Bobby Bearing (Spectrum)

 Grafik 91
 Sound & Musik 0
 Happy-Wertung 82
Spectrum (C 64, Schneider)
Geschicklichkeitsspiel
39 Mark (Kassette), 59 Mark (Diskette)
Schnelle, leckere 3D-Grafik

Ein Blick aufs Bildschirmfoto genügt, und schon scheint der Titel des Spieles klar zu sein: »Spindizzy II« — oder’ Doch »Bobby Bearing« sieht zwar haargenau so aus wie »Spindizzy«. ist aber ein Spiel von einer anderen Softwarefirma.

Die schier zahllosen Grafiken, die in makelloser perspektivischer Grafik auf dem Bildschirm erscheinen, gehören zu einer Gegend namens Metaplanes. Die Metaplanes sind wiederum Bestandteil von Technofear, dem Land der Zukunft. Bobby Bearing, der Titelheld, ist eine drollige Kugel mit einem permanenten Dauergrinsen. Vom Spieler gesteuert rollt der Kleine in einem ausgesprochen flotten Tempo durch die Gegend.

Bobby soll vier Brüder finden, die in den Metaplanes verschollen sind. Die liebe Verwandtschaft ist natürlich auch kugelförmig. Nachdem man einen Bobby-Bruder gefunden hat, muß er zum Ausgangspunkt zurückgerollt werden. Alle vier Brüder plus einen ebenfalls verlorengegangenen Cousin zu retten, ist das Ziel des Spiels.

Auf dem Weg durch die geheimnisvolle Wunderwell begegnet Bobby Magneten, die man ausschalten kann, verborgenen Schaltern, Aufzügen, schwarzen Killer-Kugeln und vielen anderen Besonderheiten. Es gibt keine Begrenzung von Bildschirmleben. sondern ein Zeitlimit. Wenn Bobby wirklich einmal zerdrückt wird, werden lediglich 20 von insgesamt 999 Zeiteinheiten abgezogen.

So schnell das Spiel ist und so gut die Grafik auch sein mag — ein paar Minuspunkte sollten nicht übersehen werden. Viele Bilder tauchen nämlich mehrere Male auf. was bei »Spindizzy« kaum der Fall ist. Außerdem ist der Sound bei der getesteten Spectrum-Version im wahrsten Sinne des Wortes gleich null.

Trotz mangelnder Originalität ist Bobby Bearing ein ansprechendes Spielvergnügen und ein Freudenfest für diejenigen, die beim Spielen gerne kartografieren. Wer von Spindizzy begeistert war und etwas Ähnliches sucht, wird mit diesem Spiel gut bedient, das für viele Stunden beste Unterhaltung bringt. (hl)


Heinrich Lenhardt
Aus: Happy Computer 11 / 1986, Seite 93

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