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Extended VT52-Emulator Teil 3

Grundlagen

Bild 1: Arbeiten mit zwei Textfenstern bei Verwendung von xVT52
Bild 1: Arbeiten mit zwei Textfenstern bei Verwendung von xVT52

Einige der neu hinzugekommenen Steuerzeichen wurden bereits im zweiten Teil dieser Serie behandelt. In dieser Folge werden auch noch die restlichen ESCapes unter die Lupe genommen, bevor es dann um den Geschwindigkeitszuwachs gehen wird...

... und der ganze Rest

Beginnen wir also mit dem Komplettieren der xVT52-Sequenzen. In Programmen ist es durchaus nicht unĂŒblich, daß es mehrere Prozeduren oder Funktionen gibt, die in irgendeiner Weise auf den (“TOS”-) Bildschirm zugreifen, um z.B. Texte auszugeben oder auch Eingaben anzufordern. Nun ist das mit dem Ein- und Ausschalten des Cursors so eine Sache. Angenommen, das Hauptprogramm möchte verhindern, daß der Cursor innerhalb einer Prozedur oder Funktion sichtbar werden wird. Dann lĂ€ĂŸt sich dies mit den konventionellen Möglichkeiten des VT52-Emulators nicht mehr erreichen. Ein Blick ins VDI-Handbuch zeigt aber anhand der Maus-Routinen, daß es auch anders geht. Unter der Nummer 122 lĂ€ĂŸt sich die Funktion SHOW CURSOR ansprechen, der man eine Variable mitgeben kann. Je nach Wert dieser Variablen wird die Maus entweder sofort sichtbar (0), oder es wird zuerst ein ZĂ€hler dekrementiert, der von der Funktion HIDE CURSOR (VDI 123) inkrementiert wird (1). Erst wenn dieser ZĂ€hler auf Null liegt, wird die Maus wieder angezeigt. Was liegt also nĂ€her als diesen Mechanismus auch fĂŒr den Cursor einzufĂŒhren? Hierzu dient die Sequenz:

  • ESC a: Cursor einschalten mit Hide-Cursor-Check.

Der Cursor wird also erst wieder sichtbar, wenn genausoviele ESC a-wie ESC f-Aufrufe erfolgt sind. Der ZĂ€hler wird durch ESC e auf Null gesetzt, so daß nach diesem Aufruf der Cursor garantiert sichtbar ist, und bei jedem ESC f inkrementiert (wobei dann der Cursor garantiert unsichtbar wird).

Schwarz auf Weiß und umgekehrt

Um die Augen und/oder den Bildschirm zu schonen, kann es nĂŒtzlich sein, die Darstellung zu invertieren, d.h. alles, was vorher weiß war, wird jetzt schwarz und umgekehrt. FĂŒr diesen Fall kennt der erweiterte Emulator folgende Steuerzeichen:

  • ESC m: Umschalten auf weiße Schrift auf schwarzem Grund
  • ESC n: Umschalten auf Normalmodus (schwarz auf weiß)

Intern bewirken diese beiden Funknonen lediglich eine Umprogrammierung des Video-Shifters; mit jeweils zwei Assembler-Befehlen kann man sie getrost als die “weniger Code-intensiven” Teile des Emulators bezeichnen. Bemerkenswert ist noch, daß wegen der Shifter-Programmierung natĂŒrlich ALLES invertiert wird, also auch das Desktop und alles, was mit GEM zu tun hat. Um also nicht gewollte Effekte zu verhindern, sollten Sie Ihre TOS-Programme noch ein ESC n ausgeben lassen, bevor sie terminieren (sofern die Darstellungsart zwischenzeitlich gewechselt wurde, versteht sich).

X=Print C$ oder: Als die Ausgabe zur Funktion wurde...

Zugegebenermaßen ist es reichlich ungewöhnlich, daß man bei der Zeichenausgabe ĂŒber Funktionen des Betriebssystems einen RĂŒckgabewert erhĂ€lt. Aber einerseits liefern eigentlich alle GEMDOS-/BIOS- und XBIOS-Funktionen irgendwelche Werte (das haben Funktionen halt so an sich), andererseits wissen die Kenner der Sprache C, daß printf() auch etwas zurĂŒckgibt, nĂ€mlich die Anzahl der ausgegebenen Argumente. FĂŒr den erweiterten Emulator gab es zwei Probleme, die eine Werte-RĂŒckgabe notwendig machten. Zum einen mußte es eine “legale” Möglichkeit fĂŒr Programme geben, um feststellen zu können, ob der xVT52-Treiber installiert ist (um gegebenenfalls mit einer Meldung abbrechen zu können; oder andere Routinen fĂŒr den Standard-VT52-Emulator anzustoßen). Zum anderen sollte der Benutzer ebenfalls eine “legale” Möglichkeit erhalten, um auf alle relevanten Variablen des Emulators zugreifen zu können. Beides lĂ€ĂŸt sich durch die EinfĂŒhrung zweier Sequenzen erreichen:

  • ESC g: Bestimmen des Zeigers auf den TCB.
  • ESC h: Bestimmen des Zeigers auf den CCB.

Sollten Sie nicht mehr wissen, wozu die beiden Strukturen dienen, hier nochmal die Kurzfassung. Der Terminal Control Block (TCB) enthĂ€lt alle zum Organisieren der Ausgabe wichtigen Parameter, wie z.B. die aktuelle Cursorposition, den aktiven Font, Attribute (wrapping, invers...) u.Ă€., wĂ€hrend der Cursor Control Block die fĂŒr die Darstellung des Cursors benötigten Variablen enthĂ€lt (wie Blinkrate, aktuelle Position und Cursorattribute). Wenn ein Programm nun feststellen möchte, ob der xVT52-Emulator bereits geladen wurde, kann es sich einer Sequenz bedienen, wie dies in Listing 2 exemplarisch anhand eines GFA-ProgrĂ€mmchens dargestellt ist. Nur bei installiertem Treiber liefern die Ausgabefunktionen die gewĂŒnschten Zeiger. Die Differenz zwischen den Zeigern muß genau 66 betragen, ansonsten kann man sicher davon ausgehen, daß nur der Original-Emulator seinen Dienst verrichtet. Damit wĂ€ren die erwĂ€hnten Probleme auch schon aus der Welt geschafft, denn gleichzeitig mit den Zeigern hat man ja auch den Offset auf die xVT52-Variablen und somit die Möglichkeit, auf diese zuzugreifen. Aber Vorsicht!

Fummel, fummel...

Sicher ist es richtig, daß man oft erst durch gezielte Eingriffe in programminterne Bereiche Effekte erreichen kann, die legal unmöglich zu realisieren gewesen wĂ€ren. Genauso sicher ist es aber auch, daß der am hĂ€ufigsten dabei erzielte Effekt ein Systemabsturz ist. Der erweiterte Emulator gestattet dem Programmierer einen sehr tiefen Einblick in seine Arbeit. Das Lesen der Variablen ist natĂŒrlich absolut ungefĂ€hrlich; so ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, wenn man z.B. die aktuelle Schreibposition ermitteln möchte. Wohl aber, wenn Variablen geĂ€ndert werden, ohne sich der Folgen bewußt zu sein! Das Ändern des einen oder anderen Bytes im TCB und CCB kann wunderschöne Effekte mit sich bringen, einschließlich des oben beschriebenen, versteht sich. FĂŒr die meisten denkbaren Änderungen stehen ohnehin ESCape-Sequenzen zur VerfĂŒgung; allerdings lĂ€ĂŸt sich ein selbstgeschriebener Zeichensatz (muß denselben Aufbau wie der des GEM und eine konstante Breite von 8 Pixeln haben) mittels direktem EintrĂ€gen in den TCB schneller und wohl auch einfacher installieren als ĂŒber das VDI.Man sollte vor derartigen “Fummeleien” aber dafĂŒr sorgen, daß alle Daten, die man evtl, spĂ€ter nochmal benötigen könnte, einer sorgfĂ€ltigen Rettungsaktion unterzogen werden; sonst - HUAAaaahh!

Um hier allerdings keine falschen EindrĂŒcke aufkommen zu lassen: xVT52 lĂ€uft bereits seit Monaten unter den verschiedensten Programmen ohne Fehl und Tadel. Es ist also bei Aktivieren des erweiterten Emulators keineswegs “bloß noch eine Zeitfrage”, wann sich der Rechner wohl verabschieden wĂŒrde. Insofern bezieht sich meine Mahnung nur auf die vom Anwender eigenmĂ€chtig vorgenommenen Manipulationen und deren eventuelle Folgen.

Text-” Windows”

Wohl jedes benutzerfreundliche Programm beinhaltet auf die eine oder andere Art die Möglichkeit, dem Benutzer Hilfestellungen zu geben, wenn er an einer Stelle nicht mehr weiter weis. Innerhalb von GEM-Programmen lĂ€ĂŸt sich dies mittels eines zusĂ€tzlichen Fensters erreichen (sofern nicht schon vier geöffnet sind; aber dann gibt es ja auch noch Alert-und Dialogboxen...). Unter TOS muß man da schon grĂ¶ĂŸere “Verrenkungen” anstellen, weil es halt mal nur einen Bildschirm gibt. Und alle VT52-Funktionen - speziell diejenigen zum EinfĂŒgen und Löschen einer Zeile - beziehen sich prinzipiell auf den kompletten Bildschirm, wodurch der Einsatz eines “geschĂŒtzten” Bildschirmbereiches unmöglich gemacht wird. Zwei Sequenzen des xVT52-Emulators erlauben es nun, zwei voneinander unabhĂ€ngige Textfenster zu unterhalten, indem sie die bereits bestehenden ESCapes L (zum EinfĂŒgen) und M (zum Löschen) quasi “im gemischten Doppel” nachvollziehen:

Tabelle 1: Alle Scrollfunktionen auf einen Blick
Tabelle 1: Alle Scrollfunktionen auf einen Blick

  • ESC s: EinfĂŒgen einer Zeile, wobei der Bildschirminhalt inklusive der aktuellen Cursorzeile NACH OBEN geschoben wird. Die oberste Zeile geht dabei verloren.
  • ESC t: Löschen der aktuellen Cursorzeile, wobei der Rest des Bildschirminhaltes VON OBEN nachrĂŒckt. Hierdurch wird die oberste Zeile frei.

Nach diesen Sequenzen befindet sich der Cursor am Anfang (Spalte 0) der eingefĂŒgten bzw. gelöschten Zeile. Sie arbeiten somit genauso wie die bisherigen Steuer-Sequenzen, nur in der Behandlung des restlichen Bildschirminhaltes genau umgekehrt. Damit kann man nun problemlos zwei Bildschirmbereiche steuern. Weil es aber einigermaßen umstĂ€ndlich ist zu erklĂ€ren, in welchem Bereich wie gearbeitet werden muß, möchte ich Sie auf Bild 1 hinweisen, in dem die benötigten ESCapes den beiden Fenstern zugeordnet sind. Es bleibt lediglich Ihrer Phantasie ĂŒberlassen, was Sie mit dem zweiten Fenster alles anstellen: Sie können damit ebenso Hilfstexte einblenden wie auch in Editormanier zwei Texte bearbeiten. Sie mĂŒssen nur darauf achten, daß der Bildschirminhalt gepuffert wird, damit ein durch das zweite Fenster eventuell zerstörter Text wiederhergestellt werden kann. Ansonsten können mit den neuen Sequenzen auch hĂŒbsche Effekte erzielt werden: Wenn Sie - ausgehend von Zeile 12 -abwechselnd mit ESC s und ESC L Zeilen einfĂŒgen oder mit ESC t und ESC M Zeilen löschen, entsteht der Eindruck, der Bildschirm wĂŒrde “explodieren” bzw. “implodieren”. Besonders lustig sieht das “Implodieren” bei Verwendung der pixelorientierten Sequenzen aus, die Sie gleich kennenlernen werden.

SeitensprĂŒnge (ESCapaden)

Daß man Texte nach oben und unten scrollen kann, ist sicherlich ein Standard-Feature eines jeden Emulators. In einer pluralistischen Gesellschaft wie der unseren sollte es aber fast schon eine SelbstverstĂ€ndlichkeit sein, in allen vier Himmelsrichtungen FreizĂŒgigkeit zu genießen... Also wurden beim xVT52 zwei weitere Sequenzen implementiert, die ein spaltenweises Scrollen ermöglichen:

  • ESC u: Inhalt der aktuellen Zeile um 1 Spalte nach links durchlaufen lassen
  • ESC x: Inhalt der aktuellen Zeile um 1 Spalte nach rechts durchlaufen lassen.

In beiden FĂ€llen bleibt der Cursor an derselben Position stehen, an der er auch stand, bevor gescrollt wurde; er Ă€ndert also weder Zeilen- noch Spaltenposition. Das “Durchlaufenlassen” bedeutet hier, daß das Zeichen, welches durch das Scrollen links oder rechts “herausgefallen” ist, auf der jeweils anderen Seite wieder “hereingeschoben” wird. Wozu lĂ€ĂŸt sich das gebrauchen? Sie können beispielsweise damit eine Eingaberoutine schreiben, die - sobald die letzte Spalte der aktuellen Zeile erreicht ist - den bisherigen Inhalt um eine Spalte nach links schiebt und die letzte Spalte zum Eingeben eines neuen Zeichens löscht. Wenn Sie sich den Editor von GFA-BASIC einmal nĂ€her betrachten, werden Sie feststellen, daß dort genau dies passiert. Nur: Das Feuerwerk an ESCape-Sequenzen in Kombination mit wiederholter Textausgabe lĂ€ĂŸt erahnen, welche Verrenkungen Sie sich mit ESC u/x sparen können!

Wem diese beiden Sequenzen nicht genĂŒgen, der dĂŒrfte - Assembler-Kenntnisse vorausgesetzt - keine Probleme haben, die entsprechenden Prozeduren SCR_LEFT bzw. SCR_RIGHT auf seine BedĂŒrfnisse umzustricken, so daß es dann möglich ist, ab der aktuellen Spalte den Rest (ohne Turn-around) nach links oder rechts zu scrollen.

Bit By Bit - Built-In Smooth Scrolling

Hinter diesem netten Zungenbrecher verbirgt sich eine Besonderheit von xVT52, die bei vielen Effekten wertvolle Hilfe bieten kann. Gemeint ist das pixelweise Verschieben des Bildschirminhaltes. Zu allen Steuerzeichen, die der erweiterte Emulator kennt und die dem EinfĂŒgen/Löschen und horizontalen Scrollen dienen, gibt es ein “pixelweises Pendant“. In allen FĂ€llen bleibt der Cursor auf seiner alten Position stehen. Soll - wie bei den normalen Sequenzen - der Cursor im Anschluß an die jeweilige Operation am Anfang der bearbeiteten Zeile stehen, so kann man dies durch nachtrĂ€gliches Ausgeben eines ZeilenrĂŒcklaufes (Carriage Return, ASCII-Code 13) erreichen. Tabelle 1 zeigt den Zusammenhang zwischen Sequenzen zum zeilen-/spaltenweisen Scrollen und den entsprechenden, pixelweise arbeitenden Verschieberoutinen. Anzumerken ist hier noch, daß bei den spalten weisen Verschieberoutinen (ESC T/U) tatsĂ€chlich nur um ein Pixel nach links bzw. rechts gescrollt wird. Möchten Sie also eine Zeile um eine komplette Spalte verschieben, mĂŒssen Sie die entsprechende Sequenz achtmal abschicken. Warum? Weil der Prozessor abgeht wie die Feuerwehr! WĂŒrden diese Sequenzen jeweils eine komplette Spalte verschieben, wĂ€ren sie ĂŒberhaupt nicht mehr von den spaltenorientierten Routinen zu unterscheiden...

Alphabet (fast) komplett!

Wer mitgezĂ€hlt hat, wird auf bisher 51 (!) ESCape-Sequenzen kommen, die der erweiterte VT52-Emulator “versteht”, nĂ€mlich von A-Z und a-z. Die letzte Sequenz, ESC r, dient dazu, den Emulator grafikfĂ€hig zu machen. Es ist sicherlich die reizvollste Erweiterung des VT52, mit der sich etliches anstellen lĂ€ĂŸt. Um den Rahmen nicht zu sprengen, muß ich Sie aber leider auf den vierten und letzten Teil dieser Serie vertrösten. Da Sie sowieso erst mit dem Emulator arbeiten können, wenn Sie ihn komplett eingegeben haben, dĂŒrfte dies aber leicht zu verschmerzen sein. Es ließ sich nicht vermeiden, den Artikel in vier Teile zu splitten, weil er “en bloc” schlicht-weg zu groß geworden wĂ€re. Andererseits war es aber unmöglich, das Programm zu modularisieren, so daß Sie also portionsweise immer ein “StĂŒckchen mehr vom Emulator” gehabt hĂ€tten. Denn: Entweder lĂ€uft alles oder es lĂ€uft eben nichts. So ist das nunmal im DigitalgeschĂ€ft...

Tabelle 2: Ausgabegeschwindigkeiten mit und ohne xVT52 bei verschiedenen Konfigurationen und TOS-Versionen. Alle Zeiten in Sekunden.
Tabelle 2: Ausgabegeschwindigkeiten mit und ohne xVT52 bei verschiedenen Konfigurationen und TOS-Versionen. Alle Zeiten in Sekunden.

Speed It Up

Wenn man ein Programm schreibt, das ein bereits bestehendes Programm ablösen soll, muß man dafĂŒr natĂŒrlich gute GrĂŒnde haben. So auch bei der Vorstellung eines neuen (alten, weil kompatiblen) Terminal-Emulators. Nun kann der erweiterte Emulator mit einer Vielzahl wirklich neuer Features aufwarten, aber das hĂ€tte man sicher auch anders erreichen können; beispielsweise durch EinfĂŒhrung neuer GEMDOS-Funktionen. Die Einbindung in den Emulator ist natĂŒrlich die wesentlich elegantere Methode, weil hierbei die logisch zueinander gehörenden Funktionen auch auf dieselbe Weise angesprochen werden können. Aber es gibt noch ein weiteres Argument, warum xVT52 dem “gewöhnlichen” VT52 ĂŒberlegen ist: die Geschwindigkeit. Diese liegt nĂ€mlich im Vergleich zum “Alten” um mindestens Faktor zwei höher; in SpezialfĂ€llen kann die AusfĂŒhrung auch sechsmal und mehr beschleunigt werden. Um diese Steigerungen zu erreichen, wurden einige programmtechnische Tricks angewandt, die ich Ihnen nicht vorenthalten und zur Nachahmung empfehlen möchte. Aber erst das nĂ€chste Mal; jetzt möchte ich Ihnen zunĂ€chst einmal zeigen, wie schnell er denn nun wirklich ist, der erweiterte Emu.

Vorher/nachher und die Benchmarks

Wann immer es darum geht, Programme und deren Leistung zu objektivieren, geht es frĂŒher oder spĂ€ter um deren Geschwindigkeit. So auch diesmal. Auch wenn man nicht zu den “Geschwindigkeits-Fanatikern” gehört, die Leistungen (nur noch) nach der Anzahl der gewonnenen Nanosekunden beurteilen, so muß man sich doch darĂŒber im klaren sein, daß eine tausendmalige Einsparung einer Millisekunde bereits eine Sekunde ausmacht und sich somit viele Wenig zu einem Viel aufsummieren. Wer fast ausschließlich die grafische BenutzeroberflĂ€che und sonstige GEM-Programme benutzt, wird sich ĂŒber die teilweise drastischen Geschwindigkeitszunahmen durch den Blitter-Einsatz freuen, obwohl dieser in einzelnen Funktionsaufrufen “nur unwesentlich” schneller als die softwaremĂ€ĂŸigen Emulationen ist. Umgekehrt gibt es aber auch viele ST-Besitzer, die die grafischen FĂ€higkeiten zwar nicht verachten, aber aus GrĂŒnden der Effizienz lieber mit TOS-Programmen und Kommando-Interpretern arbeiten. Da in diesen Programmen der Bildschirmausgabe per VT52-Emulator eine tragende Rolle zukommt, spielt es hier sehr wohl eine Rolle, ob ein Bildschirm nun in einer oder in einer fĂŒnftel Sekunde aufgebaut ist, da sich dieser Vorgang leicht ein paarhundertmal in der Stunde wiederholen kann. Und eine durchschnittliche “Session” kann viele Stunden dauern...

Um nun also ein Maß fĂŒr die AusfĂŒhrungsgeschwindigkeiten zu bekommen, mußte wieder einmal einer der so beliebten Benchmarks herhalten. FĂŒr das Messen der Bildschirmausgabe gelten zwei Tests als Standard (zumindest fĂŒr die IBM-Welt), so daß ich sie auch fĂŒr den xVT52 verwendet habe (s. Listing 3). Es galt zehn volle Bildschirmseiten ohne und mit Scrollen auszugeben - bloß: wie? Denn mit Benchmarks ist das immer so eine heikle Geschichte. Wenn man nicht aufpaßt, mißt man mit diesen Tests alle möglichen Nebeneffekte - nur halt eben nicht das, was man eigentlich wollte! Tatort: GFA-BASIC. Wenn man hier mißt, wie lange es dauert, um 250 Zeilen mittels PRINT -Anweisung auszugeben, wird man lediglich herausbekommen, wie fix der BIOS-Traphandler ist. Grund: Frank Ostrowski hat schon frĂŒh erkannt, daß das BIOS wesentlich hurtiger arbeitet als die GEMDOS-Funktionen, in denen u.a. auf Ausgabeumlenkung geprĂŒft wird, bevor dann am Ende ohnehin BIOS- oder XBIOS-Funktionen aktiviert werden. So wird also alles, was hinter dem PRINT-Befehl steht, Zeichen fĂŒr Zeichen direkt ĂŒber das BIOS ausgegeben. Also mußte ich direkt die GEMDOS-Funktion PRINT LINE (0x9) ansprechen, die ja einen beliebig langen String ausgeben kann und dabei nur einmal den Trap-Handler zu durchlaufen braucht. Somit konnte gewĂ€hrleistet werden, daß nur die Ausgabegeschwindigkeiten und nicht die Nebeneffekte (inklusive der Interpretergeschwindigkeit) gemessen wurden.

Wow!

Ich glaube, daß man mit den Zeiten recht zufrieden leben kann. Es sind zwar keine Tempus-Geschwindigkeiten erreicht worden (was fĂŒr ein Betriebssystem zugegebenermaßen auch unmöglich ist), aber dennoch liegen die Zeiten von xVT52 deutlich unter denen des Original-Emulators. In Tabelle 2 können Sie die Ergebnisse fĂŒr die verschiedenen ST-Konfigurationen nachlesen. Je nach TOS-Version und Blitter-Einsatz liegt der Geschwindigkeitszuwachsfaktor zwischen zwei und fĂŒnf. Im “normalen” Einsatz ist eine Steigerung um das zwei- bis dreifache als realistisch zu betrachten. NatĂŒrlich werden mir jetzt einige Leser vorwerfen, daß die Benchmark-Tests alles andere als objektiv sind, weil die verwendete Funktion des GEMDOS so umgeschrieben wurde, daß sie die Strings nun “am StĂŒck” und somit ohne weitere BIOS-Aufrufe ausgeben kann. Aber: Ist es denn nicht gerade Sinn und Zweck von (System-) Patches, MĂ€ngel in Programmen auszurĂ€umen (auch mangelnde Geschwindigkeit)? Und: Die meisten TOS-Programme benutzen genau diese Funktion, um ihre Ausgaben auf den Bildschirm zu realisieren und kommen somit auch in den Genuß des erweiterten Emulators. Und schließlich hat der xVT52 ja auch noch ganz andere QualitĂ€ten und VorzĂŒge...

Soweit fĂŒr diesmal. Ich darf natĂŒrlich auch heute nicht versĂ€umen, Ihnen viel Spaß (und wenig Blasen) beim Abtippen des Listings zu wĂŒnschen. Vielleicht hat der eine oder andere Tippfaule unter der Leserschar mit Blick auf Benchmarks und ESCapes nun doch noch Appetit bekommen. WĂŒrde mich natĂŒrlich freuen...

MS

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; * >EXTENDED VT52-TERMINAL EMULATOR< *	3. Teil
; *===================================*
; * Entwickelt mit PROFIMAT-Assembler *
; *       M.Schumacher, (p) 12/87     *
; *************************************


SCR_LEFT: 				; ESC ’u'
	move.l	6(a4),a1		; abs. Cursorposition
	suba.w	(a0),a1			; -akt, Spalte=AZeilenanfang
	move.w	36(a0),d2		; Zeichenhöhe (Pixels)
	subq.w	#1,d2			; in dbra-ZĂ€hler wandeln

\lp1:
	movea.l	a1,a2			; a1=Ziel, a2=Quelle
	addq.w	#1,a2			; Quelle=Ziel+1
	moveq	#12,d1			; 13*6=78 Bytes verschieben
	move.b	(a1),d3			; vorderstes Bytes merken
\lp2:
	move.b	(a2)+,(a1)+		; 6 Bytes nach links verschieben
	move.b	(a2)+,(a1)+
	move.b	(a2)+,(a1)+
	move.b	(a2)+,(a1)+
	move.b	(a2)+,(a1)+
	move.b	(a2)+,(a1)+
	dbra	d1,\lp2
	move.b	(a2),(a1)+		; Byte 78 verschieben
	move.b	d3,(a1)+		; Anfangsbyte ans Ende (79) setzen
	dbra	d2,\lp1			; nÀchste Pixelzeile verschieben
	rts

SCR_RIGHT:					; ESC 'x'
	move.l	6(a4),a1		; abs. Cursorposition
	suba.w	(a0),a1			; -akt. 5palte=^Zeilenanfang
	adda.w	38(a0),a1		; +Bytes/Textzeile=^Anfang nÀchster Textzeile 
	move.w	36(a0),d2		; Zeichenhöhe (Pixels)
	subq.w	#1,d2		; in dbra-ZĂ€hler wandeln
\lp1:
	movea.l	a,a2			; a1=Ziel, a2=Quelle
	subq.w	#1,a2			; Quelle=Ziel-1
	moveq	#12,d1			; 13*6=78 Bytes verschieben
	move b	(a2),d3			; letztes Bytes merken
\lp2:
	move.b	-(a2),-(a1)	;	6 Bytes nach rechts verschieben
	move.b	-(a2),-(a1)
	move.b	-(a2),-(a1)
	move.b	-(a2),-(a1)
	move.b	-(a2),-(a1)
	move.b	-(a2),-(a1)
	dbra	d1,\lp2
	move.b	-(a2),-(a1)		; Byte 78 verschieben
	move.b	d3,-(a1)		; letztes Byte an den Anfang setzen
	dbra	d2,\lp1			; nÀchste Pixelzeile verschieben
	rts

SAVE_CRS:					; ESC 'j'
	move.w	10(a0),d0		; Anzahl gespeicherter Positionen
	cmpl.w	#3,d0			; schon alle 3 besetzt?
	bne.s	\set			; nein
	subq.w	#1,d0			; sonst 1 abziehen
	subq.w	#1,10(a0)
	move.l	16(a0),12(a0)	; neue Position 1=alte P. 2 (alte 1 geht verloren) 
	move.l	20(a0),16(a0)	; neue Position 2-alte P. 3 
\set:
	lsl.w	#2,d0			; Anzahl in Longpointer wandeln
	move.l	(a0),12(a0,d0.w); Spalte und Zeile merken 
	addq.w	#1,10(a0)		; Anzahl inkrementieren
	rts						; fertig

REST_CRS:					; ESC 'k'
	move.w	10(a0),d0		; Anzahl gespeicherter Positionen
	beq.s	\zurĂŒck			; fertig, falls 0
	subq.w	#1,d0			; sonst Anzahl dekrementieren
	subq.w	#1,10(a0)
	lsl.w	#2,d0			; und in Longpointer Handeln
	move.l	12(a0,d0.w),(a0); alte Position zurĂŒckholen 
	move.w	6(a0),d0	; grĂ¶ĂŸte Zeilennummer
	cmp.w	2(a0),d0	; < aktueller? (Hegen EVTL.Fontwechsel) 
	bpl.s	\zurĂŒck		; nein, alles ok
	move.w	d0,2(a0)	; sonst in letzte Zeile positionieren
\zurĂŒck:
	rts

GET_TCB:					; ESC 'g'
	bsr		UPDATE_END		; Cursor wieder freigeben
	move.l	a0,d0			; d0:=^TerminalControlBlock
	addq.l	#4,a7			; und direkt zum Trap-Handler zurĂŒckspringen 
	rts						; (also nicht ĂŒber ESC_SEQ)

GET_CCB:					; ESC 'h'
	bsr		UPDATE_END		; Cursor wieder freigeben
	move.l	a4,d0			; d0:=^CursorControlBlock
	addq.l	#4,a7			; und direkt zum Trap-Handler zurĂŒckspringen 
	rts						; (also nicht ĂŒber ESC_SEQ)

WHITE_BLK:					; ESC 'm'
	clr.w	VID_R0			; inverse Darstellung (weiß auf schnarz)
	rts

BLK_WHITE:					; ESC 'n'
	move.w	#1,VID_R0		; normale Darstellung (schwarz auf weiß)
	rts

DEL_TO_CRS:					; ESC 'd'
	move.w	2(a0),d0		; akt. Zeile
	beq.s	L_TO_CRS		; falls in Zeile 0, nur noch bis Cursor löschen 
	move.w	36(a0),d1		; Zeichenhöhe in Pixeln
	subq.w	#8,d1			; - 8
	beq.s	\del			; 8x8-Font aktiv?
	add.w	d0,d0			; sonst doppelt so viele Zeilen löschen
\del:
	subq.w	#1,d0			; Anzahl Zeilen in dbra-ZĂ€hler Handeln
	move.l	(a0),-(a7)		; akt. Spalte und Zeile retten
	pea		\weiter			; RĂŒcksprungadresse merken
	movem.l	a0/a6,-(a7)		; Register retten
	movea.l	6(a4),a6		; abs. Cursorposition
	suba.w	(a0),a6			; - akt. Spalte=^Zeilenanfang
	bra		CLS_ENTRY		; Zellen löschen
\weiter:
	move.l	(a7)+,(a0)		; Spalte und Zeile zurĂŒck

L_TO_CRS:					; ESC 'o'
	move.w	(a0),d1			; akt. Spalte
	move.w	d1,d2			; merken
	moveq	#80,d3			; Bytes/Pixelzeile
	move.l	6(a4),a1		; abs. Cursorposition
	suba.w	d1,a1			; -akt. Spalte=Zeilenanfang
	movea.l	a1,a2			; merken
	adda.l	d3,a2			; und Offset fĂŒr nĂ€chste Pixelzeile addieren 
	move.w	36(a0),d0		; Zeichenhöhe
	subq.w	#1,d0			; in dbra-ZĂ€hler Handeln
\lp_pixz:
	clr.b	(a1)+			; Byte löschen
	dbra	d1,\lp_pixz		; nÀchstes Byte
	movea.l	a2,a1			; Anfang der nÀchsten Pixelzeile
	adda.l	d3,a2			; nieder Offset addieren
	move.w	d2,d1			; ZĂ€hler nieder laden
	dbra	d0,\lp_pixz		; und nÀchste Pixelzeile löschen
\zurĂŒck:
	rts

GRAPHMODE:					; ESC 'r'
	lea		VEC_BASE,a1		; Ausgabevektor
	lea		GET_WIDTH,a2 	; auf Holen der Grafikbreite
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	st		9(a0)			; Grafikmodus einschalten
	rts

GET_WIDTH:					; Grafikbreite fĂŒr ESC 'r' bestimmen
	lea		GET_HEIGHT_H,a2 ; Ausgabevektor auf Holen der Grafikhöhe 
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	lea		TCB,a0			; ^TerminalControlBlock
	subi.w	#32,d0			; Offset von Wert fĂŒr Breite abziehen
	move.w	d0,44(a0)		; und merken
	moveq	#80,d1			; max. Spalte
	sub.w	(a0),d1			; -akt. Spalte
	move.w	d1,40(a0)		; als erlaubte Breite ĂŒbernehmen
	rts

GET_HEIGHT_H:	; Grafikhöhe, Hunderter
	lea		GET_HEIGHT_L,a2 ; Ausgabevektor auf Holen der Grafikhöhe 
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	lea		TCB+46,a0		; Speicher fĂŒr Grafikhöhe in Pixels
	subi.w	#32,d0			; Offset vom Höhenwert abziehen
	mulu	#100,d0			; mal 100
	move.w	d0,(a0)			; merken
	rts

GET_HEIGHT_L:				; Grafikhöhe, Zehner+Einer
	lea		TCB,a0			; ^TerminalControlBlock
	subi.H	#32,d0			; Offset vom Höhenwert abziehen
	move.w	d0,d1			; und zwischenspeichern
	andi.w	#$F,d1			; Einer isolieren
	lsr.w	#4,d0			; Zehner
	andi.n	#$F,d0			; isolieren
	mulu	#10,d0			; mal 10
	add.w	d1,d0			; + Einer
	add.w	d0,46(a0)			; + Hunderter
	tst.w	44(a0)			; Breite=0?
	bne.s	\weiter			; nein
\fail:
	lea		STD_VEC,a2		; sonst Ausgabe	wieder auf Standard
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	rts
\weiter:
	tst.w	46(a0)			; Höhe=0?
	beq.s	\fail			; ja. abbrechen
	lea		GRAPHICS,a2		; sonst Ausgabe	auf Grafik
	move.l	a2,(a1)			; stellen
	clr.l	48(a0)			; ZĂ€hler initialisieren
	lea		CCB,a4			; ^CursorControlBlock
	move.l	6(a4),52(a0)	; abs. Cursorpos. als linken Offset merken 
	move.w	#400,d1			; max. Anzahl Pixelzeilen
	move.w	2(a0),d2		; akt. Zeile
	mulu	36(a0),d2		; 4 Zeichenhöhe in Pixels
	sub.w	d2,d1			; von max. Anzahl subtrahieren
	move.w	d,42(a0)		; * Anzahl erlaubter Pixelzeilen
	rts
GRAPHICS:					; Grafikausgabe
	lea		TCB,a0			; TerminalControlBlock
	move.w	48(a0),d1		; akt. hör. Position
	move.w	50(a0),d2		; akt. Pixelzeile
	cmp.w	42(a0),d2		; mit erlaubter Anzahl vergleichen
	bpl.s	\next			; zu groß, nicht ausgeben
	cmp.w	40(a0),d1		; hör. Pos. mit max. Position vergleichen
	bpl.s	\next			; zu groß, nicht ausgeben
	move.l	52(a0),a2		; linker Zeilenoffset
	move.b	d0.0(a2,d1.w)	; Grafikbyte ausgeben
	btst	#0,8(a0)		; Invertierung eingeschaltet?
	beq.s	\next			; nein
	not.b	0(a2,d1.w)		; sonst halt invertieren
\next:
	addq.w	#1,d1			; hör. Position ++
	cmp.w	44(a0),d1		; mit Breite vergleichen
	beq.s	\more			; letzte Position schon erreicht
	move.w	d1,48(a0)		; sonst merken
	rts						; fertig
\more:
	clr.w	48(a0)			; nieder bei Position 0 anfangen
	addi.l	#80,52(a0) 		; Offset fĂŒr nĂ€chste Pixelzeile addieren 
	move.w	50(a0),d1		; akt. Pixelzeile
	addq.w	#1,d1			; ++
	cmp.w	46(a8),d1		; =Höhe der Grafik?
	beq.s	\fertig			; ja, Grafikmodus beenden
	move.w	d1,50(a0)		; sonst neue Position merken
	rts
\fertig:
	lea		STD_VEC,a2		; Ausgabe wieder auf Standard
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	sf		9(a0)			; und Grafik ausschalten
	rts

CRS_UP:						; ESC 'A'
	tst.w	2(a0)			; Zeile 0?
	beq.s	\zurĂŒck			; ja, ignorieren
	subq.w	#1,2(a0)		; sonst --
\zurĂŒck:
	rts

CRS_DOWN:					; ESC 'B'
	move.w	2(a0),d0		; akt. Zeile
	cmp.w	6(a0),d0		; =letzte?
	bpl.s	\zurĂŒck			; ja, ignorieren
	addq.w	#1,2(a0)		; sonst ++
\zurĂŒck:
	rts

CRS_RIGHT:					; ESC 'C'
	cmpi.w	#79,(a0)		; letzte Spalte?
	bpl.s	\zurĂŒck			; ja, ignorieren
	addq.w	#1,(a0)			; sonst ++
\zurĂŒck:
	rts

CRS_UP_SCR:					; ESC 'I'
	tst.w	2(a0)			; Zeile 0?
	bne.s	Nrunter			; nein
	move.w (a0),-(a7)		; akt. Spalte merken
	bsr		SCROLL_DOWN		; sonst runterscrollen
	bsr		DEL_LINE		; und Zeile löschen
	move.w	(a7)+,(a0)		; akt. Spalte zurĂŒck
	bra s	\zurĂŒck
\runter:
	subq.w	#1,2(a0)		; Zeile --
\zurĂŒck:
	rts

BIG_FONT:					; ESC 'F'
	move.l	24(a0),d0		; ^8x16-Fontdaten
	cmp.l	32(a0),d0		; Font schon aktiu?
	beq.s	\zurĂŒck			; ja, fertig
	move.l	d0,32(a0)		; sonst als aktuellen Font ĂŒbernehmen
	move.w	#24,6(a0)		; max. Zeile=24
	move.l	#$100500,36(a0) ; Höhe=16 Pixel: Bytes/Textzeile=1280 
	lsr	2(a0)				; akt. Zeile halbieren
	clr.w	10(a0)			; gemerkte Cursorpositionen löschen
\zurĂŒck:
	rts

SML_FONT:					; ESC 'G'
	move.l	28(a0),d0		; ^8x8-Fontdaten
	cmp.l	32(a0),d0		; Font schon aktiu?
	beq.s	\zurĂŒck			; ja, fertig
	move.l	d0,32(a0)		; sonst als aktuellen Font ĂŒbernehmen
	move.w	#49,6(a0)		; max. Zeile=49
	move.l	#$80280,36(a0)	; Höhe=16 Pixel: Bytes/Textzeile=648 
	lsl		2(a0)			; akt. Zeile uerdoppeln
	clr.w	10(a0)			; gemerkte Cursorpositionen löschen
\zurĂŒck:
	rts

DEL_FROM_CRS:	S ESC J'
	move.w	6(a0),d0		; letzte Zeile
	sub.w	2(a0),d0		; Cursor schon unten?
	beq.s	L_TO_ENO		; ja, nur noch ab Cursor löschen
	move.w	36(a0),d1		; Zeichenhöhe in Pixeln
	subq.w	#8,d1			; - 8
	beq.s	\del			; 8x8-Font aktiu
	add.w	d0,d0			; sonst doppelt so viele Zeilen löschen
\del:
	subq.w	#1,d0			; in dbra-ZĂ€hler wandeln
	move.l	(a0),—(a7)		; Spalte und Zeile retten
	pea		\weiter			; RĂŒcksprungadresse auf Stack
	movem.l	a8/a6,-(a7)		; Register retten
	move.l	LOGBASE,a6		; ^Video-RAM
	adda.w	#32000,a6		; ^Bildschirm-Ende
	bra		CLS_ENTRY		; Zeilen löschen
\weiter:
	move.l	(a7)+,(a0)		; Spalte und Zeile zurĂŒck

L_TO_END:					; ESC 'K'
	moveq	#79,d1			; max. Spalte
	sub.w	(a0),d1			; -akt. 5palte=Anzahl zu löschender Zeichen 
	move.w	d1,d2			; merken
	moveq	#80,d3			; Bytes/Pixelzeile
	move.l	6(a4),a1		; abs. Cursorposition
	movea.l	a1,a2			; merken
	adda.l	d3,a2			; und Offset fĂŒr nĂ€chst Pixelzeile addieren 
	move.w	36(a0),d0		; Zeichenhöhe
	subq.w	#1,d0			; in dbra-ZĂ€hler wandeln

\lp_pixz:
	clr.b	(a1)+			; Byte löschen
	dbra	d1,\lp_pixz		; nÀchstes Byte
	movea.l	a2,a1			; Anfang der nÀchsten Pixelzeile
	adda.l	d3,a2			; wieder Offset addieren
	move.w	d2,d1			; ZĂ€hler wieder laden
	dbra	d0,\lp_pixz		; und nÀchste Pixelzeile löschen
\zurĂŒck:
	rts

DEF_TABS:					; ESC 'N'
	lea		TABS,a0			; ^Bitvektor fĂŒr Tabulatoren
	move.l	#$80808080,d0	; Bitmaske: Jede 8. Position
	move.l	d0,(a0)+		; Tabulatoren setzen
	move.l	d0,(a0)+
	move.w	d0,(a0)
	rts

CLR_TABS:					; ESC 'Q'
	lea		TABS,a0			; Miami weiß
	clr.l	(a0)+			; Tabulatoren löschen
	clr.l	(a0)+
	clr.w	(aB)
	rts

SET_TAB:					; ESC 'P'
	lea		VEC_BASE,a1		; Vektor
	lea		SGET_TAB,a2		; zum Holen der Position
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	rts						; fertig
SGET_TAB:
	lea		VEC_BASE,a1		; Vektor wieder
	lea		STD_VEC,a2		; auf normale Ausgabe
	move.l	a2,(a1)			; umschalten
	bsr.s	CALC_TAB		; Tab-Position bestimmen
	bset 	d2.0(a0,d0.w)	; und Tab setzen
\zurĂŒck:
	rts
CLR_TAB:					; ESC 'Q'
	lea		VEC_BASE,a1		; Vektor
	lea		CGET_TAB,a2		; zum Holen der Position
	move.l	a2,(a1)			; umbiegen
	rts						; fertig
CGET_TAB:
	lea		VEC_BASE,a1		; Vektor wieder
	lea		STD_VEC,a2		; auf normale Ausgabe
	move.l	a2,(a1)			; umschalten
	bsr.s	CALC_TAB		; Bitvektorposition berechnen
	bclr	d2.0(a0,d0.w)	; und Tab löschen
\zurĂŒck:
	rts

CALC_TAB:					; Tabulatorposition	berechnen
	subi.w	#32,d0			; Offset von Tabulatorposition abziehen
	bmi.s	\fail			; zu klein, ignorieren
	cmpi.w	#80,d0			; grĂ¶ĂŸer als grĂ¶ĂŸte Spalte?
	bpl.s	\fail			; ja, ignorieren
	lea		TABS,a0			; ^Tab-Vektor
	ext.w	d0				; Position auf WortlÀnge bringen
	move.w	d0,d1			; und retten
	asr.w	#3,d0			; durch 8 diuidieren
	moveq	#7,d2
	and.w	d2,d1			; Rest isolieren
	sub.w	dl,d2			; und Offset berechnen
	rts

\fail:
	addq.l #4,a7			; direkt zum Trap-Handler
	rts						; zurĂŒckspringen

LIGHT_ON:					; ESC 'R'
	bset	#3,8(a0)		; halbe Helligkeit einschaiten
	rts

LIGHT_OFF:					; ESC 'S'
	bclr	#3.8(a0)		; intensive Darstellung einschalten
	rts

Es folgen noch zwei Listings auf der nÀchsten Seite.

Listing 2: So einfach kann man prĂŒfen, welcher Emulator gerade aktiv ist (in GFA-BASIC).

' *****************************
' *  xVT52-INSTALLATIONSTEST  *
' *****************************
PRINT CHR$(27);			! ESCape ausgeben
tcb=BIOS(3,2,ASC("g"))	! Pointer auf TCB holen
PRINT CMR$(27);			! ESCape ausgeben
ccb=BIOS(3,2,ASC("h"))	! Pointer auf CCB holen
PRINT HEX$(tcb)'HEXS(ccb) ! Adressen ausgeben
IF (ccb-tcb)<>66		! schon installiert?
	PRINT "Nur Original-UT52 installiert!"
ELSE
	PRINT CHRS(27);"R>>> xVT52 installiert! <<<";CHR$(27);"S"
ENDIF

Listing 3: So wurden die Ausgabezeiten ermittelt (in GFA-BASIC)

' ************************
' *  BENCHMARK-TEST FÜR  *
' *    xVTS2-EMULATOR    *
' ************************
'
b$=SPACE$(1999)+CHR$(8) 	! Platz schaffen
b=VARPTR(b$)				! Adresse besorgen
FOR i=b 10 b+1998			! Mit Zufalls-
	POKE i,32+RANDOM(224) 	! Zeichen belegen 
NEXT i
PRINT CHR$(27);"v" 			! Wrapping ein
'
' *** TEST 1 ***
t=TIMER
FOR i=1 TO 10				! zehn Seiten
	CLS						! ausgeben
	VOID GEMDOS(9,L:VARPTR(b$))
NEXT i
t1=TIMER
PRINT
PRINT (t1-t)/200			! Zeit ausgeben
REPEAT
UNTIL inkey$<>""
'
' *** TEST 2 ***
'
PRINT AT(1,24);				! Cursor nach unten
t=TIMER
FOR i=1 TO 10				! zehn Seiten
	VOID GEMDOS(9,L:VARPTR(b$))
NEXT i						! Scrollen
t1=TIMER
PRINT
PRINT (t1-t)/200			! Zeit ausgeben