Tips und Tricks für Anwender

Seitennumerierung für Signum

Signum verfügt über eine sehr praktische automatische Seitennummerierung, die auf Wunsch die Pagina in die Kopf- oder Fußzeile jedes Blattes setzt. Bei wissenschaftlichen Arbeiten ist es aber angebracht, die ersten beiden Seiten (Titel und Inhaltsverzeichnis) nicht mit einer Nummerierung zu versehen.

Um die Automatik trotzdem zu nutzen, springen Sie nach erfolgtem Seitenumbruch in die Kopf- bzw. Fußzeile und löschen dort per Hand die eingetragene Nummerierung. Es empfiehlt sich, diese Operation unmittelbar vor dem Drucken durchzuführen, da bei jedem neuen Seitenumbruch die Ziffern wieder erscheinen. (Marc Kowalsky/wk)

Teillöschen in »Draw«

Zum Löschen einzelner Bildteile in »Draw« eignet sich die Blockfunktion gut. Wählen Sie im Hauptmenü die Funktion »Block« und schalten auf den gewünschten Bildschirm um. Ein Klick mit der linken Maustaste setzt die linke obere Ecke für den Block. Durch Verschieben der Maus ziehen Sie die Gummilinie auf, die den Block einrahmt. Ein zweiter Klick der linken Taste bei gedrückter Alternate-Taste schneidet den Block aus. Durch zweimaliges Drücken der rechten Maustaste ist der Block gelöscht. Um ihn zurückzuholen, reicht ein Druck auf die Leertaste.

Das Kopieren einzelner Blöcke geht so auch recht schnell. Unregelmäßige Bildteile schneidet man mit der Polygon-Blockfunktion aus. Hierzu vorher die C -Taste drücken. Zum Schließen des Polygons betätigen Sie die Leertaste bei gehaltener Alternate Taste. (Andreas Wischerhoff/wk)

Adimens.EXP in ASCII wandeln

Die Mortimer CMD-Datei »Adimens.CMD« von der Diskette dieser Ausgabe wandelt die Adimems-Exportdatei »Inhalt« der TOS-Disketten in einen ASCII-Text um. Damit haben auch Nicht-Adimens-Anwender Zugriff auf das Inhaltsverzeichnis. So lassen sich zum Beispiel einzelne Einträge aus der umgewandelten Datei in das eigene Datenbank-Programm mit Hilfe von Mortimers Blockfunktionen einspielen.

Laden Sie zunächst die Export-Datei in einen Editor Mortimers, und in einen anderen die CMD-Datei. Markieren Sie dann die Zeilen mit den Steuerzeichen im zweiten Editor als Block und spielen sie am Anfang der Export-Datei über Alternate+Enter ein. Nach ein paar Sekunden steht die gewünschte ASCII-Datei bereit.

(Andreas Wischerhoff/wk)

»XBOOT« unter TOS kleiner 1.04

Das Boot-Wählprogramm »XBOOT« erlaubt den automatischen Start einzelner GEM-Programme auch mit TOS-Versionen kleiner als 1.04. Nach einiger Zeit kann es aber zu ungewollten Resets und Bomben beim Zugriff des Programmes »XBSTART« kommen. Ursache hierfür scheinen sogenannte Cluster-Sprünge auf der Bootpartition der Festplatte zu sein. Diese entstehen durch häufiges Kopieren und Löschen einzelner Dateien. Das Betriebssystem legt dann die Daten nicht mehr am Stück, sondern sozusagen häppchenweise in vorhandene Lücken auf der betreffenden Partition ab. (TOS 5/91 und 8/90). Häufen sich solche Sprünge insbesondere bei Dateien, die sich im Auto-Ordner befinden und zu resetfesten Programmen gehören, hagelt es Bomben. Abhilfe schaffen hier sogenannte Optimierungs-Programme wie »Optimizer«, »Diskus« oder »Crypton«. Diese schieben die Dateien wieder zusammen. Etwas umständlicher geht es auch von Hand: kopieren Sie alle Dateien dateiweise (kein Sektor-Kopierprogramm) auf eine andere Partition oder Diskette, löschen Sie die Bootpartition komplett und kopieren Sie dann die Daten auf die Ausgangs-Partition zurück. Nützlicher Nebeneffekt beider Methoden: der Computer bootet wieder schneller. (Andreas Wischerhoff/wk)

Nicht sauber sondern rein

Vielleicht ist folgender Trick zur Atari-Tastatur den TOS-Lesern von Nutzen. DieTasten verschmutzen mit der Zeit und das Abwischen mit einem Tuch gerät zur endlosen Fummelei. Ich habe die Tasten in Socken gefüllt, zugebunden und mit anderer bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen (ohne Schleudern!), getrocknet und wieder eingebaut. So sauber waren die Tasten wohl nur bei der Auslieferung.

(Jochen Naumann/wk)

Grafiken in »Signum«

Beim Einbinden von Grafiken in Signum, die als Überschrift zentriert sein sollen, behilft man sich oft damit, die Grafik zunächst nach Gefühl zu plazieren, dann links und rechts am Grafikrand je einen Tabulator zu setzen und anschließend durch Auszählen am Lineal die korrekte Position zu ermitteln. Erst dann läßt sich die Grafik zentrieren. Einfacher geht es, wenn Sie den Cursor auf den linken Rand der Grafik positionieren und so oft m oder einen anderen Buchstaben tippen, bis Sie den rechten Rand der Grafik erreicht haben. Zentrieren Sie jetzt noch die Buchstaben und verschieben die Grafik so, daß die Ränder wieder mit den Buchstaben übereinstimmen. Eventuell müssen Sie vorher mit der Funktion »Hauptz.« eine Hauptzeile erzeugen, da Signum die Buchstabenzeile sonst nicht erkennt.

Manche Anwender benötigen in Signum häufiger einen Textrahmen für einzelne Textteile, die auch nachträglich formatierbar bleiben sollen. Oft greift man dabei auf spezielle Rahmen-Fonts zurück und verwendet den Spaltensatz, um den Rahmen vom Text zu trennen. Einfacher geht es, wenn Sie sich den gewünschten Rahmen im Grafikprogramm zeichnen und in Signum laden. Wehrmutstropfen: Häufig stimmen Höhe und Breite im Längenverhältnis nicht überein, so daß Sie für die richtige horizontale und vertikale Größe in Signum unterschiedliche Werte heraustüfteln müssen. Horizontale und vertikale Linien erscheinen dann unterschiedlich dick. Sie vermeiden diesen Nachteil, indem Sie die Grafik auf die für ihren Drucker optimale Bildgröße einstellen. Mit der rechten Maustaste kopieren Sie die Grafik und stellen dann die Ausschnitte der Kopien so ein, daß sich die einzelnen Teile passend überschneiden. Oft reicht es, zwei Teile (links und rechts oder oben und unten) zusammenzufügen. Hin und wieder benötigen Sie auch vier »Ecken«, die sich überlappen. Bei Bedarf lassen sich auch »Mittelstücke« zur Verlängerung zwischen den Ecken einsetzen. Damit die einzelnen Teile auch ohne Versatz aneinanderpassen, müssen die Ausschnitt-Ränder jeweils identisch eingestellt sein. Am besten ziehen Sie dazu die gestrichelte Ausschnitt-Linie links und oben oder rechts und unten ganz bis zum Bildschirmrand und ziehen auch die Grundlinie ganz nach oben oder unten. In einem so konstruierten Rahmen lassen sich bei genügender Überlappung auch nachträglich Zeilen löschen oder einfügen, da die einzelnen Rahmenteile ja nur oben oder unten aufgehängt sind und deshalb »mitwandern«. Ein Nachteil sei allerdings nicht verschwiegen. Beim Ausdruck mit dem Laserdrucker dauert der Seitenaufbau mit Grafik erheblich länger als gewohnt, besonders wenn sich Text und Grafikausschnitte überlappen. (Dieter Stockert/wk)

Eingeklappt«

Ich habe mich in letzter Zeit sehr eingehend mit der Demo-Version des Editors »Edison« beschäftigt. Dabei habe ich einen Trick gefunden, mit dem sich die 260-Zeilen-Grenze beim Speichern umgehen läßt. Man hängt einfach mehrere Zeilen hintereinander und verringert so die Zeilenzahl. Edison speichert immerhin 30.000 Zeichen in einer Zeile. Damit der Text beim nächsten Öffnen wieder in gewohnter Form vorliegt, geht man folgendermaßen vor: Zunächst unter »Extra/ Lineal einstellen« das Lineal sichern, dann den rechten Rand auf »Null« setzen und unter »Extras/Vorein Stellungen« das automatische Sichern des Lineals ausschalten. Dann am Ende der aktuellen Zeile ein »Zeilenendezeichen« (ASCII 13) eingeben und mit «Shift-Delete» jeweils die nächste Zeile anfügen. Dieser Vorgang läßt sich mit einigen kleinen Makros schnell automatisieren. Ein weiterer Tip zu der Demoversion von Edison bezieht sich auf die quälend langsame Funktion zum Sichern. Speichern Sie Texte über 100 KByte zunächst auf einer RAM-Disk und kopieren Sie dann auf Diskette. Das geht wesentlich schneller. (Karim Alexander Saleh/wk)

Tips zu Calamus SL

Ein mächtiges Programm wirft viele Fragen auf. Deshalb gibt es ab sofort in dieser Rubrik regelmäßig eine halbe Seite Tips zu »Calamus SL«. Als kompetenten Autor konnten wir dafür Rüdiger Morgenweck gewinnen, der über ein Jahr an vorderster Tester-Front bei DMC die Entwicklung von Calamus SL miterlebt hat. Seit Anfang Oktober widmet er sich nun im Eichborn Verlag, Frankfurt, dem Aufbau einer DTP-Produktionsabteilung und stellt nebenbei in der TOS sein Wissen über DTP im Allgemeinen und Calamus SL im Besonderen allen Lesern zur Verfügung.

Farb-Tiff in Calamus SL

Das mit dem Epson GT6000 erzeugte *.TIC-Format unterstützt Calamus SL momentan noch nicht. Besitzen Sie Cranach Studio, importieren Sie TIC-Dateien unter . und speichern sie als *.ESM. Die so erzeugten Dateien lassen sich problemlos in Calamus SL weiterverarbeiten.

Sonderzeichen im PKS-Editor

Augenblicklich sind Sonderzeichen im Texteditor von Calamus SL noch nicht direkt aufzurufen. Helfen Sie sich mit der ASCII-Liste. Die Eingabe Alternate 252 erzeugt beispielsweise das kurze Divis, Alternate 190 das Registered-Zeichen. Die notwendige ASCII-Tabelle bekommen Sie beim Schriften-Anbieter oder entnehmen sie dem DMC-Fontkatalog.

Schrift auf farbigen Balken

Setzen Sie für den Unterstrich der Schrift eine Stärke ein, die der Schrifthöhe mindestens entspricht. Den Unterstrich-Abstand stellen Sie auf null. Legen Sie nun den Unterstrich hinter die Schrift und wählen die gewünschte Farbe. Mit dem so entstandenen Textstil schreiben Sie wie auf einem Balken.

Schmuckfarben in Calamus SL

Die augenblicklich ausgelieferte Version von Calamus SL beherrscht zwar die Vierfarbseparation, die getrennte Ausgabe von Schmuckfarben ist aber erst in einem der nächsten Updates vorgesehen. Mit einem kleinen Trick ordnen Sie trotzdem einzelne Rahmen einer Schmuckfarbe zu. Da für den Druck lediglich ein gesonderter Film nötigt ist, legen Sie das Farb-Objekt in 100% Cyan, Yellow oder Magenta an. Selektieren Sie anschließend den Rahmen, den Sie auf einem gesonderten Film ausgeben wollen und rufen Sie die Farbseparations-Kennlinien auf. Ist Ihr Objekt in Cyan angelegt, stellen Sie die Kennlinie für »Cyan, Linearität« auf neutral. Alle weiteren Kurven stellen Sie auf Null, das heißt Sie ziehen eine Linie am unteren Rand des Kennlinien-Feldes. Ist Ihr Objekt in Magenta oder Yellow angelegt, stellen Sie die entsprechende Linearitäts-Kurve neutral und gehen wie oben vor. Die Ausgabe über die Farbseparation erzeugt dann das gewünschte Film-Material.



Aus: TOS 11 / 1991, Seite 71

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