editierbaren Makros und dem Makro-Compiler; Bearbei-tungsfenster werden durch ein Icon auf der Oberfläche repräsentiert; die Such- und Ersetz-Funktionen sind einfacher geworden; die Druckeranpassung gewährleistet bessere Ausdruckqualität; jetzt ist auch ein Verschlüsseln von Dateien möglich.

Die PKS-SHELL, eine UNIX-Arbeitsumgebung, ist nun beliebig konfigurierbar. Außerdem gibt folgende Neuerungen: UNIX csh als History, DC - ein Rechner mit beliebigerGenauigkeit, Compress - der Urvater aller Packprogramme, TAR - ein Standardarchivierprogramm, AWK - eine Programmiersprache für Textverarbeitungen mit Listen- und Reportgenerator, FGREP für superschnelles Suchen in Dateien.

PAM Software

Das bekannte PAMs-Net, ein Netzwerksystem auf Ethernet-Basis, hat eine nützliche Erweiterung erfahren. Benutzer können sich nun via Modem von jedem Ort in ein bestehendes Netzwerk ein wählen und auf alle dafür freigegebenen Laufwerke zugreifen. Für den Anwender sieht es praktisch so aus, als wenn er direkt mit im Netzwerk verankert wäre. Lediglich in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit müssen Abstriche gemacht werden. Mit einem modernen High-Speed-Modem wird aber auch dies erträglich.

PLI

Ein 21-MB-Floptical-Laufwerk bot die amerikanische Firma PLI an. Der Anschluß erfolgt über den SCSI-Port. Ein besonderes Feature ist, daß das Laufwerk auch 3,5"-Disketten im DD- und HD-Format lesen kann.

Purix

Script 3 heißt der Nachfolger einer bekannten Textverarbeitung, die jetzt direkt von der Firma Purix vertrieben wird.

Von Purix wurde die Textverarbeitung Script3 gezeigt, die ab Dezember verfügbar sein soll. In der neuen Version finden sich eine Rahmenfunktion und eine automatische Tabellengenerierung, mit denen man leicht und schnell Übersichten erstellen kann. Häufig wiederkehrende Floskeln lassen sich als Textbausteine abspeichern und per Tastendruck aufrufen. Eine neue Wortkorrektur mit bis zu 10 verschiedenen Lexika und eine Indexerzeugung fehlen ebenfalls nicht. Neu sind auch die Rechenfelder und die automatische Textspeicherung. Script3 kann jetzt beim Ausdruck verkleinern, vergrößern und querausdrucken. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, in eine IMG-Datei zu drucken, und ein Faxtreiber sorgt dafür, daß man mit Q-FAX und Tele-Office Faxe verschicken kann.

Rhothron

Der diesjährige Stand der Firma Rhothron stand ganz im Zeichen des Falcon 030. Für diesen leistungsfähigen Rechner standen u.a. folgende Hardware-Neuerungen zur Verfügung: ein VMEbus-Interface zum Anschluß von Großbildschirmgrafik-, Netzwerk-und anderen VME-Karten, ein Steckplatzgehäuse zur Aufnahme von 2,7, oder 19 VME-Karten, ein 19"-Tisch- oder Rack-Gehäuse, ein Backup-Streamer für 60 bis 600 MB. Rhothron hat den Falcon in einem 19"-Industriestandardgehäuse gezeigt. Ein 16Bit-AD-Wandler von hoher Güte zum Anschluß an den DSP-Port ist ebenfalls für den Falcon 030 erhältlich.

Alle Software-Produkte aus dem Hause Rhothron sind uneingeschränkt auf dem Falcon 030 lauffähig. Insbesondere unterstützen die Produkte rho-Datenlogger, rho-Transient, rho-Prozess und das völlig neue Programm rho-Analyse den digitalen Signalprozessor (DSP), so daß Fourier-Transformation und digitale Filterung in Echtzeit möglich sind.

Auch für andere ATARI-Rechner hält Rhothron neue Entwicklungen bereit. Für alle STE und TT gibt es einen Tower mit VME-Bus, die Reihe rho-PROF zeigt sich in einem neuen, kompakteren Gehäuse. Für das ST-BOOK gibt es ein VMEbus-Interface.

H. Richter Distributor

Ein unerwartet großes Echo fand der Aufruf der Firma H. Richter, sich für GFA-BASIC bei ihr registrieren zu lassen. Wie bereits mehrfach berichtet, hat die Firma ab der aktuellen Version 3.5 für ST/STE und 3.6 für TT den vollen Support von GFA-BASIC übernommen.

Connect I ist ein FAX-Empfangsschalter, der bei ankommendem Ruf automatisch den Computer einschaltet, um ein Telefax entgegenzunehmen (dann schaltet es aber auch wieder aus). Nach Auskunft der Firma ist dieses Gerät, das zwischen Modem und Rechner angeschlossen wird, postalisch nicht zu beanstanden. Für die Software-Seite hält Richter das Programm FonFAX II bereit, das für den automatischen Empfang eingerichtet ist.

Besondere Aufmerksamkeit erregte MIDICom, ein Low-Cost-Netzwerk für bis zu sieben Rechner. Für Architekten dürfte Castell interessant sein, ein bauspezifisches Datenerfassungssystem mit volumenorientiertem Konstruktionsteil für alle ST/STE und TT. Hierzu gibt es auch eine preisgünstigere Studentenversion. Syntex, eine Texterkennungs-Software wird in den Versionen 1.0 für 149,- DM und 1.2 für 299,- DM angeboten.

KVG heißt ausgeschrieben Kreditvergleichsprogramm und soll den Dschungel von Zinsen, Tilgung, Disagio, Rate usw. lüften.

Roskothen & Eckstein

Die R&E-Festplattenlaufwerke dürften mittlerweile einen großen Anwenderkreis gefunden haben. Besonders wegen der geringen Baugröße und der extremen Geräuscharmut heben sich die 2.5"-Zwerge hervor. Neu ist das 120-MB-Laufwerk. Unter der Bezeichnung R&E EHD-120(S) erhält der Käuferein vollwertiges 120-MB-SCSI-Laufwerk anschlußfertig für ATARI-TT- oder ST/STE-Computer (mit integriertem Host-Adapter). Das Laufwerk hat eine Übertragungsrate von 1400 KB/s und steht damit den „großen“ in nichts nach.

Roßmöller HS. GmbH

Der Videorekorder wird zum preisgünstigen Backup-Streamer für alle ATARI ST/TT/Falcon. Ein handelsüblicher Videorekorder, angeschlossen an den Rechner, kann auf einem VHS-240E-Band bis zu 600 MB unterbringen. Das sind ca. 2 Pf. Backup-Kosten pro MByte! Die mitgelieferte Software beherrscht sowohl File- als auch Image-Backup für GEM/BGM-Partitionen. Darüber hinaus erlaubt die Software Selektionen über eine Datei maske, das Datum, das Archiv-Bit oder über Verknüpfungen von Dateinamen. Umfangreiche Backup-Reports werden erstellt. Außerdem kann man mit Paßwort das gesamte Band schützen.

Sang

Eine professionelle Grafikkarte mit True-Color-Eigenschaften bekam man bei Sang zu sehen. Die Megavision 300 verfügt über einen eigenen Videocontroller vom Typ INMOS IMSG300. In Verbindung mit 1 MB Video-RAM erreicht die Karte erstaunliche Leistungsdaten. Bis zu 16,7 Millionen Farben werden gleichzeitig dargestellt. Durch die hohe Videofrequenz von 110MHz sind selbst bei höchsten Auflösungen noch flimmerfreie Darstellungen möglich. Fast jeder beliebige Monitor läßt sich an der Karte betreiben. Dies geht vom Fernseher mit SCART-Anschluß bis hin zum professionellen CAD-Monitor.

Optional ist auch ein Genlock-Anschluß für Video-Anwendungen erhältlich.

SciLab

Bei der Hamburger Firma SciLab gab es das Präsentationsprogramm Xact zu sehen, daß wir bereits in der Juli/August-Ausgabe der ST-Computer getestet haben. Auf vielfache Nachfrage bietet jetzt SciLab auch den Vektorzeichenteil Xacts als separates Programm unter dem Namen Xact Draw an. Mit Xact Draw lassen sich Zeichnungen und Illustrationen leicht erstellen. Es verfügt über grafische Objekte wie Kreise, Linien, Kurven, Schrift etc., die auch nachträglich in Form, Farbe, Umrahmung oder Textstil verändert werden können. Xact Draw beitzt diverse Zeichen- und Bearbeitungshilfen wie Gruppieren, Sperren, Lineale usw. Standardseitenformate und -maßsy Sterne sorgen für exaktes Arbeiten.

Durch die vielseitigen Im- und Export-Formate (z.B.CVG.GEM-Metafile, EPS, HPGL, PostScript usw.) ist ein Datenaustausch mit anderen Programmen und Rechnersystemen gewährleistet. Qualitativ hochwertige Ausgaben lassen sich über die GDOS-Drucker-treiber ermöglichen.

Ebenfalls auf dem Stand von SciLab konnte man das Backup-System Argon CD bewundern, das die Daten wahlweise auf Disketten oder Fest- bzw. Wechselplatten sichert. Es verfügt über drei Komprimierungsstufen und protokolliert zum Schutz vor Link-Viren Unterschiede zwischen Backup- und Originaldateien mit. Durch die Batch-Verarbeitung lassen sich Datensicherungen automatisieren. Ferner besteht die Möglichkeit, die Daten zu verschlüsseln und mit einem Paßwort zu schützen. Die Festplattenbelegung läßt sich als Baumdiagramm darstellen und ausdrucken.

Trade iT

Nicht nur optisch sehr ansprechend: Chagall von Trade iT

Nachdem Trade iT den Vertrieb des Repro Studios an die Entwicklerfirma Hofmann Engineering zurückgegeben hat, bietet man dort jetzt eine neue Bildverarbeitung namens Chagall an. Chagall ist modular aufgebaut und läuft auf allen Auflösungen mit bis zu 16,7 Mio. Farben, Grafikkarten und auch auf dem Falcon. Als Grafikformate sind TIFF, PCX, IMG usw. vorhanden. Scanner lassen sich über die GDPS-Schnittstelle ohne Probleme ansteuern. Die Ausgabe kann auf (Farb-)Drucker und Plotter erfolgen. Chagall verfügt über eine Vielzahl von Werkzeugen, die sich individuell in einer Box zusammenstellen lassen. Ferner bietet es die Möglichkeit der automatischen und manuellen Maskenerstellung. Sowohl Pixel- als auch Vektorgrafiken lassen sich mit Chagall erstellen. Beliebiges Zoomen, Drehen um hunderstel Grad und diverse Filter fehlen ebenfalls nicht.

Des weiteren wurde die Möglichkeit gezeigt, digitale Schnappschüsse mit dem Fotoman zu machen. Dabei handelt es sich um eine Art Fotokamera mit 256 Graustufen und 32 Bildern. Die Bilddaten werden später an den Rechner weitergegeben und können dort weiterbearbeitet werden. Zuletzt wurde Avant Vektor 2.0 gezeigt, das jetzt über einen integrierten Font-Editor und ein Satzmodul verfügt.

SHIFT

CyPress, das in der Version 1.5 zu sehen war, ist nun vollständig in GEM eingebunden. Somit läuft diese Textverarbeitung in allen Bildschirmauflösungen und auch im Multitasking. Für November sind die Speedo-Vektor-Fonts von ATARI angekündigt, die CyPress selbstverständlich unterstützt. Weiterhin beherrscht das Programm jetzt den „Umfluß“ von Bildern und kann FAX-Dateien ausdrucken. Neu ist auch der Preis: 348,- DM.

Interface 2.0, der Resource-Generator, ist nunmehr in der Lage, beliebig große RSC-Dateien zu bearbeiten. Außerdem hat die Version durch Einarbeitung vieler Anwenderwünsche ein gehöriges Facelifting erfahren, und Multitasking kann’s auch. Und wenn dann einmal die Farb-Icons des Falcon 030 kommen, ist Interface 2.0 auch dafür gerüstet.

Interface liegt jetzt in der Version 2.0 vor.

Poison! ist ein Antivirenprogramm, das zur ATARI-Messe ins Rennen geschickt wurde. Neben Online-Prüfung von Linkviren ist es das einzige Programm auf dem Markt, das nach Viren sucht, ohne daß der Anwender sich darum kümmern muß.

DaßSHIFT an einer neuen Version von Arabesque bastelt, war Insidern bereits bekannt. Auf der Messe durften Journalisten schon einen Blick riskieren. Beliebige Auflösungen bis True Color. 100% GEM, Textrahmen mit Speedo-Fonts und Tools zur elektronischen Bildverarbeitung (EBV) gab’s zu sehen. Die neue Version von Arabesque soll im Frühjahr 1993 erscheinen.

Computerware Sender

Das Terminal-Programm STalker liegt nun in der Version 3.02 vor. Neu ist die Unterstützung des B-Plus-Protokolls für CompuServe. STalker light ist eine abgespeckte Version des Terminal-Programmes. Es bietet alle Funktionen des „großen Bruders“, mit Ausnahme des Script-Compilers für die Sprache Back-Talk. Dieser läßt sich aber später nachbestellen. Computerware bietet ein Upgrade-Service von allen anderen Terminal-Programmen auf STalker-light für 50,- DM an. Dazu muß lediglich eine Diskette bzw. die Titelseite der Anleitung des alten Terminal-Programmes eingeschickt werden.

SoundPool

Auf dem SoundPool-Stand wurde die brandneue Version der MIDI-Arranger-Software Freestyle vorgeführt. Freestyle 3.0 beinhaltet nun auch einen Style-Sequencer, mit dem sich eigene Styles schnell und einfach erstellen und nachbearbeiten lassen. Der Auslieferungstermin für Freestyle 3.0 ist mit September 1992 angegeben. Alle registrierten Benutzer werden informiert.

Steinberg

Ein brandneues Produkt stellte Steinberg auf der Messe vor. Cubase-Audio wurde ursprünglich für Apple-Macintosh-Computer entwickelt, ist jetzt aber auch in der ATARl-ST/TT-Version erhältlich. Es handelt sich hierbei um ein digitales Audio-Recording-System, das in Verbindung mit einem Harddisk-Recording-Sy-stem(z.B. Yamaha CBX-D5)ein-gesetzt werden kann. Dadurch wird Sequencing nicht nur mit MIDI-Signalen ermöglicht, sondern mit beliebigen Ton- und Klangereignissen.

Der MIDI-Sequenzer Cubase wurde auf der Messe in der neuen, erweiterten Version 3.1 gezeigt. Der Sample-Editor Avalon liegt ebenfalls in einer neuen Version vor. Sie trägt die Versionsnummer 2.1. Auch Steinberg steigt in den Markt der Arranger-Software ein. Mit Tango konnte man einen leistungsfähigen Vertreter dieser Sparte sehen und hören.

Think!

Die Platinen-CAD-Produkte Route-It! und Circu-It! wurden zur Messe abermals überarbeitet. Alle Dialoge werden ab jetzt multitaskinggerecht in Fenstern dargestellt. Außerdem hat man eine Reihe neuer Funktionen wie Raster in allen Darstellungsmodi (Route-It!) und einblendbare Lineale und magnetische Hilfslinien (Circu-It!) hinzugefügt.

Neben diesen neuen Versionen zeigte Think! auf der Messe erstmalig ein Utility, das die Möglichkeiten des neuen MultiTOS voll ausnutzen kann. MARC 4.0, so der Name des Programmes, stellt eine Shell zum Packen und Entpacken von Dateien mittels der Standard-Packer LHARC, ARC und ZOO dar. Das Besondere an MARC 4.0 ist, daß Archivdateien wie normale Files und Ordner behandelt werden können. Die Behandlung geschieht dabei vollkommen im Hintergrund.

TKR

Modems, FAX- und BTX-Soft-ware gab es bei TKR zu sehen, die zusammen mit der Firma Shift einen Gemeinschaftsstand bezogen hatten. Neu ist die Version 4.0 der BTX-Software Multiterm-Pro, die man in einer Vorabversion begutachten konnte. Es soll auch die Fähigkeiten des neuen MultiTOS voll unterstützen. Dazu wurden alle Dialoge auf GEM-Fenster umgestellt.

Für die FAX-Software TeleOffice sind weitere Treiber erhältlich. Unter anderem werden auch die Applikationen XACT, Wordf-lair II und das TeX-System unterstützt. EinTreiberfürFSM-GDOS steht ebenfalls zur Verfügung.

tms

Bei tms konnte man neue Versionen des Bildverarbeitungsprogramms Cranach Studio bewundern. Zum einen wurde Cranach Studio preVision gezeigt, das zusätzlich zu den bisherigen Funktionen eine vollständige CMYK-Bearbeitung bietet, wie sie z.B. Calamus erfordert.

Eine weitere Version wurde mit Cranach Studio Classic vorgestellt. Hierbei handelt es sich um eine Grauton-Variante des Cranach Studios. Wer also auf Farbe verzichten kann, ist damit sicherlich gut bedient. Im Lieferumfang befinden sich Treiber für ATARI Laser-, Matrix- und Farbdrucker sowie PostScript.

Trifolium

Die Soft- und Hardware-Entwicklungsfirma Trifolium zeigte einige Leckerbissen aus ihrem Produktangebot. Neu ist der Rhythm-Crack in der Version 2.0. Er stellt eine MIDI-Drum-Machine zu einem sehr günstigen Preis dar. Drum-Patterns lassen sich sehr einfach einspielen und nachträglich bearbeiten, quantisieren etc. Fertige Bibliotheken sind ebenfalls erhältlich. Der Rhythm-Crack kostet 199,- DM.

analyse one ist ein Programm zur grafischen Auswertung von Tonsignalen jeglicher Art. Man kann es sowohl als Real-Time-Terzband-Analyser als auch zur exakten Analyse von klanglichen Ereignissen einsetzen. Dabei läßt sich das Ergebnis wahlweise als dreidimensionale Flächen- oder zweidimensionale Balkengrafik ausgeben.

tritec

Das tripad 03L, ein Grafiktablett mit Digitizer und Makrorekorder, konnten die Messebesucher am Stand von tritec begutachten. Bereits ab 199,- DM ist diese Kombination erhältlich. Komfortabler und 200,- DM teurer ist das tripad-30, das zusätzlich noch zwei Taster am Tablettrand hat, die sich beliebig programmieren lassen. Das Topmodell tripad-20 schließlich bietet zusätzlich noch einen 4-Tasten-Cursor mit Fadenlupe und kostet 498,- DM.

Neben den Digitalisiertabletts zeigte tritec auch ein brandneues Produkt. TriDisk heißt das Gerät, das beliebige Diskettenformate von 360KB bis 2.88MB (ED) lesen und schreiben kann. Bei spezieller Hochformatierung werden bis zu 3.4MB pro Diskette erreicht. Der Trick besteht darin, daß TriDisk nicht an den Floppy-Port, sondern an die ACSI-Schnittstelle angeschlossen wird. Dadurch lassen sich beinahe beliebig viele Stationen gleichzeitig betreiben und ohne Lötarbeiten direkt anschließen. Die TriDisk kostet als reine SCSI-Variante für TT- und Fal-con-Computer 598,- DM. Anschlußfertig an ST-/STE-Compu-ter (mit Host-Adapter) kostet das Gerät 798,-'DM. Eine Version für das ST-Book soll in Kürze folgen.

T.U.M.

Für Behinderte gab es bei der Firma T.U.M. diverse Produkte. Darunter die Jomobox, eine kleine Box, die die komplette Steuerung eines STs über eine Art Joystick erlaubt. Ebenfalls gibt es eine Sprachausgabe mit passender Software, mit der sich einfache Sätze zusammensetzen lassen.

Veba

Massenspeicher mit neuem Treiberkonzept zeigte veba

Mit einem neuen Treiberkonzept für SCSI-Geräte wartete Veba auf der Messe auf. Den Kern des Systems bildet eine (X)BIOS-Erweiterung um alle erdenklichen SCSI-und SCSI-II Befehle. Damit kann jede Applikation, ohne direkt auf die Hardware zugreifen zu müssen, beliebige SCSI-Geräte ansprechen. Gezeigt wurde dies anhand von SCSI-Festplatten, Streamern und magneto-optischen Laufwerken. Interessant war die direkte Verbindung zwischen einem TT und einem PC über die SCSI-Schnittsteilen. Zwar stellt dies keine funktionierende Netzwerklösung dar, es zeigt jedoch, daß die Möglichkeiten der Software alle erdenklichen Lösungen inkl. Multi-initiator-Betrieb zulassen.

VHF Computer

Das bekannte Leiterplatten-CAD-System Platon trägt inzwischen die Versionsnummer 2.2. Neu sind der interaktive Autorouter und die automatische Bauteileplazierung. Mit der Eigenentwicklung einer CNC-Steuerung zeigte die Firma VHF das Zusammenspiel einer Fräs-/Bohranlage zum Bearbeiten von bestückbaren Leiterplattenprototypen direkt aus dem Grundmaterial. Die allgemeine Frontplattenbearbeitung und Gravuren, die mit HPGL-Dateien direkt aus einem DTP-Programm übernommen wurden, sind mit Platon möglich.

Für all diejenigen, die sich nur mit dem Leiterplatten-Layout beschäftigen wollen, dürfte die Einsteigerversion zum Preis von 149,-DM interessant sein.

Victor-Soft

Eine neue, verbesserteVersion von 1st Base gab es bei Victor-Soft zu sehen. Dazu wurde eine Liste mit Ergänzungen und den beseitigten Fehlern verteilt. Die aktuelle Version wird in Kürze kostenlos an alle registrierten Anwender verschickt. Das nächste größere Update von 1st Base wird eine netzwerkfähige Version sein.

Vortex

Den bekannten MS-DOS-Emulator ATonce-386SX für ST- und STE-Computer gab es am Stand von Vortex zu sehen. Gerüchte, Vortex würde schon auf der Messe einen funktionsfähigen Emulator für den Falcon 030 zeigen, bestätigten sich leider nicht.

Wave

Wave zeigte ein ein neues DlN-A3-Grafiktablett.

Die Gießener Firma zeigte auf ihrem Stand einen 14"-Graustufenmonitor für alle ST/STE für 348,-DM. Er ist strahlungsarm nach der MPR-II-Norm, verfügt über eine Bildwiederholfrequenz von 70 Hz und hat einen entspiegelten, flachen Bildschirm. Außerdem ist er leicht auf alle PCs/TTs umrüstbar.

Auch ein DIN-A3-Grafiktablett für ST/STE/TT konnte man am Stand sehen. Der Anschluß erfolgt über die serielle Schnittstelle. Es verfügt über einen Fadenkreuz-Cursor zum Konstruieren und einen Digitalisierstift zum Zeichen. Im Lieferumfang sind Universaltreiber für ReproStudio jr. und Avant Vektor, 3 Templates und ein Template-Editor enthalten.

Wierl

MDESK heißt eine neuartige, alternative Benutzeroberfläche für alle ATARI ST. Angelehnt an die Prinzipien aus der MS-DOS-Welt, ist hier nicht Farben- und Symbolvielfalt gefragt, sondern es gibt zwei gegenüberliegende Arbeitsfenster. Weitere Module mit einer Sammlung von Tools und Utilities rund ums Desktop, Harddisk-Optimierung, Filesplitting und -restore gibt es außerdem.

GREPIT ST ist ein Text-Retrieval, das nach frei definierbaren Textmustern alle Dateien durchsucht. Auch individuelle Einstellungen sind möglich. Als Besonderheiten sind eine vollautomatische Projekt- und Job-Bearbeitung, Abarbeiten umfangreicher Suchlisten mit Verknüpfungen sowie Abrufmöglichkeiten durch externe Programme eingebaut.

Working Title

Eine Reihe von Zusatzprodukten zu Calligrapher Professional gab es bei WT zu sehen: 64 Zeichensätze in drei Ausführungen (Textkörper, Display und Versale) aus der URW-Hamburg-Serie sind in Lizenz für Calligrapher verfügbar. Ein interaktiver Formelgenerator sorgt für gutes Aussehen und einfache Zusammenstellung von mathematischen Formeln. Dabei werden Indizes, Integral- und Summenzeichen automatisch der Punktgröße des aktuellen Schreib-Fonts angepaßt. Autosave sorgt dafür, daß die gerade geschriebenen Texte in wählbaren Zeitintervallen automatisch abgespeichert werden. Das Label-Pak ermöglicht den Ausdruck von Etiketten und paßt die Größe der Etiketten automatisch an die Seitengröße an (Nutzenoptimierung). Auch individuelle Seriennummern sind möglich. Barcoder erzeugt die bekannte Strichkodierung nach 17 verschiedenen Verfahren (auch für Videorekorderprogrammierung). Indexer verwaltet Inhalts- und Stichwortverzeichnisse sowie Querverweise. Flextext läßt einen beliebigen Text auf gezeichneten Linien, Wellen oder Kreisen gruppieren. Sprachpaket ist ein Wörterbuch für z. Zt. 5 Sprachen, mit Thesauri für 3 davon und Trenn-und Grammatikprüfung z. Zt. für Englisch (mit 3000 Regeln).

Auch der Calligrapher konnte beeindruckende, neue Features aufweisen.

Messe-Fazit

Deutlich spürte man einen frischen Wind bei ATARI. Die Zuschauerzahlen lagen mit Sicherheit über denen des Vorjahres, nicht zuetzt wegen der Weltpremiere des Fal-cons. Unter den Händlern und Anbietern war allgemein eine Besserung der Stimmung zu erkennen. Viele Zuschauer machten Ihre Begeisterung über den Falcon mit lautstarken Diskussionen deutlich. Wenn es ATARI tatsächl ich schaffen sollte, den Falcon in großen Stückzahlen noch zum Weihnachtsgeschäft liefern zu können, wird er mit Sicherheit ein Erfolg, und die Unkenrufe werden wieder verstummen. Natürlich spielt hier auch die Vorstellung eines Falcon 040 eine große Rolle. Gerüchte ranken sich um den Termin CeBIT’92; sollte dies tatsächlich der Fall sein, wird auch die „professionelle Ecke“ der ATARI-Anwender wieder aufatmen können.

HE/DK/CM

Adressen zum Messebericht

1.ATARI Club Colonia, Alzeyer Str. 32, W-5000 Köln 60 • 3K Computerbild, Wevelinghoven 26, W-4054 Nettetal 1 • Application Systems Heidelberg, Englerstr. 3, W-6900 Heidelberg • Artifex, Anton-Burger-Weg 147, W-6000 Frankfurt/Main 70 • Artiplus, Manfred Elzner, Großmattenstr. 12, W-7813 Staufen • ATARI, Frankfurter Str. 89-91, W-6096 Raunheim • atelierdigital, Schmittenberg 11, W-5454 Waldbreitenbach • BELA, Schwalbacher Str. 20, W-6236 Eschborn, • Biodata, Burg Lichtenfels, W-3559 Lichtenfels, • Cachet, Ostendstr. 32, W-7524 Östringen • CCD, Postfach 175, W-6228 Eltville • Cicero, Ballweiler Str. 7, W-6676 Mandelbachtal 4 • Computer & Design, Eppenhauser Str. 59, W-5800 Hagen 1 • Computerware Sender, Weißer Str. 76, W-5000 Köln 50 • Comtex, Giteweg 3, W-7801 Bollschweil • Crazy Bits, Uhlandstr. 3, 0-1603 Eichwalde • CSA, Wilhelminenstr. 29, W-4650 Gelsenkirchen • CSR, Breslauer Str. 46, W-3575 Kirchhain • Data Becker, Merowingerstr. 30, W-4000 Düsseldorf 1 • Digital-Optical-Analog, P.O.Box 58413, Houston, TX 77258-8413, USA • Digital DeskTop, Katzbachstr. 8, W-1000 Berlin 61 • Digital Media, Kapuzinerstr. 8, W-5300 Bonn 1 • Dinologics, Wilhelmstr. 51, W-5000 Köln 60 • DMC, Nelkenstr. 2, W-6229 Walluf • Dongleware, Postfach 1163, W-6903 Neckargemünd • DVPI, Konr.-Hornschusch-Str. 57, W-7068 Urbach • divis, Georgsplatz 8, W-5000 Köln 1 • Eickmann, In der Römerstadt 249, W-6000 Frankfurt 90 • edicta, Löwenstr. 68, W-7000 Stuttgart 70 • fischerwerke, Weinhalde 14-18, W-7244Tumlingen-Waldachtal • Galactic, Julienstr. 7, W-4300 Essen 1 • GE-Soft, Habsburger Str. 13, W-5216 Niederkassel-Rheidt • GENG-Tec, Teichstr. 20, W-4020 Mettmann • H3-Systems, Häusserstr. 44, W-6900 Heidelberg 1 • Hard&Soft, Obere Münsterstr. 33-35, W-4620 Castrop-Rauxel • Heim Verlag, Heidelberger Landstr. 194, W-6100 Darmstadt 13 • Henke u. Rheingans, Dürer Str. 5a, W-4600 Dortmund • Heyer&Neumann, Promenadenstr. 50, W-5100 Aachen • ICD, Am Goldberg 9, W-6056 Heusenstamm • IDEART, Löberstr. 8, W-6300 Gießen • Invent AG, Alte Dorfstraße 297, CH-8166 Niederweningen • Klaus Kremer, Waltharistr. 15, W-5000 Köln 21 • konTRAST, Zwickauer Straße 4, W-5400 Koblenz, Tel. 0261-52864 • G. Lieberoth, Neichener Straße 13, W-5063 Overath • LogiLex, Eifelstraße 32, W-5300 Bonn 1 • MAXON, Schwalbacher Str. 52, W-6236 Eschborn • Makro C.D.E., Schillerring 19, W-8751 Großwallstadt • Matrix, Talstr. 16, W-7155 Oppenweiler • MegaTeam, Rathausstr. 1-3, W-5650 Solingen 1 • Meyer&Jacob, Münsterstr. 141, W-4600 Dortmund 1 • MW Electronic, Heisterbacher Str. 137, W-5330 Königswinter 1 • Omikron, Sponheimerstr. 12, W-7530 Pforzheim • Overscan, Säntisstr. 166, W-1000 Berlin 48 • PAM-Software, Carl-Zuckmeier-Str. 27, W-6500 Mainz-Drais • Pahlen & Kraus, Dieffenbachstr. 32, W-1000 Berlin 61 • PLI, 47421 Bayside Parkway, Fremond, CA 94538, USA • Purix, Karlstr. 45, W-3300 Braunschweig • Richter Distributor, Hagener Str. 65, W-5820 Gevelsberg • Roald Christesen, Stuhrsallee 17, W-2390 Flensburg • Roskothen & Eckstein, Monsheimallee85, W-5100 Aachen • Rossmöller Handshake, Tombergstr. 12a, W-5309 Meckenheim • rhothron, Entenmühlenstr. 57, W-6650 Homburg • Sang, Kruppstr. 82, W-4300 Essen 1, Tel. 0201-820200 • SciLab, Isestr. 57, W-2000 Hamburg 13 • Shift, Kompagniestr. 13, W-2390 Flensburg • SoundPool, Brunsbütteier Damm 5, W-1000 Berlin 20 • Steinberg, Eiffestr. 596, W-4000 Hamburg • T.U.M., Hauptstr. 67, W-2905 Edewecht • Think!, Scharnhorster Str. 40, W-8500 Nürnberg 20 • TKR, Stadtparkweg 2, W-2300 Kiel 1 • Trade iT, Arheiligerweg 6, W-6101 Roßdorf •Trifolium, Grassweg 14, W-3500 Kassel • TriTec, Rigaerstr. 2, O-1034 Berlin-Friedrichshain • tms, Dr. Gessler-Str. 16, W-8400 Regensburg • VHF-Computer, Daimlerstr. 13, W-7036 Schönaich • Victor, Halbmond 8, W-2058 Lauenburg/Elbe • vortex, Falterstr. 51-53, W-7101 Flein • veba, Kolbstr. 10a, W-8034 Germering • Wave, Südanlage 20, W-6300 Gießen • Wierl, Bahnhof-str. 8, W-8426 Altmannstein • Working Title, Lilienweg 12, W-5300 Bonn 1



Aus: ST-Computer 10 / 1992, Seite 16

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