Power Paint Professional - Signum-Fonts im Bild

Bei kommerzieller Grafiksoftware dreht sich zur Zeit alles um Vektoren. Neues für die pixelorientierte Technik bringt der PD-Bereich.

Selten genug befindet sich unter altbackener PD-Grafiksoftware ein Sahnestückchen. Um so bedauerlicher, daß »Power Paint Professional« nach rund zweijähriger Entwicklungszeit beim Degas-Format umlaufende Bilder liefert und ohne Bedienungsanleitung ausgeliefert wird. Intuitives Geschick oder ausreichende Grafikerfahrung sind also zunächst Pflicht. Mit etwas Geduld gelingt es aber auch Einsteigern, sich mit Lasso-Spezialfunktionen und der Bildbeschriftung per Signum-Font zurechtzufinden.

Bei vielen Bedienelementen läßt sich auf weitergehende Erläuterungen ohnedies getrost verzichten. Gewohnte Zeichenbefehle für Linien, Ellipsen, Kreise, Quadrate, Rechtecke und Strahlen erreichen Sie komfortabel über Drop-down-Menüs. Das Basic-Kompilat lädt, speichert und konvertiert (Farb-)Bilder verschiedener Formate (zusätzlich sogar als GFA-Listing), legt Objekte und Blöcke im PPP-Format ab und dreht Bilder um die eigene Achse. Bemerkenswert sind Funktionen, die Umrisse nachbearbeiten und dunkle Zeichnungen aufhellen. Auch an Block- und Objektfunktionen steht ein überaus breites Spektrum, vom Verzerren, Biegen, Drehen und Invertieren, bis zum Formen und Verformen zur Verfügung. Als besonderen Clou bietet das Programm eine Routine zum automatischen Schutz vor Linkviren und unterstützt die grafische Einbindung von Signum-Fonts für 24-Nadel-Drucker. Die Grafikwiedergabe unterstützt Druckertreiber für 9-und 24-Nadel-Printer. Zusätzlich steuert das Grafikprogramm auch zwei High-End-Drucker: den HP LaserJet II und Ataris SLM 604. (mn)

Power Paint Professional 1.0

Genre: Grafikprogramm

Disk-Nr. 2266 (PD-Pool)
Modus: monochrom

Registrierung gegen 10 DM Gebühr

Einschränkungen: z. Zt noch keine Anleitung



Aus: ST-Magazin 12 / 1991, Seite 82

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